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BGHS.AKTUELL

Bericht: Lund-York Konferenz

Veröffentlicht am 2. Juli 2019


Die Teilnehmer*innen der Konferenz. Foto: Greta Darkow

 Konferenz Lund York - Stimmen zur Konferenz

An der BGHS gibt es vielfältige Möglichkeiten des transnationelen Arbeitens. Ein Beispiel dafür ist die Konferenz Bielefeld-Lund-York, die dieses Jahr vom 11.-13. Juni stattfand. Worum es dabei geht und wie Teilnehmende die Konferenz erlebt haben, könnt ihr hier nachlesen.

Seit 2016 kooperieren das Department of History und die BGHS mit der National Graduate School of History an der Lund University, Schweden, und dem PhD Program in History an der University of York, Großbritannien, in der Doktorandenausbildung. Jedes Jahr findet eine gemeinsame Doktorandenkonferenz statt, die wiederum von den Partnerinstitutionen ausgerichtet wird.

Mit der Konferenz wollen die Partner Doktorand*innen beim Aufbau und Erhalt grenzüberschreitender Netzwerke unterstützen und die Kommunikation zwischen jungen Forschern in Europa fördern. Ziel der Konferenz ist es, die kurze und präzise mündliche Präsentation von Projekten auf Englisch zu üben.

Mehran Haji Mohammadian erzählt uns, wie er die Konferenz in Erinnerung hat:

"The conference was great! Absolutely! As a student of sociology, I was really excited by the numerous details that historians discussed. The doctoral projects that for at least three years focus on Medals, Intarsia or under the microscope in the seventeenth century! Research about sleep! Or Social Networks in an Early Modern Town. All of them! Before the conference, I had thought historians and sociologists do the same research. But not actually! We normally do not go into this level of details. Many thanks historians."

Auch Maja-Lisa Müller berichtet von positiven Eindrücken:

"The PhD-Conference Lund/York/Bielefeld has been an overall great experience. As a PhD student in the newly established study programme "Image Science and Art History" it was exciting to connect with other doctoral students in the field and learn about differences and similarities in academic culture. I have profited a lot from the exchange of ideas among the students as well as the valuable advice given by the professors and I'm looking forward to future projects with our partner universities Lund and York."

Und Anastasia Zaplatina ergänzt:

"The conference exceeded all my expectations. I have learned a lot from each panel and received a lot of inspiration from each presentation. In particular, I want to notice the workshop prepared by Dr. Chris Renwick which was dedicated to the interdisciplinary approach in social sciences. During the workshop we discussed the ongoing process of changing of borders between disciplines, the impact of interdisciplinary approach on publishing and searching for funding. I am very grateful to all the organizers and participants for the amazing experience."

Weitere Information:

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Annual Seminar 2019

Veröffentlicht am 1. Juli 2019
Annual Seminar der BGHS: 4-6 Juli 2019

Programm als PDF

In Zusammenarbeit zwischen der BGHS und dem SFB 1288 werden auf der dreitägigen Konferenz Forscher*innen des wissenschaftlichen Nachwuchses ihre Beiträge in einem interdisziplinären Umfeld vorstellen. Dabei geht es um die Konstruktionsweisen von "Race" und Rassismus im Zusammenhang mit der Entstehung wissenschaftlicher Disziplinen als auch mit komplexen Sets von Praktiken, Akteuren, Institutionen und Strukturen. In all dem versucht das diesjährige Annual Seminar, Praktiken des Vergleichens als Schwerpunkt von Rassenkonstruktion und Rassismus hervorzuheben.

Die Keynotes werden gegeben von Nikita Dhawan (Universität Gießen), Manuela Boatcă (Universität Freiburg) und Demetrius L. Eudell (Wesleyan University).

Ein weiterer Höhepunkt ist der vom SFB geförderte kulturelle Abend im Bunker Ulmenwall am Freitag um 19:30 Uhr: Diana Ejaita und Taiwo Jacob Ojudun nähern sich dem Thema der Tagung auf künstlerisch-kritische Weisen in Drucken, einer Performance und Video-Collage.

Keynotes:

Downloads:

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Lecture and debate: Daniel Graff

Veröffentlicht am 18. Juni 2019

 


Am 24. Juni 2019 um 18 Uhr c.t. findet im BGHS-Seminarraum (X-B2-103) eine "Public lecture and debate" mit Prof. Daniel Graff von der University of Notre Dame und Thomas Welskopp von der Universität Bielefeld statt. Das Thema der Veranstaltung lautet: "The Situation of Labor in the United States".

Daniel Graff ist Professor für Geschichtswissenschaft an der University of Notre Dame und forscht vor allem zur Geschichte der Arbeit, der Rasse und "citizenship". Dabei ist ihm die Vermittlung geschichtswissenschaftlicher Erkenntnisse an eine breite Öffentlichkeit ein besonderes Anliegen, das er mit Lunchtime Labor RAPS, Blogs und ähnlichen populären Formaten verfolgt.

Wir laden herzlich zur "Public lecture and debate" mit Daniel Graff und Thomas Welskopp und dem anschliessenden Umtrunk ein.

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Bericht: Tagung außeruniversitäre Karriere

Veröffentlicht am 18. Juni 2019


Begrüßung durch Ulf Ortmann (Projektkoordination) und Ursula Mense-Petermann (Direktion BGHS). Fotos: Hannah Grüneberg

Ein Leben nach der Uni ist möglich – aber wie genau kann das aussehen?

Unter dieser Fragestellung diskutierten am 27. Mai Geschichts- und Sozialwissenschaftler*innen aus öffentlichen Einrichtungen und privaten Betrieben mit uns an der BGHS über Anforderungen und Arbeitsbedingungen, die sich promovierten Beschäftigten außerhalb des wissenschaftlichen Universitätsdienstes stellen bzw. bieten.

