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BGHS.AKTUELL

Neue Promovierende und Gäste

Veröffentlicht am 19. April 2018

12 der 19 neuen Promovierenden, die im Sommersemester 2018 mit ihren Dissertationen an der BGHS starten. Foto: Thomas Abel

Am Mittwoch, den 18. April, fand an der BGHS der Welcome Day im Sommersemester 2018 statt. Sabine Schäfer, die akademische Geschäftsführerin der BGHS begrüßte die neuen Promovierenden sowie die Start-up Scholars und Visiting Fellows, die im Sommersemester 2018 an der BGHS zu Gast sind. Auch die Doctoral Representatives begrüßten die neuen Kolleginnen und Kollegen und Gäste. Beim anschließenden Coffee Break in der BGHS-Lounge konnten alle Teilnehmenden miteinander ins Gespräch kommen und sich kennenlernen.

Getting Started

Im zweiten Teil des Welcome Day bekamen die neuen Promovierenden wichtige Hinweise zur Promotion an der BGHS. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der BGHS Geschäftsstelle gaben kurze thematische Inputs: zum Curriculum und einzelnen BGHS spezifischen Formaten (Dr. Sabine Schäfer), zu Unterstützungsleistungen und Fördermöglichkeiten der BGHS (Dr. Miriam Kanne), zu Qualifizierungmaßnahmen im Bereich Transferable Skills (Melanie Eulitz) und zu Projekten im Bereich der Wissenskommunikation und der Wissensvermittlung (Thomas Abel). Technische Hinweise und Informationen zur EDV-Infrastruktur an der BGHS (Frank Leitenberger) schlossen die Reihe der Getting Started-Session ab. Der Welcome Day endete mit einem kurzen Rundgang der neuen Promovierenden und Gäste über den Hochschulcampus.

Die neuen Promovierenden an der BGHS

19 neue Promovierende haben zum Sommersemester 2018 an der BGHS mit ihren Dissertationsprojekten begonnen: Vier Historikerinnen, drei Historiker, fünf Soziologinnen und sieben Soziologen.

Neue BGHS Promovierende und ihre Forschungsprojekte:

 

  • Robert Eberhardt (Geschichte): Praktiken der paarweisen Zusammenstellung von Bildern im 18. und frühen 19. Jahrhundert
  • Luise Fast (Geschichte): Decentering Cultural Encounter Interpreters as Transcultural Brokers in the 19th Century
  • Franz Jakob Kather (Geschichte): Der Südpalast. Eine Mikro- Globalgeschichte
  • Anna Maria Neubuert (Geschichte): Wissenschaftsstiftungen und die „Digitalisierung“ der akademischen Wissenskulturen im Zeitraum 1997 bis 2017
  • Agnes Piekacz (Geschichte): The Colonists‘ Old Clothes. Altkleiderhandel im British Empire, ca. 1850-1910
  • Simon Siemianowski (Geschichte): Inklusionsindividualität und das relationale Selbst - Eine vergleichende Untersuchung anhand von iberischen und italienischen Tage- und Familienbüchern des 15. und 16. Jahrhunderts
  • Mira Claire Zadrozny (Geschichte): Ruinenbilder. (Neues) Vergleichendes Sehen im Paris der Mitte des 19. Jahrhunderts
  • Lisa Baßenhoff (Soziologie): Leistungskunst? Die historische Genese von Rankings in der bildenden Kunst
  • Isabell Diekmann(Soziologie): Islamfeindlichkeit und Muslim*innenfeindlichkeit. Zum Verhältnis von Religion und Individuen
  • Patrick Kahle (Soziologie): Kollektive und die Figuren des Dritten: Zur Konstruktion kollektiver Identitäten in triadischen Konstellationen
  • Bernd Kappel (Soziologie): Geschlechtliche Selbstverständnisse unter den Bedingungen der Diversifizierung von Geschlechtervorstellungen. Eine erlebensbezogene Untersuchung mit Jugendlichen und jungen Erwachsenen
  • Georg Kessler (Soziologie): Die late-bloomers der dritten Lebensdekade – Bedeutung für kriminologische Theoriebildung und Methodologie
  • Rebecca Knecht (Soziologie): Männlichkeit denken. Betreuungspersonen minderjähriger Geflüchteter und Zuschreibungen der Zugehörigkeit an die von ihnen betreuten Jugendlichen
  • Mohamed Haikel Fansuri Bin Mohamed (Soziologie): Contested Masculinity in Southeast Asia – Social Media as a Canvas for Belonging
  • Karlson Preuß (Soziologie): The unwritten Constitution as an intersection between global law and world politics
  • Yannick Schöpper (Soziologie): Erneuerbare Energien-Politik zwischen Kontinuität und Wandel. Die Regulierung der deutschen und britischen Elektrizitätswirtschaft im Vergleich
  • Tabea Schroer (Soziologie): Neue, alte Ungleichheit? Zur (Ent-) Differenzierung sozialer Zugehörigkeit unter Studierenden an Grandes Écoles in Zeiten der Internationalisierung
  • Andrea Schwarz (Soziologie): Analyzing delinquency in panel studies considering attrition patterns
  • Mathias Wertzel (Soziologie): State-Citizen Relation through Taxation. A Fiscal Sociological Study of German Public Finances

