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BGHS.AKTUELL - Kategorie Allgemein

Linie 4 Vortrag und Ausstellung

Veröffentlicht am 26. März 2019
Update vom 04. April 2019:

Am 2. April 2019 hat der Vortrag "Der Tag der Weißen Bänder – Grenzübergreifendes Gedenken an den Genozid in Prijedor (Bosnien-Herzegowina)" von Johanna Paul stattgefunden. Nach einer Anmoderation von Daniele Toro, hat die Künstlerin Anita Zečić kurz über ihre Ausstellung und ihre eigenen Erlebnisse in Bezug auf den Genozid gesprochen. Anschließend hatten die Gäste die Möglichkeit, unter der Leitung von Frau Zečić, die Ausstellung zu besichtigen. Darauf aufbauend präsentierte Johanna Paul ihren Vortrag. Der Abend fand seinen Abschluss mit einer anregenden Diskussion.

Von links nach rechts: Künstlerin Anita Zečić und Moderator Daniele Toro, die Kunstaustellung von Außen und Innen, sowie Vortragende Johanna Paul

Die Veranstaltungsreihe Linie 4 hat am 19. März 2019 begonnen und bietet noch bis zum 25. Juni 2019 Vorträge von Mitgliedern der der Bielefeld Graduate School in History and Sociology (BGHS). Im nächsten Vortrag, am 07. Mai, spricht Zeynep Demir über das Thema „Psychische Gesundheit von jungen Geflüchteten in der (Post)migrationsgesellschaft“.

Eingeladen sind alle Interessierten, auch ohne Vorkenntnisse. Der Eintritt ist frei.

Weitere Informationen zur Veranstaltungsreihe:
http://www.uni-bielefeld.de/bghs/Public_Science/Linie_4/index.html

Original vom 26. März 2019:

Am 2. April findet von 13.00 bis 20.00 Uhr im Ravensberger Park vor der Volkshochschule Bielefeld eine Ausstellung des wandernden Mahnmals "Prijedor '92" der Künstlerin Anita Zečić statt. Die Installation ist allen zivilen Opfern Prijedors während des Krieges in Bosnien-Herzegowina (1992–95) gewidmet. Trotz langjährigen Kampfes gibt es bis heute kein Denkmal in Prijedor. Die Kunstaktion unterstützt die Forderung der Überlebenden und stellt einen ersten Schritt hin zu einem dauerhaften Denkmal dar. Zweck der Installation ist die Vermittlung von Angstgefühl in geschlossenen Räumen und des Gefühls der Unfähigkeit entfliehen zu können. Dies ist nur ein Bruchteil von Gefühlen, die Gefangene der Konzentrationslager erleben mussten.

Die Ausstellung begleitet den Vortrag der Soziologin Johanna Paul zum Thema "Der Tag der Weißen Bänder – Grenzübergreifendes Gedenken an den Genozid in Prijedor (Bosnien-Herzegowina)", der im Rahmen der Veranstaltungsreihe Linie 4 "Vom Umgang mit Diskriminierung: Neues aus der historischen und sozialwissenschaftlichen Forschung" am selbigen Abend von 18.00 bis 20.00 in der vhs stattfindet.

Gesendet von MChrist in Allgemein

Linie 4 - Eröffnung und Ausblick

Veröffentlicht am 25. März 2019


Linie 4 - Eröffnung und Ausblick

"Vom Umgang mit Diskriminierung: Neues aus der historischen und sozialwissenschaftlichen Forschung", unter diesem Titel wurde am 19.03. die Vortragsreihe Linie 4 in der VHS eröffnet.

Malika Mansouri gestaltete den Auftakt der Reihe mit ihrem Vortrag zum Thema "50 Jahre UN-Antirassismuskonvention" . Der gut besuchte Vortrag lud mit spannendem Input zu Diskussion und Nachfragen ein.

Wir haben mit Malika über ihren Vortrag gesprochen.

Malika, wie war die Veranstaltung für dich?

MM: Es war auf jeden Fall eine positive und lohnenswerte Erfahrung. Ich fand die Fragen und die Diskussion im Anschluss sehr interessant und fruchtbar. Man merkte, dass die Teilnehmenden sehr interessiert und reflektiert mit dem Thema umgehen. Das ist ja bekanntlich nicht immer der Fall bei dieser Thematik.

