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BGHS.AKTUELL

Serie: Promovierende im Gespräch

Veröffentlicht am 25. April 2019

Außeruniversitäre Karrieren: Promovierende im Gespräch - Teil 1

Viele Wege führen aus der BGHS. Aber wohin führen Wege nach der Promotion konkret? Wir sprechen im Sommersemester mit Promovierenden, die bereits während ihrer Zeit an der BGHS Berufserfahrungen außerhalb der Universität sammeln. Susanne Schultz hat mit uns über ihre Tätigkeit für die Bertelsmann Stiftung gesprochen.


Im Gespräch: Ulf Ortmann (Projektkoordinator) und Susanne Schultz (Promovierende der Soziologie) Foto: Hannah Grüneberg

Susanne, wo arbeitest Du jetzt bei der Bertelsmann Stiftung?

Susanne Schultz: Ich bin im Programmbereich "Integration und Bildung". Mit zwei jungen Wissenschaftler*innen, die mir zuarbeiten, mache ich eine Anforschung zum Thema "Migrationspartnerschaften und Afrika". Die Ergebnisse sollen einfließen in die Entwicklung eines Folgeprojekts innerhalb der Stiftung.

Wie sieht Deine Arbeit – Stand: jetzt – aus?

Susanne Schultz: Ich arbeite seit November 2018 bei der Stiftung und habe, zum Beispiel, letzten Monat ein Fachgespräch zu Migrationspartnerschaften organisiert: mit Wissenschaftler/innen sowie mit Vertreter*innen aus Zivilgesellschaft und politischen Institutionen. Zurzeit führen die beiden Wissenschaftler*innen eine Recherche zu Migrationspartnerschaften durch, und auf dieser Grundlage verfasse ich dann ein internes Papier, das Empfehlungen dazu gibt, wie die Stiftung zu diesem Thema tätig werden kann, etwa: Sollen wir Bildungssysteme vor Ort fördern? Oder eine spezifische Bildungsmigration unterstützen? Dieser Projektbeantragungsprozess: Das sind spannende und offene Diskussionen.

Was sind die wesentlichen Aufgaben, die Du bei der Arbeit hast?

Susanne Schultz: Es ist so, dass ich neben meiner Dissertation für die Stiftung zwei Tage in Gütersloh und ein paar Stunden in der Woche von zu Hause arbeite. In dieser Zeit bin ich neben der Verantwortlichkeit im Projektentwicklungsprozess zurzeit Teilnehmerin in einem Einführungsprogramm für neue Mitarbeitende in der Stiftung. Alle Abteilungen stellen sich dort vor. Interne Besprechungen wie mit dem zuständigen Vorstand habe ich natürlich auch. Für mich ist das eine neue Welt, in die ich komme: mit eigener Literatur, mit eigener Sprache und mit eigenen Akteuren, die alle tätig sind im Feld zwischen Wissenschaft und Politikberatung.


Eindrücke vom Arbeitsplatz Foto: Susanne Schultz

Welches Wissen und welche Kompetenzen bringst Du als Sozialwissenschaftlerin bei Deiner Arbeit ein?

Susanne Schultz: Das ist auf der einen Seite inhaltliches Wissen und ist auf der anderen Seite methodisches Wissen, das ich aus der Uni mitbringe, um, zum Beispiel, eine Studie zu konzipieren. Mich freut es, zu sehen, dass ich das Wissen, das ich mir über die Jahre angeeignet hab, auch bei dieser Arbeit nutzen kann – und das auch sehr geschätzt wird. Und ich versuche, meine Kontakte aus der Wissenschaft in meine Arbeit einzubinden.

Welche Tipps hast Du für Kolleg/innen, die in Deiner Branche einen Einstieg suchen?

Susanne Schultz: Es macht sicher Sinn, praktische Erfahrung zu sammeln. Aber es ist auch möglich, in einer Stiftung unterzukommen, wenn man bislang nur an der Uni gearbeitet hat. In diesem Fall ist es sinnvoll, verschiedene Tätigkeiten an der Schnittstelle zur Politik nachzuweisen: Workshops organisiert zu haben, an denen Politikvertreter*innen beteiligt waren, oder auch an anderen Orten als in wissenschaftlichen Journalen publiziert zu haben. Am Wichtigsten ist es natürlich, spezifisches Wissen für die Stelle mitzubringen.

Susanne, vielen Dank für das Gespräch!

Das komplette Gespräch als PDF findet ihr hier:

Komplettversion als PDF

 

Weiterführende Informationen zu dem Projekt "Außeruniversitäre Karriere":

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"How to doctorate"

Veröffentlicht am 17. April 2019

"How to doctorate" - Extra beim Welcome Day

Eine Diss schreiben: Wie geht das eigentlich? Wer bezahlt mir das? Und was ist, wenn ich ins Ausland will? Gerade am Anfang der Promotion stellen sich viele junge Wissenschaftler*innen solche Fragen. Und sie tauchen auch im weiteren Arbeitsprozess immer wieder auf. Wie gut, wenn es dann Expert*innen gibt, die helfen können.