In der BGHS zu Gast waren Historiker*innen und Soziolog*innen, die außerhalb der Uni arbeiten:

Fotos: Hannah Grüneberg

Insgesamt sieben Geschichts- und Sozialwissenschaftler*innen, die in verschiedensten Berufsfeldern tätig sind, präsentierten ihren Werdegang: Martin Griepentrog (Bundesagentur für Arbeit), Jochen Rath (Stadtarchiv und Landesgeschichtliche Bibliothek Bielefeld), Andreas Daniel (Deutsches Zentrum für Hochschul- und Wissenschaftsforschung), Andreas Marquet (Friedrich Ebert Stiftung), Miriam von Maydell (Verlag Barbara Budrich), Armando García Schmidt (Bertelsmann Stiftung) und Dirk Schlinkert (Kommunikationsagentur Birke und Partner).

Fotos: Hannah Grüneberg

Die Veranstaltung war Auftakt zum Projekt „Außeruniversitäre Karriere für Geistes- und Sozialwissenschaftler*innen“, das mit Beginn des Jahres 2019 an der BGHS gestartet ist.

Zwei Programme stehen im Zentrum des Projekts: Ab 2020 vergibt die BGHS 12 Kurzzeitstipendien für Praxisprojekte, die Promovierende aus Soziologie und Geschichtswissenschaft in Kooperation mit privaten oder öffentlichen außeruniversitären Einrichtungen durchführen. Zum anderen organisiert die BGHS für insgesamt zehn Promovierende ein Mentoring-Programm mit Mentor*innen aus außeruniversitären Einrichtungen.

Gegenseitig präsentierten sich die Promovierenden die Ergebnisse der Gesprächsrunden. Fotos: Hannah Grüneberg

Mehr Infos zu den Details des Projekts „Außeruniversitäre Karriere“:

Homepage

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PhD Conference: Lund-York-Bielefeld

Veröffentlicht am 6. Juni 2019

International PhD Conference in History Lund – York – Bielefeld 2019

Vom 11. - 13. Juni 2019 findet die International PhD Conference in History an der Universität Bielefeld statt. Im Rahmen der dreitägigen Konferenz präsentieren und diskutieren die Doktorand*innen der drei Universitäten ihre Forschungsprojekte im internationalen Kontext. Teil des Programms: Sechs spannende Panels, drei Workshops und eine Exkursion ins MARTA Herford.

Das komplette Programm zum Workshop findet Ihr hier:

Programm als PDF

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4th Interdisciplinary Dialogue

Veröffentlicht am 6. Juni 2019

4th Interdisciplinary Dialogue an der BGHS

Am Mittwoch, 3. Juli 2019, um 18 Uhr in X-B2-103 findet an der BGHS der vierte Interdisciplinary Dialogue statt. Das Thema lautet Tracing Racism: Insights from Postcolonial Studies, Global History, Gender Studies, and the Law. Am Vorabend des diesjährigen Annual Seminar zum Thema The Making of Mankind. Tracing Race and Racism stellen Wissenschaftlerinnen aus vier verschiedenen Fakultäten der Universität Bielefeld ihre jeweiligen Sichtweisen auf das Thema Rassismus vor und diskutieren sie miteinander und mit dem Publikum. Es diskutieren: Prof. Dr. Ulrike Davy (Rechtswissenschaft), Prof. Dr. Angelika Epple (Geschichtswissenschaft), Prof. Dr. Julia Roth (Amerikanistik) und Prof. Dr. Heidemarie Winkel (Soziologie). Moderieren wird Dr. Sabine Schäfer (BGHS).

Zum 4. Interdisciplinary Dialogue und dem anschließenden Umtrunk sind alle Interessierten herzlich eingeladen. Die Veranstaltung findet in englischer Sprache statt.

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Across the ocean - 10 Jahre Notre Dame Austausch

Veröffentlicht am 5. Juni 2019

Teilnehmer*innen und Organisator*innen 2019; Foto: Bettina Brandt, Stephan Fasold

Across the ocean – 10 Jahre Notre Dame Austausch

In diesem Jahr wird unser Kooperationsprojekt Notre Dame – Bielefeld 10 Jahre alt. Internationale Perspektiven auf Geschichtswissenschaft und Soziologie, Forschungsprojekte diskutieren und unterwegs sein in der „windy city“. All das macht unseren Austausch so besonders.

Vor diesem erfreulichen Jubiläum wollen wir auf spannende Austauschjahre zurückblicken, Konzepte des Workshops vorstellen - und sind natürlich neugierig: Wie war’s 2019?

Die Idee des Austauschs

Seit 2009 besteht zwischen dem Department of History der University of Notre Dame (USA), der Abteilung Geschichtswissenschaft der Universität Bielefeld und der BGHS ein Austausch unter Promovierenden. Jedes Jahr wird für die Geschichtswissenschaftler*innen und Soziolog*innen aus Bielefeld ein theorie- und methodenorientierter PhD-Workshop veranstaltet, der im jährlichen Wechsel an der Universität Notre Dame oder in der Universität Bielefeld stattfindet

Ziele des Workshops sind die internationale Vernetzung, transkulturelles Lernen und der intensive Austausch zwischen den Promovierenden und Wissenschaftler*innen beider Institutionen.

Was wird gemacht?