Was hat dir an dem Format besonders viel Freude bereitet?

MM: Ich war überrascht, dass einige Teilnehmende aus entfernteren Städten extra angereist sind. Das zeigt vielleicht, wie wichtig es ist und wie selten solche Themen - also Rassimus aus einer rechtskritischen Perspektive - thematisiert werden. Um so wichtiger, dass die BGHS gemeinsam für die VHS ein Forum dafür bietet.


Am 02. April hält Johanna Paul ihren Vortrag zum Thema "Der Tag der Weißen Bänder - Grenzübergreifendes Gedenken an den Genozid in Prijedor (Bosnien-Herzegowina)"

Alle Termine und Beschreibungen der Veranstaltungen finden sie hier: Linie 4

Gesendet von HGrüneberg in Allgemein

Linie 4 - Start der Veranstaltungen

Veröffentlicht am 6. März 2019


Linie 4 - Start der Veranstaltungen

"Vom Umgang mit Diskriminierung: Neues aus der historischen und sozialwissenschaftlichen Forschung", unter diesem Titel werden vom 19.03. - 25.06. BGHS-Mitglieder ihre aktuellen Forschungsprojekte in der VHS öffentlich vorstellen. Mit der Vortragsreihe Linie 4 wird Nachwuchsforschung einem breiten Publikum zugänglich und in konkreten Beispielen anschaulich gemacht. Darüber hinaus wird die Vielfalt an Forschungsprojekten sichtbar, die von Doktorand*innen an der BGHS bearbeitet wird

Alle Termine und Beschreibungen der Veranstaltungen findet ihr hier: Linie 4

Am 19.03 eröffnet Malika Mansouri die Reihe mit ihrem Vortrag zum Thema "50 Jahre UN-Antirassismuskonvention"

 


Die Vortragenden und Organisator*innen der Linie 4 Veranstaltundsreihe 2019 von links nach rechts: Lasse Bjoern Lassen, Malika Mansouri, Carla Thiele, Anja Henkel, Daniele Toro(fehlt: Johanna Paul) Foto: Hannah Grüneberg

 

Mit Daniele Toro , dem Koordinator der diesjährigen Reihe, haben wir über die Hintergründe der Reihe gesprochen.

Wie seid ihr auf das Thema gekommen?

Die vierte Vortragsreihe der Linie4 wurde zunächst ohne ein gezieltes Oberthema ausgeschrieben. Das Oberthema für die Vorlesungsreihe ergab sich dann de facto von selbst als deutlicher gemeinsamer Nenner zwischen den sechs Vorträgen. Dass alle sechs Vorträge und Referent*innen einen klaren Bezug zu Diskriminierung in den eigenen Beiträgen und Forschungsthemen hatten, und dass dieses ohne Vorankündigung auftauchte, zeigte uns ein deutliches fachliches Interesse. Eine öffentliche Relevanz des Themas „Diskriminierung“ durch fachgestützte Expertise anzusprechen, schien uns daher als bedeutend.

Wie spiegelt sich das Oberthema in den einzelnen Vorträgen wider?

Einige Referent*innen beziehen sich bereits vom Vortragstitel ausgehend auf den Umgang mit Diskriminierung als Schwerpunkt der eigenen Vorlesung. Andere nehmen demgegenüber das Oberthema als Leitfaden, um daraus bedeutende Fallbeispiele aus der eigenen Forschung zu thematisieren. Andere noch werden erst im Laufe der Lektüre den engeren Bezug zum Thema ausdrücklicher offenlegen.

Was ist für als Organisator das Besondere an der Veranstaltungsreihe? Worauf freust du dich dabei?