Zur Beantwortung jener Fragen stellten am Mittwoch, 10. April, Vertreterinnen von drei Einrichtungen der Uni Bielefeld solche Unterstützungsangebote in der BGHS vor. Im Anschluss an den Welcome Day, bei dem zunächst die neuen BGHS-Promovierenden begrüßt wurden, gab Swantje Lahm vom Schreiblabor Einblicke in die Höhen und Tiefen des Schreibens einer Dissertation, die nicht nur das konkrete Formulieren von Texten betreffen, sondern den kompletten Entwicklungsprozess in der Promotionsphase umfassen. Annika Schmidtpeter vom Service Center für den wissenschaftlichen Nachwuchs informierte über unterschiedliche Stipendiengeber und gab Tipps für die Bewerbung. Und Karin Kruse vom International Office stellte Fördermöglichkeiten für kürzere und längere Auslandsaufenthalte während der Promotion vor.

Zum ersten Mal fand jene einrichtungsübergreifende Veranstaltung in der BGHS statt. Das große Interesse der Promovierenden, die dabei waren, vor allem jedoch die umfassenden, konkreten und kompetenten Informationen aus den verschiedenen Serviceeinrichtungen der Uni Bielefeld machen jetzt schon klar: Es war rundum gelungen. Und es war nicht das letzte Mal!

Wir bedanken uns bei:

Gesendet von HGrüneberg in Allgemein

Welcome Day SoSe 2019

Veröffentlicht am 11. April 2019

Am Mittwoch, den 10. April, fand an der BGHS der Welcome Day im Sommersemester 2019 statt. Ursula Mense-Petermann, Direktorin der BGHS, begrüßte die neuen Promovierenden. Anschließend informierten Sabine Schäfer, akademische Geschäftsführerin der BGHS und Bettina Brandt (Wissenschaftliche Geschäftsführung der Schule für Historische Forschung) über die BGHS, die Fakultät für Soziologie und die Abteilung Geschichtswissenschaft. Darüber hinaus stellten sich die Doctoral Representatives und der Koordinator des Projekts "Außeruniversitäre Karriere für Geistes- und Sozialwissenschaftler/innen" Ulf Ortmann vor. Beim anschließenden Coffee Break in der BGHS-Lounge konnten alle Teilnehmenden miteinander ins Gespräch kommen und sich kennenlernen.

Oben: Akademische Geschäftsführerin der BGHS Sabine Schäfer; Links: Direktorin der BGHS: Ursula Mense-Petermann; Rechts: Wissenschaftliche Geschäftsführung der Schule für Historische Forschung Bettina Brandt

Die neuen Promovierenden an der BGHS

18 neue Promovierende haben zum Sommersemester 2019 an der BGHS mit ihren Dissertationsprojekten begonnen: Fünf Historikerinnen, ein Historiker, sechs Soziologinnen und sechs Soziologen.

Neue BGHS Promovierende und ihre Forschungsprojekte:

  • Paulina Sophie Gennermann (Geschichte): Die unsichtbare Industrie der Aroma- und Duftstoffe zwischen Innovation und Regulierung
  • Anna Grotegut (Geschichte):Besteuerung von städtischen Immobilien. Bewertungs- und Vergleichspraktiken in Deutschland und Großbritannien 1870–1950
  • Olga Olkheft (Geschichte): Re-conception of Russian Avant-Garde art in the context of Cultural Cold War (1960s - 1980s)
  • Helene Schlicht (Geschichte): „California Dreamin'“. Die Gegenkultur, die Cyberkultur und die Rolle regionaler Netzwerke im digitalen Zeitalter
  • Filip Vukusa (Geschichte): (Re)Constructing Urban Medieval Social Networks: A Comparative Study of 14th Century Populations of Zadar and Rab
  • Anastasia Zaplatina (Geschichte): Venereal Diseases in the Red Army: moral standards, sexuality and gender order during 1941-1945
  • Oluwasinmisade Akin-Aina (Soziologie): Claiming ‘gray space’, re-framing rights: Citizenship, Securitization and Urban Refugees in Nairobi
  • Lisa Bonfert (Soziologie): Social positions and social change in transnational South-North migration
  • Priska Cimbal (Soziologie): Transformation von Handlungsräumen
  • Daniel Cuty Ninahualpa (Soziologie): A Gap in the Andes
  • Alice Farneti (Soziologie): Punitive approaches versus survivor-centered approaches to sexual violence in higher education: an ethnography of the Quebecer movement against sexual assault on campus
  • Ivan Logunov (Soziologie): Der herausfordernde Bruch mit Konversationskonventionen - Eine Untersuchung über den Flirt
  • Aziz Mensah (Soziologie):Work-life balance, health and gender disparities among working adults in western Europe and the US
  • Aristeidis Myriskos (Soziologie):From inclusice to equal european public spheres bringing the theories of Feminism and Agonistic Pluralism back in
  • Atefeh Ramsari (Soziologie): Comparative study of experiencing citizenship regimes of Syria and Iraq by Kurdish ethnic people
  • Abdul Rauf (Soziologie): Boundary (un)making by youth refugees in urban spaces
  • Miriam Kathleen Schütte (Soziologie): Der Einfluss internationaler Organisationen auf kindbezogene Policies in Rumänien
  • Matthias Weber (Soziologie): Polizei und Autorität. Eine soziologische Untersuchung über polizeiliche Wissensbestände von Autorität
Weitere Informationen zu den neuen Promovierenden an der BGHS und ihren Forschungsprojekten sowie zu allen Promovierenden unter:
http://www.uni-bielefeld.de/bghs/Personen/Promovierende/
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