Im Zentrum des Workshops stehen die englischsprachigen Forschungspapiere, mit denen die Teilnehmer*innen ein Kapitel, einen methodisch interessanten Aspekt oder das analytische Design ihres Promotionsprojektes vorstellen. Bettina Brandt, wissenschaftliche Geschäftsführerin in der Abteilung Geschichtswissenschaft und Organisatorin des Workshops auf Bielefelder Seite, erklärt uns das Programm: „Die teilnehmenden Promovierenden beider Geschichtsdepartments und der BGHS tauschen ihre research paper aus, und jedes Papier erhält während des Workshops einen ausführlichen Kommentar durch eine*n Promovierende*n der Partnerinstitution. Erst dann folgt eine Plenardiskussion, in der auch erfahrene Wissenschaftler*innen aus Notre Dame und Bielefeld Rückmeldungen geben.“

So üben sich Promovierende zum einen in der Formulierung eines konstruktiven, fachlichen Feedbacks und erweitern außerdem ihr fachliches, englischsprachiges Ausdrucksvermögen sowohl mündlich als auch schriftlich. Bettina Brandt ergänzt: „Dabei lernen sie von den peers in Notre Dame nicht nur sprachlich, sondern auch im Hinblick auf andersartige narrative und argumentative Verfahren. Umgekehrt sorgt die Theorieorientierung der Bielefelder Promovierenden für intensive Diskussionen und neuartige Perspektiven.“

Wie das im Konkreten aussehen kann, hat Theresa Hornischer in diesem Jahr erlebt. Sie berichtet: „Interessant war für mich zu sehen, wie unsere amerikanischen Kolleg*innen als Historiker*innen arbeiten. Man bemerkte den Unterschied zwischen der theoretisch ausgelegten Universität Bielefeld und der amerikanischen katholischen Notre Dame University. Wir Bielefelder konnten alle einen analytischen Bezugsrahmen in unseren Projekten vorweisen – Theorie als wichtiges Handwerkszeug eines Historikers – die Doktoranden der Notre Dame University wussten eher mit der Art des „Geschichte Erzählens“ zu überzeugen.“

Between Skyscrapers, amish farmer’s lifes and Sandwiches – Der Austausch vom 5.-10. Mai 2019

Nach zwei dichten Tagen der Diskussion inmitten des Notre Damer Campuslebens gab es in diesem Jahr wieder ein abwechslungsreiches Rahmenprogramm für die Promovierenden. Besonders eindrucksvoll war die Exkursion nach Chicago mit einer Architecture Boat Tour und dem Besuch der Indiana Dunes. Theresa Hornischer erinnert sich gerne an dieses Highlight zurück: „Uns bot sich eine spektakuläre Skyline unterschiedlicher Baustile mit weltberühmten ausgefallenen Wolkenkratzern. Ein Weltmetropole direkt am Ufer des Lake Michigan gelegen; gerade diese Verbindung zwischen dem Element Wasser und den modernen Skyscrapern beeindruckten mich. Ich kann Frank Sinatra verstehen, dass er dieser „windy city“ ein Lied widmete und seine Liebe zu dieser Riesenstadt gestand.“

Gemeinsam fuhr die Gruppe in diesem Jahr auch zur historischen Stahly–Nissley–Kuhns Farm in Nappanee, Elkhart County, Indiana. Theresa erzählt uns dazu: „Ich konnte nicht nur etwas über das Farmerleben der Amish erfahren, das in einem absoluten Kontrast zur modernen Weltstadt Chicago steht, sondern mir wurde dort in dem wunderschönen verträumten Restaurant auch ein kulinarischer Leckerbissen geboten, fernab von Burger und Deep Dish Pizza: Ein getoastetes Käse Hühnchen Sandwich aus selbstgebackenem Brot mit Nüssen und Cranberrys – ein Gaumenschmaus!“

Viele Teilnehmer*innen schätzen das tolle Gruppengefühl des Austauschs und die gemeinsamen Erlebnisse. Theresa stimmt dem zu und zieht ihr persönliches Resümee: „Für mich war es eine unvergessliche, aufregende und schöne Zeit und die Gelegenheit, das erste Mal in die USA reisen zu können – und genau das schätze ich an der BGHS: die internationale Ausrichtung und Kooperationen, die uns als Doktoranden geboten werden. Ich bin dankbar, dabei gewesen sein zu dürfen.“

Und auch Bettina Brandt zeigte sich beeindruckt von der gastfreundlichen und inspirierenden Atmosphäre: „So wird das das Gespräch schon einmal beim Abendessen im Haus des dortigen Veranstaltungsleiters weitergeführt.“

Das, was als Idee vor 10 Jahren entwickelt wurde, wirkt also heute noch immer. Denn, so Bettina Brandt: „Das direkte Gespräch und die Erfahrung der unterschiedlichen akademischen, gesellschaftlichen und politischen Kulturen sind unersetzbar, und dass sie across the ocean möglich sind, ist eine Besonderheit.“

Teilnehmer*innen aus Bielefeld und ihre Themen in 2019:

  • Lena Gumpert, “Me, Myself and Jerome: Practices of Self-Comparing in the Twelfth Century”
  • Simon Siemianowski, “Like Father, like Son? Generational Succession in 15th and 16th Century Italian Family Book Writing”
  • Stephan Fasold, “Auctions as Practices of Property Valuation and Pricing in Great Britain and German Territories Between 1750 and 1870”
  • Julian Gärtner, “On ‘L’homme’ and ‘Race’: Comparing in Alexis de Tocqueville’s Political Anthropology”
  • Gladys Vásquez Zevallos, “Sovereignty and Representation of Space after Hispanoamerican Independence: The Congress of Panama (1826)”
  • Theresa Hornischer, “‘I am Nonsense’: Maneuver and Intervention Strategies of Female Intellectuals—A Case Study of Léo Wanner”
  • Daniele Toro, “The Complexity of Transnational Fascism: Empirical Challenges and Theoretical-Methodological Responses”

Weitere Infos:

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Tagung 27. Mai - Ein Leben nach der Uni

Veröffentlicht am 21. Mai 2019
Tagung am 27. Mai - Ein Leben nach der Uni ist möglich

Ein Leben nach der Uni ist möglich: Unter dieser Überschrift diskutieren Geistes- und Sozialwissenschaftler*innen aus verschiedenen öffentlichen Einrichtungen und privaten Betrieben mit uns am 27. Mai über Anforderungen und Arbeitsbedingungen, die sich promovierten Beschäftigten außerhalb des wissenschaftlichen Universitätsdienstes stellen bzw. bieten.