Ich bin auf den Austausch mit dem Publikum sehr gespannt! Die Linie 4 hat sich bereits seit ihrer Gründung vor einigen Jahren – und schon von ihrem Namen her – als Austauschbühne verstanden, um fachliche Expertise der Zivilgesellschaft zur Verfügung zu stellen. Das heißt dennoch nicht nur reine Vermittlung, sondern auch offener Austausch mit einem nichtakademischen Publikum. Das fordert die Referent*innen sowohl in ihrer Kommunikationsfähigkeit als auch in ihrer Rolle als Fachexpert*innen heraus, weil es eine echte Kunst ist, ein komplexes Phänomen so präzise und klar zu behandeln, dass sich auch Nichtspezialist*innen an der Diskussion beteiligen können. Dafür reicht nicht nur aus, ein Thema sprachlich und fachlich zu beherrschen. Es muss vielmehr auch weit über die eigenen Erfahrungs- und disziplinären Grenzen hinausgeschaut werden. Angesichts der breiten thematischen Spannbreite der sechs Vorträge freue ich mich über die Diskussion daher schon sehr.

Gesendet von HGrüneberg in Allgemein

InterDisciplines - Resümee eines Dialogs

Veröffentlicht am 4. März 2019

InterDisciplines - Resümee eines Dialogs

Seit 2010 steht die InterDisciplines für eine tragende Säule der BGHS, den interdisziplinären und internationalen Austausch zwischen Sozial- und Geschichtswissenschaften. Nach 17 erfolgreichen Ausgaben schlägt nun die vorerst letzte Ausgabe 2/2018 "Social History – Historical Sociology: On Interdisciplinary Research" den Bogen zurück zu den Anfängen dieser Idee.

Die aktuelle Ausgabe enthält spannende Beiträge von Agnes Piekacz, Chris Thornhill, Felix M. Bathon, Heidemarie Winkel, Laura Benítez Cojulún und Sebastian M. Schlerka.

Mit dem Ende der Finanzierung durch die Exzellenzinitiative wird die redaktionelle Arbeit mit Erscheinen des letzten Heftes eingestellt.

Deshalb haben wir Bilanz gezogen und freuen uns, mit Prof. Dr. Thomas Welskopp und Sebastian Schlerka einen Blick in Geschichte und Gegenwart der InterDisciplines zu werfen.

 

Links: Sebastian M. Schlerka.
Rechts: Prof. Dr. Thomas Welskopp. Foto: Hannah Grüneberg

 

"Eine echte Fachzeitschrift und keine Hauspostille der BGHS."

Thomas Welskopp ist stellvertretender Direktor der BGHS und Professor des Arbeitsbereichs Geschichte moderner Gesellschaften (18.-20.Jh.). Seit der ersten Ausgabe ist er Herausgeber der InterDisciplines.

Thomas, wie kam es zu der Idee, eine Zeitschrift zu publizieren?

TW : "Wir hatten die Absicht, die BGHS als einen innovativen Forschungskontext auszuweisen, den Ergebnissen der Promovierenden schon vor Abschluss ihrer Dissertationen ein Forum zu bieten, das in der Fachwelt auch wirklich wahrgenommen und anerkannt ist und ein Experimentierfeld für interdisziplinäre Debatten zu schaffen, das die Forschung in allen beteiligten Disziplinen bereichert und in der internationalen Research Community eine Stimme hat."

Was ist das Konzept der InterDisciplines?

TW : Die oben genannten Ziele ließen sich unseres Erachtens am besten mit einem gut gemachten online-Journal erreichen (obwohl es in begrenztem Maße auch Druckausgaben gab). Die Hauptkriterien der Interdisziplinarität und Internationalität wurden mit Themenheften, deren Fragestellung für alle Disziplinen interessant waren, und mit der Öffnung für Beiträge umgesetzt, die von Externen sowie aus allen akademischen Karrierestufen stammten.

Wie funktioniert Qualitätssicherung bei den InterDisciplines?

TW : Die InterDisciplines sollten eine echte Fachzeitschrift sein, keine Hauspostille der BGHS und mehr als eine „graue“ Working Paper Series für Doktorandinnen und Doktoranden. Daher haben wir ein aufwändiges Verfahren der Qualitätssicherung installiert, mit einem zweistufigen Peer Review-Prozess (double blind) und einem professionellen (vor allem fremdsprachigen) Lektorat.

Was hat dir besonders viel Freude gemacht?