Weitere Informationen zu den Forschungsprojekten der neuen Promovierenden sowie einen Überblick über alle Promovierenden der BGHS und ihre Dissertationsprojekte finden Sie unter:
www.uni-bielefeld.de/bghs/Profil/Dissprojekte

Internationale Gäste an der BGHS: Start-up Scholars & Research Fellows

Die diesjährigen internationalen Gäste – sechs Start-up Scholars, zwei Visiting Fellows, ein Researcher in Residence – sind für vier Monate in Bielefeld. Die Start-up Scholars nutzen ihren Aufenthalt zur Vorbereitung auf eine Promotion. Die Research Fellows arbeiten an der BGHS an ihren Promotionsprojekten und haben die Möglichkeit, sich während ihres Aufenthalts mit Kolleginnen und Kollegen an der BGHS und an der Universität über ihre Arbeit auszutauschen und sich zu vernetzen.

Die Start-Ups (v.l.n.r.:) Nicolás Gómez, Mezgebu Mengistie, Olga Olkheft, Sundara Hannah Shirley Jeyakumar Christdoss, Yordanos Estifanos und Moynul Haque. Foto: Thomas Abel

Die Start-up Scholars und ihre geplanten Dissertationsprojekte:

  • Yordanos Estifanos (Äthiopien): The Political Economy of Transnational Migration: Ethiopian Irregular Migrants
  • Nicólas Gómez (Chile): Transnational Labour Discipline: British management and the workers in the sheep farming industry of Magallanes (Patagonia and Tierra del Fuego late nineteenth and early twentieth century)
  • Moynul Haque (Bandgladesch): Nonviolent Resistance in Bangladesh
  • Sundara Shirley Jeyakumar Christdoss (Indien): Socio-economic inequality and infant morbidity in India
  • Mezgebu Mengistie (Äthiopien): Ideal Masculinity and Retaliation among the Knife Fighting People of Raya Kobo District, North Wollo Zone of Amhara Region, North Eastern Ethiopia

Einen Überblick über die Start-ups 2018 und alle Start-ups Scholars seit 2013 finden Sie unter:
http://www.uni-bielefeld.de/bghs/Personen/Fellows/startup_fellows.html

Die Research Fellows (v.l.n.r.:) Gabriel Ferreira da Fonseca, Anastasia Zaplatina und Rodrigo Mota. Foto: Thomas Abel

Die Research Fellows und ihre Projekte:

  • Rodrigo Mota (Brasilien): Individualisms and Individuations: Georg Simmel and the Sociology of the Individual
  • Anastasia Zaplatina (Russland): Veneral Diseases in the Red Army in 1941-1945: Gender and Epidemiological Aspects
  • Gabriel Ferreira da Fonseca (Brazil): Tensions between law and economy in the Housing Finance System: A reconstruction from the systems theory.

Einen Überblick über die Visiting Fellows 2018 und alle Visiting Fellows seit 2009 finden Sie unter:
http://www.uni-bielefeld.de/bghs/Personen/Fellows/visiting_fellows.html

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BGHS Mitglied Justus Heck in der WDR Lokalzeit

Veröffentlicht am 17. April 2018

Soziologe und BGHS-Mitglied Justus Heck. Bild: BGHS

Justus Heck, der an der BGHS zur Rolle von Dritten als (Schieds-)Richter zwischen zwei Parteien forscht, hat seine Forschung in der WDR Lokalzeit vorgestellt. Im Fokus stand dabei, wie die Anwesenheit des Schiedsrichters ein Fußballspiel verändert.