Thomas Welskopp, stellvertretender Direktor der BGHS, begrüßt Teilnehmende einer Veranstaltung zur außerakademischen Karriere im Frühjahr 2018. Foto: Thomas Abel

Wie bereits im Frühjahr 2018 haben wir an der BGHS Kolleg*innen aus außeruniversitären Organisationen zu Gast, die mit uns über Karrierewege für Geistes- und Sozialwissenschaftler*innen diskutieren.

Die Veranstaltung in diesem Jahr bietet neben dem Erfahrungsaustausch die Gelegenheit, mit den Kolleg*innen Kooperationen auszuloten: Sie ist der Auftakt zum BGHS-Programm „Außeruniversitäre Karriere für Geistes- und Sozialwissenschaftler*innen“, das Promovierenden und assoziierten Mitgliedern der BGHS in den nächsten zweieinhalb Jahren Mentoring mit Kolleg*innen in außeruniversitären Einrichtungen und Stipendien für außeruniversitäre „Praxisprojekte“ bietet.

Das Programm zum Workshop findet Ihr hier.

Komplettversion als PDF

Wir bitten um Anmeldungen an bghs@uni-bielefeld.de.

Projekt Außeruniversitäre Karriere: Homepage

Unsere neue Interview-Reihe: "Promovierende im Gespräch"

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#Teil 1 :: im Job :: in der BGHS :: im Gespräch

Veröffentlicht am 25. April 2019

Außeruniversitäre Karrieren #Teil 1

:: im Job :: in der BGHS :: im Gespräch

Viele Wege führen aus der BGHS. Aber wohin führen Wege nach der Promotion konkret? Wir sprechen im Sommersemester mit Promovierenden, die bereits während ihrer Zeit an der BGHS Berufserfahrungen außerhalb der Universität sammeln. Susanne Schultz hat mit uns über ihre Tätigkeit für die Bertelsmann Stiftung gesprochen.


Im Gespräch: Ulf Ortmann (Projektkoordinator) und Susanne Schultz (Promovierende der Soziologie) Foto: Hannah Grüneberg

Susanne, wo arbeitest Du jetzt bei der Bertelsmann Stiftung?

Susanne Schultz: Ich bin im Programmbereich "Integration und Bildung". Mit zwei jungen Wissenschaftler*innen, die mir zuarbeiten, mache ich eine Anforschung zum Thema "Migrationspartnerschaften und Afrika". Die Ergebnisse sollen einfließen in die Entwicklung eines Folgeprojekts innerhalb der Stiftung.

Wie sieht Deine Arbeit – Stand: jetzt – aus?

Susanne Schultz: Ich arbeite seit November 2018 bei der Stiftung und habe, zum Beispiel, letzten Monat ein Fachgespräch zu Migrationspartnerschaften organisiert: mit Wissenschaftler/innen sowie mit Vertreter*innen aus Zivilgesellschaft und politischen Institutionen. Zurzeit führen die beiden Wissenschaftler*innen eine Recherche zu Migrationspartnerschaften durch, und auf dieser Grundlage verfasse ich dann ein internes Papier, das Empfehlungen dazu gibt, wie die Stiftung zu diesem Thema tätig werden kann, etwa: Sollen wir Bildungssysteme vor Ort fördern? Oder eine spezifische Bildungsmigration unterstützen? Dieser Projektbeantragungsprozess: Das sind spannende und offene Diskussionen.

Was sind die wesentlichen Aufgaben, die Du bei der Arbeit hast?

Susanne Schultz: Es ist so, dass ich neben meiner Dissertation für die Stiftung zwei Tage in Gütersloh und ein paar Stunden in der Woche von zu Hause arbeite. In dieser Zeit bin ich neben der Verantwortlichkeit im Projektentwicklungsprozess zurzeit Teilnehmerin in einem Einführungsprogramm für neue Mitarbeitende in der Stiftung. Alle Abteilungen stellen sich dort vor. Interne Besprechungen wie mit dem zuständigen Vorstand habe ich natürlich auch. Für mich ist das eine neue Welt, in die ich komme: mit eigener Literatur, mit eigener Sprache und mit eigenen Akteuren, die alle tätig sind im Feld zwischen Wissenschaft und Politikberatung.


Eindrücke vom Arbeitsplatz Foto: Susanne Schultz

Welches Wissen und welche Kompetenzen bringst Du als Sozialwissenschaftlerin bei Deiner Arbeit ein?

Susanne Schultz: Das ist auf der einen Seite inhaltliches Wissen und ist auf der anderen Seite methodisches Wissen, das ich aus der Uni mitbringe, um, zum Beispiel, eine Studie zu konzipieren. Mich freut es, zu sehen, dass ich das Wissen, das ich mir über die Jahre angeeignet hab, auch bei dieser Arbeit nutzen kann – und das auch sehr geschätzt wird. Und ich versuche, meine Kontakte aus der Wissenschaft in meine Arbeit einzubinden.

Welche Tipps hast Du für Kolleg/innen, die in Deiner Branche einen Einstieg suchen?

Susanne Schultz: Es macht sicher Sinn, praktische Erfahrung zu sammeln. Aber es ist auch möglich, in einer Stiftung unterzukommen, wenn man bislang nur an der Uni gearbeitet hat. In diesem Fall ist es sinnvoll, verschiedene Tätigkeiten an der Schnittstelle zur Politik nachzuweisen: Workshops organisiert zu haben, an denen Politikvertreter*innen beteiligt waren, oder auch an anderen Orten als in wissenschaftlichen Journalen publiziert zu haben. Am Wichtigsten ist es natürlich, spezifisches Wissen für die Stelle mitzubringen.

