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#Teil 1 :: im Job :: in der BGHS :: im Gespräch

Veröffentlicht am 25. April 2019, 13:37 Uhr

Außeruniversitäre Karrieren #Teil 1

:: im Job :: in der BGHS :: im Gespräch

Viele Wege führen aus der BGHS. Aber wohin führen Wege nach der Promotion konkret? Wir sprechen im Sommersemester mit Promovierenden, die bereits während ihrer Zeit an der BGHS Berufserfahrungen außerhalb der Universität sammeln. Susanne Schultz hat mit uns über ihre Tätigkeit für die Bertelsmann Stiftung gesprochen.


Im Gespräch: Ulf Ortmann (Projektkoordinator) und Susanne Schultz (Promovierende der Soziologie) Foto: Hannah Grüneberg

Susanne, wo arbeitest Du jetzt bei der Bertelsmann Stiftung?

Susanne Schultz: Ich bin im Programmbereich "Integration und Bildung". Mit zwei jungen Wissenschaftler*innen, die mir zuarbeiten, mache ich eine Anforschung zum Thema "Migrationspartnerschaften und Afrika". Die Ergebnisse sollen einfließen in die Entwicklung eines Folgeprojekts innerhalb der Stiftung.

Wie sieht Deine Arbeit – Stand: jetzt – aus?

Susanne Schultz: Ich arbeite seit November 2018 bei der Stiftung und habe, zum Beispiel, letzten Monat ein Fachgespräch zu Migrationspartnerschaften organisiert: mit Wissenschaftler/innen sowie mit Vertreter*innen aus Zivilgesellschaft und politischen Institutionen. Zurzeit führen die beiden Wissenschaftler*innen eine Recherche zu Migrationspartnerschaften durch, und auf dieser Grundlage verfasse ich dann ein internes Papier, das Empfehlungen dazu gibt, wie die Stiftung zu diesem Thema tätig werden kann, etwa: Sollen wir Bildungssysteme vor Ort fördern? Oder eine spezifische Bildungsmigration unterstützen? Dieser Projektbeantragungsprozess: Das sind spannende und offene Diskussionen.

Was sind die wesentlichen Aufgaben, die Du bei der Arbeit hast?

Susanne Schultz: Es ist so, dass ich neben meiner Dissertation für die Stiftung zwei Tage in Gütersloh und ein paar Stunden in der Woche von zu Hause arbeite. In dieser Zeit bin ich neben der Verantwortlichkeit im Projektentwicklungsprozess zurzeit Teilnehmerin in einem Einführungsprogramm für neue Mitarbeitende in der Stiftung. Alle Abteilungen stellen sich dort vor. Interne Besprechungen wie mit dem zuständigen Vorstand habe ich natürlich auch. Für mich ist das eine neue Welt, in die ich komme: mit eigener Literatur, mit eigener Sprache und mit eigenen Akteuren, die alle tätig sind im Feld zwischen Wissenschaft und Politikberatung.


Eindrücke vom Arbeitsplatz Foto: Susanne Schultz

Welches Wissen und welche Kompetenzen bringst Du als Sozialwissenschaftlerin bei Deiner Arbeit ein?

Susanne Schultz: Das ist auf der einen Seite inhaltliches Wissen und ist auf der anderen Seite methodisches Wissen, das ich aus der Uni mitbringe, um, zum Beispiel, eine Studie zu konzipieren. Mich freut es, zu sehen, dass ich das Wissen, das ich mir über die Jahre angeeignet hab, auch bei dieser Arbeit nutzen kann – und das auch sehr geschätzt wird. Und ich versuche, meine Kontakte aus der Wissenschaft in meine Arbeit einzubinden.

Welche Tipps hast Du für Kolleg/innen, die in Deiner Branche einen Einstieg suchen?

Susanne Schultz: Es macht sicher Sinn, praktische Erfahrung zu sammeln. Aber es ist auch möglich, in einer Stiftung unterzukommen, wenn man bislang nur an der Uni gearbeitet hat. In diesem Fall ist es sinnvoll, verschiedene Tätigkeiten an der Schnittstelle zur Politik nachzuweisen: Workshops organisiert zu haben, an denen Politikvertreter*innen beteiligt waren, oder auch an anderen Orten als in wissenschaftlichen Journalen publiziert zu haben. Am Wichtigsten ist es natürlich, spezifisches Wissen für die Stelle mitzubringen.

Susanne, vielen Dank für das Gespräch!

Das komplette Gespräch als PDF findet ihr hier:

Komplettversion als PDF

 

Weiterführende Informationen zu dem Projekt "Außeruniversitäre Karriere":

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