Hier geht es zum Lokalzeitbeitrag:
www1.wdr.de/mediathek/video/sendungen/lokalzeit-ostwestfalen-lippe/video-mit-und-ohne-schiedsrichter-100

Bericht über Justus Hecks Vortrag Die Angst des Schiris vorm Elfmeter im Rahmen der Linie 4-Vortragsreihe:
ekvv.uni-bielefeld.de/blog/bghs/entry/die_angst_des_schiris

Zur Seite von Justus Heck und einer Beschreibung des Forschungsthemas:
uni-bielefeld.de/bghs/Personen/Promovierende/profile/justus_heck

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Ankündigung: Welcome Day SoSe 2018

Veröffentlicht am 10. April 2018

Am Mittwoch, den 18. April ab 14 Uhr, findet der BGHS-Welcome Day im Sommersemester 2018 statt. 19 neue Promovierende, sechs Start-up Fellows und zwei Visiting Fellows und ein Researcher in Residence werden willkommen geheißen.

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Gastlehrende in 2018

Veröffentlicht am 4. April 2018

Übersicht: Die vier Gastwissenschaftler und –lehrende. Collage: Thomas Abel

Zum Ende des Wintersemesters kamen verschiedene internationale Gäste aus unterschiedlichen Disziplinen und Forschungsfeldern an die BGHS. Als Gastwissenschaftler oder Gastlehrende haben sie Seminare gegeben, geforscht, mit den Promovierenden diskutiert und bei unterschiedlichen Projekten mit Rat zur Seite gestanden.

Historiker aus Finnland: Kalle Pihlainen Bild: Thomas Abel

Kalle Pihlainen

Vom 4. Januar – 15. Februar war Kalle Pihlainen von der Åbo Akademi University, Turku, Finnland, zu Gast an der BGHS. Kalle Pihlainen ist Historiker, mit Fokus auf Geschichtstheorie und –philosophie, narrative Theorie, Verkörperung und Phänomenologie.

Kalle Pihlainen war bereits das zweite Mal an der BGHS. Zuletzt war er im Jahr 2014 Besuch. Beide Male wurde er vorgeschlagen von Zoltán Boldizsár Simon vorgeschlagen, der jüngst seine Promotion in Geschichte abgeschlossen hat. „Ich habe Kalle Pihlainen bei einer Veranstaltung 2014 in London kennen gelernt. Was ihn aus meiner Sicht ausmacht, ist eine sehr gute Übersicht über das Feld der Geschichtsphilosophie. Für mich persönlich ist noch spannend, dass wir zu gleichen Themen oft unterschiedlicher Meinung sind. Die Diskussion bringt oft mehr voran, als wenn man nur Leute hat, die Dir zustimmen.“

Am 18. Januar hat Pihlainen im Rahmen der Kolloquiumsreihe der Abteilung Geschichtswissenschaft sein neues Buch „The Work of History. Constructivism and a Politics of the Past“ vorgestellt und diskutiert. Am 30. und 31. Januar fand sein Blockseminar zum Thema violence and legitimacy in 'speaking for others' statt.

Professorin an der University of New York: Dagmar Herzog Bild: Thomas Abel

Dagmar Herzog

Vom 9. bis zum 11. Januar war Dagmar Herzog, Professorin an der City University of New York, an der BGHS zu Gast. Dagmar Herzog ist Historikerin, mit Forschungsinteressen besonders in den Themenfeldern Modernes Europa, Geschichte der Sexualität und Geschichte der Religion.

Angeregt wurde die Einladung von Dagmar Herzog durch die BGHS-Doktorandin Jana Hofmann. "Das erste Mal habe ich einen Vortrag von ihr auf dem Historikertag in Göttingen gehört, dann nochmal in den USA", berichtet sie. "Ich fand beeindruckend, wie präsent sie in ihren Vorträgen ist, und sah auch inhaltlich viele Anknüpfungspunkte für die BGHS-Mitglieder."

Herzog hielt im Rahmen des Forschungskolloquiums für Transkulturelle Geschlechterforschung einen Vortrag zum Thema How Psychoanalysis Got Sexually Conservative: The “Jewish Science” Crosses the Atlantic und gab eine Methods Class über Psychoanalysis/ Sexuality: New Methodological Challenges.