Susanne, vielen Dank für das Gespräch!

Das komplette Gespräch als PDF findet ihr hier:

Komplettversion als PDF

 

Weiterführende Informationen zu dem Projekt "Außeruniversitäre Karriere":

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"How to doctorate"

Veröffentlicht am 17. April 2019

"How to doctorate" - Extra beim Welcome Day

Eine Diss schreiben: Wie geht das eigentlich? Wer bezahlt mir das? Und was ist, wenn ich ins Ausland will? Gerade am Anfang der Promotion stellen sich viele junge Wissenschaftler*innen solche Fragen. Und sie tauchen auch im weiteren Arbeitsprozess immer wieder auf. Wie gut, wenn es dann Expert*innen gibt, die helfen können.

Zur Beantwortung jener Fragen stellten am Mittwoch, 10. April, Vertreterinnen von drei Einrichtungen der Uni Bielefeld solche Unterstützungsangebote in der BGHS vor. Im Anschluss an den Welcome Day, bei dem zunächst die neuen BGHS-Promovierenden begrüßt wurden, gab Swantje Lahm vom Schreiblabor Einblicke in die Höhen und Tiefen des Schreibens einer Dissertation, die nicht nur das konkrete Formulieren von Texten betreffen, sondern den kompletten Entwicklungsprozess in der Promotionsphase umfassen. Annika Schmidtpeter vom Service Center für den wissenschaftlichen Nachwuchs informierte über unterschiedliche Stipendiengeber und gab Tipps für die Bewerbung. Und Karin Kruse vom International Office stellte Fördermöglichkeiten für kürzere und längere Auslandsaufenthalte während der Promotion vor.

Zum ersten Mal fand jene einrichtungsübergreifende Veranstaltung in der BGHS statt. Das große Interesse der Promovierenden, die dabei waren, vor allem jedoch die umfassenden, konkreten und kompetenten Informationen aus den verschiedenen Serviceeinrichtungen der Uni Bielefeld machen jetzt schon klar: Es war rundum gelungen. Und es war nicht das letzte Mal!

Wir bedanken uns bei:

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Welcome Day SoSe 2019

Veröffentlicht am 11. April 2019

Am Mittwoch, den 10. April, fand an der BGHS der Welcome Day im Sommersemester 2019 statt. Ursula Mense-Petermann, Direktorin der BGHS, begrüßte die neuen Promovierenden. Anschließend informierten Sabine Schäfer, akademische Geschäftsführerin der BGHS und Bettina Brandt (Wissenschaftliche Geschäftsführung der Schule für Historische Forschung) über die BGHS, die Fakultät für Soziologie und die Abteilung Geschichtswissenschaft. Darüber hinaus stellten sich die Doctoral Representatives und der Koordinator des Projekts "Außeruniversitäre Karriere für Geistes- und Sozialwissenschaftler/innen" Ulf Ortmann vor. Beim anschließenden Coffee Break in der BGHS-Lounge konnten alle Teilnehmenden miteinander ins Gespräch kommen und sich kennenlernen.

Oben: Akademische Geschäftsführerin der BGHS Sabine Schäfer; Links: Direktorin der BGHS: Ursula Mense-Petermann; Rechts: Wissenschaftliche Geschäftsführung der Schule für Historische Forschung Bettina Brandt

Die neuen Promovierenden an der BGHS

18 neue Promovierende haben zum Sommersemester 2019 an der BGHS mit ihren Dissertationsprojekten begonnen: Fünf Historikerinnen, ein Historiker, sechs Soziologinnen und sechs Soziologen.

Neue BGHS Promovierende und ihre Forschungsprojekte:

  • Paulina Sophie Gennermann (Geschichte): Die unsichtbare Industrie der Aroma- und Duftstoffe zwischen Innovation und Regulierung
  • Anna Grotegut (Geschichte):Besteuerung von städtischen Immobilien. Bewertungs- und Vergleichspraktiken in Deutschland und Großbritannien 1870–1950
  • Olga Olkheft (Geschichte): Re-conception of Russian Avant-Garde art in the context of Cultural Cold War (1960s - 1980s)
  • Helene Schlicht (Geschichte): „California Dreamin'“. Die Gegenkultur, die Cyberkultur und die Rolle regionaler Netzwerke im digitalen Zeitalter
  • Filip Vukusa (Geschichte): (Re)Constructing Urban Medieval Social Networks: A Comparative Study of 14th Century Populations of Zadar and Rab
  • Anastasia Zaplatina (Geschichte): Venereal Diseases in the Red Army: moral standards, sexuality and gender order during 1941-1945
  • Oluwasinmisade Akin-Aina (Soziologie): Claiming ‘gray space’, re-framing rights: Citizenship, Securitization and Urban Refugees in Nairobi
  • Lisa Bonfert (Soziologie): Social positions and social change in transnational South-North migration
  • Priska Cimbal (Soziologie): Transformation von Handlungsräumen
  • Daniel Cuty Ninahualpa (Soziologie): A Gap in the Andes
  • Alice Farneti (Soziologie): Punitive approaches versus survivor-centered approaches to sexual violence in higher education: an ethnography of the Quebecer movement against sexual assault on campus
  • Ivan Logunov (Soziologie): Der herausfordernde Bruch mit Konversationskonventionen - Eine Untersuchung über den Flirt
  • Aziz Mensah (Soziologie):Work-life balance, health and gender disparities among working adults in western Europe and the US
  • Aristeidis Myriskos (Soziologie):From inclusice to equal european public spheres bringing the theories of Feminism and Agonistic Pluralism back in
  • Atefeh Ramsari (Soziologie): Comparative study of experiencing citizenship regimes of Syria and Iraq by Kurdish ethnic people
  • Abdul Rauf (Soziologie): Boundary (un)making by youth refugees in urban spaces
  • Miriam Kathleen Schütte (Soziologie): Der Einfluss internationaler Organisationen auf kindbezogene Policies in Rumänien
  • Matthias Weber (Soziologie): Polizei und Autorität. Eine soziologische Untersuchung über polizeiliche Wissensbestände von Autorität
Weitere Informationen zu den neuen Promovierenden an der BGHS und ihren Forschungsprojekten sowie zu allen Promovierenden unter:
http://www.uni-bielefeld.de/bghs/Personen/Promovierende/
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Linie 4 Vortrag und Ausstellung