TW: Die InterDisciplines waren ein spannendes intellektuelles Projekt, bei dem viele interessante Diskussionen über Disziplingrenzen tatsächlich stattgefunden haben. Die Zusammenarbeit der Herausgeberinnen und Herausgeber, vor allem auch mit Kathleen Thelen und Peter Jelavich, war ebenfalls erfreulich, genauso wie das Engagement unserer Gutachterinnen und Gutachter. Das Erscheinen jeden Heftes war ein freudiges Ereignis. Und um ganz ehrlich zu sein, hat mir die Motivauswahl für die Cover richtig Spaß gemacht.

"Es ist spannend, den Prozess einer Publikation mitzuerleben"

Als ein wertvolles und nachhaltiges Bindeglied zwischen verschiedenen Angeboten und Initiativen der BGHS ermöglichte die InterDisciplines es Promovierenden, sich sowohl als Autor*in als auch als Gastherausgeber*in auszuprobieren.

Sebastian M. Schlerka promoviert in der BGHS unter dem Arbeitstitel „Mehr als Säkularismus. Islam und Muslime in den Debatten des Deutschen Bundestags“ und arbeitete als Gastherausgeber der aktuellen InterDisciplines.

Sebastian, wie ist es dazu gekommen, dass du als Gastherausgeber gearbeitet hast?

SMS: Ich war im Jahr 2017 Teil des Organisationsteams für das Annual Seminar; dort hatte ich schon recht früh Interesse angemeldet, bei der Publikation einiger Beiträge mitzuwirken, was bisher immer in der InterDisciplines geschehen ist.

Wie war diese Erfahrung für dich?

SMS: Arbeitsam, aber spannend. Natürlich war es einiges an Arbeit, gerade auch weil ich ja selber einen Artikel im Heft publiziert habe, der mehrfach überarbeitet werden musste und ich es für die Diss gerade zu der Zeit noch mit einer nicht ganz einfach zu interpretierenden Quelle zu tun hatte. Nichtsdestotrotz fand ich es spannend, den Prozess einer Zeitschriftenpublikation einmal aus erster Hand mitzuerleben, von der Fertigstellung des Calls über die Gutachter*Innensuche und Auswahl der Beiträge bis hin zur Publikation der Ausgabe.

Was hat dich an dem Thema der aktuellen Ausgabe interessiert?

SMS: Schon seit meinem Bachelorstudium beider Fächer, Soziologie und Geschichte, empfand ich eine große Nähe zwischen beiden Fächern und habe entsprechend auch bereits in meiner Bachelorarbeit interdisziplinär gearbeitet. Darin ging es um die Auseinandersetzungen innerhalb des republikanischen Lagers im spanischen Bürgerkrieg aus Bourdieuscher Perspektive. Insgesamt denke ich, dass beide Disziplinen mit ihrem gemeinsamen Gegenstand - menschlichen Gesellschaften, die "geworden und immer im Werden" (Norbert Elias) sind - von einer Zusammenarbeit nur profitieren können.

Einmal Zahlen bitte!

Neben der BGHS-internen Arbeit an der Zeitschrift stellt sich die Frage, welche Reichweite die InterDisciplines erreichen konnte. Die Daten zur Rezeption weisen dabei auf einen hohen Nutzen hin. So wurden 2017 ca. 35.000 unterschiedliche Besucher*innen auf der Homepage mit insgesamt etwa 437.000 Zugriffen registriert. Dabei generiert eine neue Ausgabe mehr Zugriffe. Beispielsweise stieg im November 2017 bei der Publikation der Ausgabe „Postcolonialism and China“ die Zahl der Zugriffe von 37.000 auf 61.000 an.

Die Top-3 Artikel:

Die Auswertung basiert auf OJS-Views und AWStats von 2010-2018

Die BGHS bedankt sich für die langjährige Zusammenarbeit bei allen Herausgeber*innen, Sandra Lustig (Lektorat), Anne Ware (Layout), Melanie Eulitz (Editorial Manager) und Thomas Abel (Covergestaltung. Außerdem geht ein Dank an alle Gastherausgeber*innen und Gutachter*innen sowie an alle Editorial Assistants.

Gerne bleiben wir im Austausch zu möglichen Perspektiven und würden uns freuen, wenn der Dialog fortgeführt werden kann.

Die neue InterDisciplines-Homepage:
http://www.inter-disciplines.org/

Gesendet von HGrüneberg in Allgemein

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