Historiker an der Universität Basel: Peter Bänziger Bild: Thomas Abel

Peter Bänziger

Am 16. Und 17. Januar gab Dr. Peter Bänziger ein Blockseminar an der BGHS. Peter Bänziger ist Historiker an der Universität Basel und dem Bereich Neuere und Neueste Geschichte zugeordnet. Aktuell lebt er als Mitglied der Forschungsgruppe „In Search of the Global Market“ am Zentrum für interdisziplinäre Forschung in Bielefeld, dementsprechend kurz war der Weg für ihn für dieses Seminar. Das Thema war: Production or Consumption? Deconstructing a Guiding Difference of Modernity.

Eine Teilnehmerin am Seminar war Aanor Roland, die an der BGHS zu Steuerpolitiken in der EU promoviert. „Für mich war sehr spannend, dass wir Grundlagentexte und Klassiker, die man eigentlich bereits kennt, aus einer neuen Perspektive diskutiert haben.“, sagt sie. Unter anderem Karl Marx und Adam Smith wurden als Autoren von Klassikern besprochen, und zum Beispiel diskutiert, wie Smith seinen Ruf als Vater des Neoliberalismus bekam.

Marcelo Neves, Professor für Public Law und Legal Theory in Brasilien Bild: Thomas Abel

Marcelo Neves

Marcelo Neves besuchte die BGHS vom 23. Januar bis zum 1. Februar. Neves ist eigentlich Professor für Public Law und Legal Theory an der University of Brasilia, also im Bereich des Rechts verortet. Laut dem BGHS-Doktoranden Edvaldo de Aguiar Portela Moita, der seine Einladung vorgeschlagen hat, ist seine Lehre und Forschung aber auch für Vertreter der Disziplinen Geschichte und Soziologie spannend. „Er ist einer der bekanntesten Rechtsgelehrten von Brasilien“, erklärt er. „Und für die BGHS fand ich ihn sehr interessant, weil er nicht nur im Recht arbeitet, sondern auch mit Systemtheorie. Seine Doktorarbeit von 1991 war eine Weiterentwicklung von Luhmanns Theorie zum System des Rechts, die von Luhmann selbst aufgegriffen und wohlwollend besprochen wurde.“

Das Blockseminar, das Marcelo Neves gab, fand statt unter der Überschrift: “Globalization or peripherization: how to conceive of modern democracies in a World Society?”

Veranstaltungen und Gastlehrende im Sommersemester

Die vorlesungsfreie Zeit geht noch bis zum 9. April. Die nächste BGHS-Veranstaltung ist am 17. April. Beim „BGHS around the world“ wird vorgestellt, welche Orte der Welt BGHS-Promovierende im vergangenen Jahr besucht haben. Am 18. April ist dann der Welcome Day, an dem die neuen BGHS-Mitglieder begrüßt werden.

Als Gastlehrende werden im Sommersemester Dr. Chien-Juh Gu (Western Michigan University) und Prof. Peter J. Heather (King's College London) erwartet. Chien-Juh Gu ist Soziologin mit dem Schwerpunkt auf Gender-Soziologie und hält am 19. und 20. Juni ein Blockseminar über "Immigration and Gender: Theory, Methods, and Analysis". Peter J. Heather ist Historiker, sein Forschungsinteresse gilt dem Römischen Imperium und seinen Erben. Er gibt am 24. und 25. Mai ein Blockseminar über The Christianisation of Europe.

Alle weiteren Veranstaltungen im BGHS Veranstaltungskalender:
www.uni-bielefeld.de/bghs/Profil/kalender

Mehr Informationen über das Programm für Gastlehrende und –forschende:
www.uni-bielefeld.de/bghs/Personen/Gastlehrende/

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Was kommt nach der Promotion?

Veröffentlicht am 29. März 2018

Was kommt eigentlich nach der Promotion? Diese Frage wird ab Mitte, oder spätestens in der finalen Phase der Doktorarbeit für die meisten Promovierenden immer lauter. Wo arbeite ich denn später mit meiner Qualifikation? Wie finde ich eine Arbeit, die vielleicht mit dem zu tun hat, wozu ich mal geforscht und studiert habe? Muss ich zur Erfüllung dieser Erwartung im akademischen Betrieb bleiben? Wie weit kann außeruniversitär meine Promotion von Nutzen sein?