Veröffentlicht am 26. März 2019
Update vom 04. April 2019:

Am 2. April 2019 hat der Vortrag "Der Tag der Weißen Bänder – Grenzübergreifendes Gedenken an den Genozid in Prijedor (Bosnien-Herzegowina)" von Johanna Paul stattgefunden. Nach einer Anmoderation von Daniele Toro, hat die Künstlerin Anita Zečić kurz über ihre Ausstellung und ihre eigenen Erlebnisse in Bezug auf den Genozid gesprochen. Anschließend hatten die Gäste die Möglichkeit, unter der Leitung von Frau Zečić, die Ausstellung zu besichtigen. Darauf aufbauend präsentierte Johanna Paul ihren Vortrag. Der Abend fand seinen Abschluss mit einer anregenden Diskussion.

Von links nach rechts: Künstlerin Anita Zečić und Moderator Daniele Toro, die Kunstaustellung von Außen und Innen, sowie Vortragende Johanna Paul

Die Veranstaltungsreihe Linie 4 hat am 19. März 2019 begonnen und bietet noch bis zum 25. Juni 2019 Vorträge von Mitgliedern der der Bielefeld Graduate School in History and Sociology (BGHS). Im nächsten Vortrag, am 07. Mai, spricht Zeynep Demir über das Thema „Psychische Gesundheit von jungen Geflüchteten in der (Post)migrationsgesellschaft“.

Eingeladen sind alle Interessierten, auch ohne Vorkenntnisse. Der Eintritt ist frei.

Weitere Informationen zur Veranstaltungsreihe:
http://www.uni-bielefeld.de/bghs/Public_Science/Linie_4/index.html

Original vom 26. März 2019:

Am 2. April findet von 13.00 bis 20.00 Uhr im Ravensberger Park vor der Volkshochschule Bielefeld eine Ausstellung des wandernden Mahnmals "Prijedor '92" der Künstlerin Anita Zečić statt. Die Installation ist allen zivilen Opfern Prijedors während des Krieges in Bosnien-Herzegowina (1992–95) gewidmet. Trotz langjährigen Kampfes gibt es bis heute kein Denkmal in Prijedor. Die Kunstaktion unterstützt die Forderung der Überlebenden und stellt einen ersten Schritt hin zu einem dauerhaften Denkmal dar. Zweck der Installation ist die Vermittlung von Angstgefühl in geschlossenen Räumen und des Gefühls der Unfähigkeit entfliehen zu können. Dies ist nur ein Bruchteil von Gefühlen, die Gefangene der Konzentrationslager erleben mussten.

Die Ausstellung begleitet den Vortrag der Soziologin Johanna Paul zum Thema "Der Tag der Weißen Bänder – Grenzübergreifendes Gedenken an den Genozid in Prijedor (Bosnien-Herzegowina)", der im Rahmen der Veranstaltungsreihe Linie 4 "Vom Umgang mit Diskriminierung: Neues aus der historischen und sozialwissenschaftlichen Forschung" am selbigen Abend von 18.00 bis 20.00 in der vhs stattfindet.

Gesendet von MChrist in Allgemein

Linie 4 - Eröffnung und Ausblick

Veröffentlicht am 25. März 2019


Linie 4 - Eröffnung und Ausblick

"Vom Umgang mit Diskriminierung: Neues aus der historischen und sozialwissenschaftlichen Forschung", unter diesem Titel wurde am 19.03. die Vortragsreihe Linie 4 in der VHS eröffnet.

Malika Mansouri gestaltete den Auftakt der Reihe mit ihrem Vortrag zum Thema "50 Jahre UN-Antirassismuskonvention" . Der gut besuchte Vortrag lud mit spannendem Input zu Diskussion und Nachfragen ein.

Wir haben mit Malika über ihren Vortrag gesprochen.

Malika, wie war die Veranstaltung für dich?

MM: Es war auf jeden Fall eine positive und lohnenswerte Erfahrung. Ich fand die Fragen und die Diskussion im Anschluss sehr interessant und fruchtbar. Man merkte, dass die Teilnehmenden sehr interessiert und reflektiert mit dem Thema umgehen. Das ist ja bekanntlich nicht immer der Fall bei dieser Thematik.

Was hat dir an dem Format besonders viel Freude bereitet?

MM: Ich war überrascht, dass einige Teilnehmende aus entfernteren Städten extra angereist sind. Das zeigt vielleicht, wie wichtig es ist und wie selten solche Themen - also Rassimus aus einer rechtskritischen Perspektive - thematisiert werden. Um so wichtiger, dass die BGHS gemeinsam für die VHS ein Forum dafür bietet.