Perspektive von Unternehmen kennenlernen

Da besonders für Akademikerinnen und Akademiker der Geschichts- und Sozialwissenschaften diese Fragen schwieriger zu beantworten sind, lädt die BGHS zu einer Veranstaltung ein, bei der die Promovierenden mit Vertreterinnen und Vertretern von außeruniversitären Institutionen ins Diskutieren kommen sollen. „Das wird keine Werbeveranstaltung für spezielle Unternehmen“, erklärt Melanie Eulitz, die die Veranstaltung organisiert. „Es geht darum, den Promovierenden verschiedene Ideen zu bieten, wie Berufswege außerhalb der Universität aussehen können.“

Klassische Wirtschaftsunternehmen sind bei den beteiligten Organisationen zwar auch vertreten, aber ebenso dabei sind Museen, Stiftungen und Forschungszentren. Die vertretenen Arbeitsfelder reichen von anwendungsorientierter Forschung, über Geschichtsmarketing und Unternehmensarchivarbeit zu Politikberatung oder Wissenschaftsjournalismus. „Man muss die Wissenschaft nicht verlassen, nur weil man die Universität verlässt“, fasst Melanie Eulitz die Möglichkeiten zusammen.

Fokus auf Diskussion mit Institutionen

Um den Promovierenden die Gelegenheit zu geben, ihre individuellen Vorstellungen zu besprechen oder auf ihre Fragen beantwortet zu bekommen, liegt der Fokus der Veranstaltung auf der Diskussion mit den Vertreterinnen und Vertretern der beteiligten Organisationen. Im World-Café-Format sollen mit den Gästen Thesen diskutiert werden, die man im Kontext von möglichen Karrierewegen schon öfter gehört hat – etwa, ob Zusatzqualifikationen schon mittlerweile ein Muss darstellen.

Auf diese Weise soll es den Promovierenden möglich sein, ihre Erwartungen und Vorstellungen mit denen aus der außeruniversitären Praxis abzugleichen und eventuell einen Blick für neue Karrieremöglichkeiten zu gewinnen.

Beteiligte Organisationen:

  • Bertelsmann – Kultur und Geschichte/Cultural Affairs and Corporate History
  • Claas Unternehmensarchiv
  • Deutsches Zentrum für Hochschul- und Wissenschaftsforschung (DZHW)
  • Gerda-Henkel-Stiftung
  • freiberuflicher Wissenschaftsjournalist
  • Institut für soziale Arbeit
  • Kreismuseum Wewelsburg
  • LWL-Freilichtmuseum Detmold
  • LWL Kulturabteilung

 

Anmeldungen zur Veranstaltung an Melanie Eulitz via bghs@uni-beiefeld.de

Die Veranstaltung im ekVV:
ekvv.uni-bielefeld.de/kvv_publ/publ/vd?id=125481946

Die Informationen auf einen Blick
Ankündigung (als pdf)

Der Ablaufplan für den Tag
Der Zeitplan (als pdf)

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NEXT Graduiertenschulentreffen

Veröffentlicht am 20. März 2018

Vom 19. bis 20. März 2018 fand an der Freien Universität Berlin die 4. Jahrestagung des Networks of EXcellent Doctoral Training in Germany (NEXT) statt - des Netzwerks der Exzellenz-geförderten Graduiertenschulen in Deutschland. Organisiert wurde das Treffen von den Geschäftsführerinnen und Geschäftsführern der vier Berliner Graduiertenschulen der FU Berlin im Rahmen der Exzellenzinitiative: Dr. Lars Ostermeier (Berlin Graduate School of Muslim Cultures and Societies (BGSMCS)), Dr. Jeanette Kördel (Friedrich Schlegel Graduate School of Literary Studies (FSGS)), Dr. Katrin Gengenbach (Graduate School of East Asian Studies (GEAS)) und Dr. David Bosold (Graduate School of North American Studies (GSNAS)).
Zur Begrüßung sprach Prof. Dr. Peter-André Alt, Präsident der Freien Universität Berlin und designierter Präsident der Hochschulrektorenkonferenz (HRK).

Geschäftsführerinnen und Geschäftsführer sowie Koordinatorinnen und Koordinatoren von Graduiertenschulen aus dem gesamten Bundesgebiet, darunter auch Dr. Sabine Schäfer, Melanie Eulitz und Thomas Abel von der BGHS, diskutierten in verschiedenen Sessions über aktuelle Planungen und Herausforderungen der Graduiertenschulen der Exzellenzinitiative. Im Fokus standen dabei die Planungen zur Verstetigung der einzelnen Einrichtungen in universitären Strukturen an den unterschiedlichen Hochschulstandorten.

Weitere Themen waren Curricula und Finanzen, Betreuungskonzepte für Promovierende und Fragen der Personalentwicklung, etwa Berufsberatung für Promovierende und Karrierewege und Anschlussperspektiven für Alumni.

Neben den einzelnen Sessions gab es eine Podiumsdiskussion zum Thema Herausforderungen der Graduiertenausbildung. Es diskutierten:

  • Dr. Markus Edler, Geschäftsführer Dahlem Research School
  • Dr. Anselm Fremmer, Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG)
  • Dr. Sandra Janßen, wissenschaftliche Mitarbeiterin Institut für Germanistik, Karlsruher Institut für Technologie und Mitglied des Netzwerks Gute Arbeit in der Wissenschaft
  • Prof. Dr. Gudrun Krämer, Direktorin der BGSMCS und Mitglied des Wissenschaftsrats
  • Prof. Dr. Jule Specht, Humboldt-Universität zu Berlin und Mitglied der Jungen Akademie
  • Moderation: Christine Prußky

Deutschlandradio hat für die Sendung Campus&Karriere über die Tagung, die Podiumsdiskussion und die Herausforderungen der Exzellenz-geförderten Graduiertenschulen in Deutschland berichtet. Der Beitrag Exzellenzmittel gestrichen: Graduiertenschulen vor unsicherer Zukunft (Autorin: Claudia van Laak) mit Statements von Dr. Anselm Fremmer (DFG), Prof. Dr. Gudrun Krämer, Direktorin der BGSMCS und Mitglied des Wissenschaftsrats und Teilnehmerinnen und Teilnehmern des Netzwerktreffens, darunter Dr. Sabine Schäfer von der BGHS, ist auf der Website des Deutschlandfunks abrufbar:

http://ondemand-mp3.dradio.de/file/dradio/2018/03/20/exzellenzmittel_gestrichen_graduiertenschulen_vor_dlf_20180320_1435_32ca1126.mp3

 

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BGHS-Mitglieder an Buch über die Externsteine beteiligt

Veröffentlicht am 14. März 2018

Mitherausgeberin des Buches und Promovierende an der BGHS Stefanie Haupt Bild: BGHS

„Die Externsteine - Zwischen wissenschaftlicher Forschung und völkischer Deutung “ heißt der neue Band aus der Reihe der Veröffentlichungen der Historischen Kommission für Westfalen (VHK), den Schriften des Lippischen Landesmuseums Detmold und den Sonderveröffentlichungen des Naturwissenschaftlichen und Historischen Vereins des Landes Lippe.

Der Band beleuchtet kritisch die seit dem frühen 20. Jahrhundert kursierenden völkischen Deutungen der Externsteine und stellt ihnen den Stand der aktuellen Forschung entgegen. Mit Beiträgen zu völkischen Interpreten und der extrem rechten Rezeption sind auch die Historikerinnen und BGHS-Mitglieder Stefanie Haupt und Julia Schafmeister sowie Alumnus Karsten Wilke vertreten.


Cover des Buches: Die Externsteine

Vorstellung des Buches am 15.03. in Detmold
Am 15.03.2018 wird der Band um 19:30 Uhr im Lippischen Landesmuseum in Detmold mit einem Festvortrag präsentiert. Neben verschiedenen Rednerinnen und Rednern wird auch Stefanie Haupt sprechen, um die Konzeption und Entstehung des Bandes, sowie der ihm zugrunde liegenden Tagung vorzustellen.

Mehr Informationen über den Band „Die Externsteine“:
www.historische-kommission.lwl.org/de/publikationen/neue-folge/nf-31

Mehr Informationen zur Veranstaltung am Donnerstag:
http://lippisches-landesmuseum.de/terminkalender/#termin-maerz-7

Die beteiligten BGHS-Mitglieder und Alumni:
Stefanie Haupt
Julia Schafmeister
Karsten Wilke

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Die Angst des Schiris vorm Elfmeter

Veröffentlicht am 5. März 2018

Justus Heck während seines Vortrags in der VHS Bielefeld. Foto: Thomas Abel

Der Elfmeter ist eine besondere Situation im Fußball, nicht nur für die Spieler. Dass die Situation auch für den Schiedsrichter besonders ist, beschrieb der Soziologie Justus Heck in seinem Vortrag „Die Angst des Schiris vor dem Elfmeter“, den er im Rahmen der Linie 4 Vortragsreihe am 06. Februar an der VHS hielt. Justus Heck, der an der BGHS promoviert, eröffnete seinen Vortrag damit, dass oft ja der Schiedsrichter als angsteinflößend und die Respektsperson im Feld wahrgenommen wird, und nicht als der, der Angst haben muss.