Am 02. April hält Johanna Paul ihren Vortrag zum Thema "Der Tag der Weißen Bänder - Grenzübergreifendes Gedenken an den Genozid in Prijedor (Bosnien-Herzegowina)"

Alle Termine und Beschreibungen der Veranstaltungen finden sie hier: Linie 4

Gesendet von HGrüneberg in Allgemein

Linie 4 - Start der Veranstaltungen

Veröffentlicht am 6. März 2019


Linie 4 - Start der Veranstaltungen

"Vom Umgang mit Diskriminierung: Neues aus der historischen und sozialwissenschaftlichen Forschung", unter diesem Titel werden vom 19.03. - 25.06. BGHS-Mitglieder ihre aktuellen Forschungsprojekte in der VHS öffentlich vorstellen. Mit der Vortragsreihe Linie 4 wird Nachwuchsforschung einem breiten Publikum zugänglich und in konkreten Beispielen anschaulich gemacht. Darüber hinaus wird die Vielfalt an Forschungsprojekten sichtbar, die von Doktorand*innen an der BGHS bearbeitet wird

Alle Termine und Beschreibungen der Veranstaltungen findet ihr hier: Linie 4

Am 19.03 eröffnet Malika Mansouri die Reihe mit ihrem Vortrag zum Thema "50 Jahre UN-Antirassismuskonvention"

 


Die Vortragenden und Organisator*innen der Linie 4 Veranstaltundsreihe 2019 von links nach rechts: Lasse Bjoern Lassen, Malika Mansouri, Carla Thiele, Anja Henkel, Daniele Toro(fehlt: Johanna Paul) Foto: Hannah Grüneberg

 

Mit Daniele Toro , dem Koordinator der diesjährigen Reihe, haben wir über die Hintergründe der Reihe gesprochen.

Wie seid ihr auf das Thema gekommen?

Die vierte Vortragsreihe der Linie4 wurde zunächst ohne ein gezieltes Oberthema ausgeschrieben. Das Oberthema für die Vorlesungsreihe ergab sich dann de facto von selbst als deutlicher gemeinsamer Nenner zwischen den sechs Vorträgen. Dass alle sechs Vorträge und Referent*innen einen klaren Bezug zu Diskriminierung in den eigenen Beiträgen und Forschungsthemen hatten, und dass dieses ohne Vorankündigung auftauchte, zeigte uns ein deutliches fachliches Interesse. Eine öffentliche Relevanz des Themas „Diskriminierung“ durch fachgestützte Expertise anzusprechen, schien uns daher als bedeutend.

Wie spiegelt sich das Oberthema in den einzelnen Vorträgen wider?

Einige Referent*innen beziehen sich bereits vom Vortragstitel ausgehend auf den Umgang mit Diskriminierung als Schwerpunkt der eigenen Vorlesung. Andere nehmen demgegenüber das Oberthema als Leitfaden, um daraus bedeutende Fallbeispiele aus der eigenen Forschung zu thematisieren. Andere noch werden erst im Laufe der Lektüre den engeren Bezug zum Thema ausdrücklicher offenlegen.

Was ist für als Organisator das Besondere an der Veranstaltungsreihe? Worauf freust du dich dabei?

Ich bin auf den Austausch mit dem Publikum sehr gespannt! Die Linie 4 hat sich bereits seit ihrer Gründung vor einigen Jahren – und schon von ihrem Namen her – als Austauschbühne verstanden, um fachliche Expertise der Zivilgesellschaft zur Verfügung zu stellen. Das heißt dennoch nicht nur reine Vermittlung, sondern auch offener Austausch mit einem nichtakademischen Publikum. Das fordert die Referent*innen sowohl in ihrer Kommunikationsfähigkeit als auch in ihrer Rolle als Fachexpert*innen heraus, weil es eine echte Kunst ist, ein komplexes Phänomen so präzise und klar zu behandeln, dass sich auch Nichtspezialist*innen an der Diskussion beteiligen können. Dafür reicht nicht nur aus, ein Thema sprachlich und fachlich zu beherrschen. Es muss vielmehr auch weit über die eigenen Erfahrungs- und disziplinären Grenzen hinausgeschaut werden. Angesichts der breiten thematischen Spannbreite der sechs Vorträge freue ich mich über die Diskussion daher schon sehr.

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InterDisciplines - Resümee eines Dialogs

Veröffentlicht am 4. März 2019

:: InterDisciplines - Resümee eines Dialogs ::

Seit 2010 steht die InterDisciplines für eine tragende Säule der BGHS, den interdisziplinären und internationalen Austausch zwischen Sozial- und Geschichtswissenschaften. Nach 17 erfolgreichen Ausgaben schlägt nun die vorerst letzte Ausgabe 2/2018 "Social History – Historical Sociology: On Interdisciplinary Research" den Bogen zurück zu den Anfängen dieser Idee.

Die aktuelle Ausgabe enthält spannende Beiträge von Agnes Piekacz, Chris Thornhill, Felix M. Bathon, Heidemarie Winkel, Laura Benítez Cojulún und Sebastian M. Schlerka.

Mit dem Ende der Finanzierung durch die Exzellenzinitiative wird die redaktionelle Arbeit mit Erscheinen des letzten Heftes eingestellt.

Deshalb haben wir Bilanz gezogen und freuen uns, mit Prof. Dr. Thomas Welskopp und Sebastian Schlerka einen Blick in Geschichte und Gegenwart der InterDisciplines zu werfen.

Links: Sebastian M. Schlerka.
Rechts: Prof. Dr. Thomas Welskopp. Foto: Hannah Grüneberg

"Eine echte Fachzeitschrift und keine Hauspostille der BGHS."

Thomas Welskopp ist stellvertretender Direktor der BGHS und Professor des Arbeitsbereichs Geschichte moderner Gesellschaften (18.-20.Jh.). Seit der ersten Ausgabe ist er Herausgeber der InterDisciplines.

Thomas, wie kam es zu der Idee, eine Zeitschrift zu publizieren?

TW : "Wir hatten die Absicht, die BGHS als einen innovativen Forschungskontext auszuweisen, den Ergebnissen der Promovierenden schon vor Abschluss ihrer Dissertationen ein Forum zu bieten, das in der Fachwelt auch wirklich wahrgenommen und anerkannt ist und ein Experimentierfeld für interdisziplinäre Debatten zu schaffen, das die Forschung in allen beteiligten Disziplinen bereichert und in der internationalen Research Community eine Stimme hat."

Was ist das Konzept der InterDisciplines?

TW : Die oben genannten Ziele ließen sich unseres Erachtens am besten mit einem gut gemachten online-Journal erreichen (obwohl es in begrenztem Maße auch Druckausgaben gab). Die Hauptkriterien der Interdisziplinarität und Internationalität wurden mit Themenheften, deren Fragestellung für alle Disziplinen interessant waren, und mit der Öffnung für Beiträge umgesetzt, die von Externen sowie aus allen akademischen Karrierestufen stammten.

Wie funktioniert Qualitätssicherung bei den InterDisciplines?

TW : Die InterDisciplines sollten eine echte Fachzeitschrift sein, keine Hauspostille der BGHS und mehr als eine „graue“ Working Paper Series für Doktorandinnen und Doktoranden. Daher haben wir ein aufwändiges Verfahren der Qualitätssicherung installiert, mit einem zweistufigen Peer Review-Prozess (double blind) und einem professionellen (vor allem fremdsprachigen) Lektorat.

Was hat dir besonders viel Freude gemacht?

TW: Die InterDisciplines waren ein spannendes intellektuelles Projekt, bei dem viele interessante Diskussionen über Disziplingrenzen tatsächlich stattgefunden haben. Die Zusammenarbeit der Herausgeberinnen und Herausgeber, vor allem auch mit Kathleen Thelen und Peter Jelavich, war ebenfalls erfreulich, genauso wie das Engagement unserer Gutachterinnen und Gutachter. Das Erscheinen jeden Heftes war ein freudiges Ereignis. Und um ganz ehrlich zu sein, hat mir die Motivauswahl für die Cover richtig Spaß gemacht.

"Es ist spannend, den Prozess einer Publikation mitzuerleben"

Als ein wertvolles und nachhaltiges Bindeglied zwischen verschiedenen Angeboten und Initiativen der BGHS ermöglichte die InterDisciplines es Promovierenden, sich sowohl als Autor*in als auch als Gastherausgeber*in auszuprobieren.

Sebastian M. Schlerka promoviert in der BGHS unter dem Arbeitstitel „Mehr als Säkularismus. Islam und Muslime in den Debatten des Deutschen Bundestags“ und arbeitete als Gastherausgeber der aktuellen InterDisciplines.

Sebastian, wie ist es dazu gekommen, dass du als Gastherausgeber gearbeitet hast?

SMS: Ich war im Jahr 2017 Teil des Organisationsteams für das Annual Seminar; dort hatte ich schon recht früh Interesse angemeldet, bei der Publikation einiger Beiträge mitzuwirken, was bisher immer in der InterDisciplines geschehen ist.

Wie war diese Erfahrung für dich?

SMS: Arbeitsam, aber spannend. Natürlich war es einiges an Arbeit, gerade auch weil ich ja selber einen Artikel im Heft publiziert habe, der mehrfach überarbeitet werden musste und ich es für die Diss gerade zu der Zeit noch mit einer nicht ganz einfach zu interpretierenden Quelle zu tun hatte. Nichtsdestotrotz fand ich es spannend, den Prozess einer Zeitschriftenpublikation einmal aus erster Hand mitzuerleben, von der Fertigstellung des Calls über die Gutachter*Innensuche und Auswahl der Beiträge bis hin zur Publikation der Ausgabe.

Was hat dich an dem Thema der aktuellen Ausgabe interessiert?

SMS: Schon seit meinem Bachelorstudium beider Fächer, Soziologie und Geschichte, empfand ich eine große Nähe zwischen beiden Fächern und habe entsprechend auch bereits in meiner Bachelorarbeit interdisziplinär gearbeitet. Darin ging es um die Auseinandersetzungen innerhalb des republikanischen Lagers im spanischen Bürgerkrieg aus Bourdieuscher Perspektive. Insgesamt denke ich, dass beide Disziplinen mit ihrem gemeinsamen Gegenstand - menschlichen Gesellschaften, die "geworden und immer im Werden" (Norbert Elias) sind - von einer Zusammenarbeit nur profitieren können.

Einmal Zahlen bitte!

Neben der BGHS-internen Arbeit an der Zeitschrift stellt sich die Frage, welche Reichweite die InterDisciplines erreichen konnte. Die Daten zur Rezeption weisen dabei auf einen hohen Nutzen hin. So wurden 2017 ca. 35.000 unterschiedliche Besucher*innen auf der Homepage mit insgesamt etwa 437.000 Zugriffen registriert. Dabei generiert eine neue Ausgabe mehr Zugriffe. Beispielsweise stieg im November 2017 bei der Publikation der Ausgabe „Postcolonialism and China“ die Zahl der Zugriffe von 37.000 auf 61.000 an.

Die Top-3 Artikel:

Die Auswertung basiert auf OJS-Views und AWStats von 2010-2018

Die BGHS bedankt sich für die langjährige Zusammenarbeit bei allen Herausgeber*innen, Sandra Lustig (Lektorat), Anne Ware (Layout), Melanie Eulitz (Editorial Manager) und Thomas Abel (Covergestaltung. Außerdem geht ein Dank an alle Gastherausgeber*innen und Gutachter*innen sowie an alle Editorial Assistants.

Gerne bleiben wir im Austausch zu möglichen Perspektiven und würden uns freuen, wenn der Dialog fortgeführt werden kann.

Die neue InterDisciplines-Homepage:
http://www.inter-disciplines.org/

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