Die Ursache für die Angst, so Heck, ist mit der Rolle des Schiedsrichters verbunden, nämlich dass er mit seinen Entscheidungen bestimmend für das Spiel werden kann. Und die für das Spiel am meisten bestimmende Entscheidung ist der Elfmeter, da er ein fast sicheres Tor bedeutet. Dass der Schiedsrichter die Macht hat, über das Spielgeschehen zu entscheiden, verändert das Verhalten der Spielenden, lautete die These von Justus Heck, und zwar dahin, dass mehr Fouls begangen würden.

Vergleich von "Wilder Liga" und Amateurfußball

Um seine Behauptung zu belegen, zeigte Heck in einem Vergleich, wie die Unterschiede zwischen Spielen der "Wilden Liga" und Spielen im Amateurfußball aussehen. Die „"Wilde Liga" besteht aus Mannschaften, die selbst organisiert gegeneinander Fußball spielen und kein Schiedsrichter zum Einsatz kommt. Wenn ein Spieler findet, er wurde gefoult, muss er das selbst anzeigen. Wenn der des Fouls Bezichtigte aber meint, er habe kein Foul begangen, muss der Fall besprochen und eventuell Spieler, die in der Nähe standen, zurate gezogen werden. Das bedeutet, jeder der spielt, ist gleichermaßen auch Schiedsrichter.

Im Amateur- und natürlich auch Profifußball sorgt die Existenz des Schiedsrichters dafür, dass die Spieler nicht mehr die Verantwortung haben, über Foul und Nicht-Foul zu entscheiden. Sie können maximal eine Entscheidung einfordern oder eine gegen sie getroffene Entscheidung missbilligen, aber sie haben keinen Einfluss mehr auf die Entscheidung selbst.

Da der Schiedsrichter über den gesamten Verlauf des Spiels, also Anfang, Ende, Tore, Fouls und weitere Kleinigkeiten entscheidet, finden die Spiele gewissermaßen für ihn statt. Das sorgt, so Justus Heck, für mehr Konkurrenz zwischen den Spielern der verschiedenen Mannschaften. Es wird wichtig, vor dem Schiedsrichter darzustellen, dass man gefoult wurde, und umgekehrt kann man ungeahndet gegen Regeln verstoßen, wenn der Verstoß vor dem Schiedsrichter verborgen werden kann. Das wäre in der Wilden Liga nicht möglich, weil hier jeder Schiedsrichter ist.

Das Publikum beim Vortrag "Die Angst des Schiris vor dem Elfmeter". Foto: Thomas Abel

Diskussion über Umgang der Spieler mit dem Schiedsrichter

In der anschließenden Diskussion mit dem Publikum wurde unter anderem die Frage besprochen, inwiefern sich Mannschaften darauf vorbereiten, speziell für den Schiedsrichter zu spielen – also etwa von ihren Trainern erfahren, dass zwar mehr körperliche Härte, aber dafür weniger Diskussionen als sonst möglicah wären. Das konnte von den anwesenden Schiedsrichtern bestätigt werden.

Auch ging es darum, wieso überhaupt so viele Spieler die Diskussion mit dem Schiedsrichter suchen, wo Entscheidungen doch nahezu nie zurückgenommen werden. Die Antwort von Justus Heck: Um die Angst des Schiedsrichters vor der nächsten Entscheidung gegen die gleiche Mannschaft, zu vergrößern.

Abschluss der Reihe Linie 4

Mit dem Vortrag von Justus Heck hat die Linie 4-Reihe für das Wintersemester 17/18 ihren Abschluss gefunden. Insgesamt haben sieben Promovierende der BGHS aus den Bereichen Soziologie und Geschichte ihre Themen vorgestellt. Von Frauen gegen ihr Vaterland Frankreich, über „Nazis hinter Stacheldraht, zur Rolle der philippinischen Krankenschwestern im Deutschen Gesundheitssystem bis schließlich zur Angst des Schiedsrichters vor dem Elfmeter war ein breites Themenspektrum dabei, das als stellvertretend für die Vielfalt der Promotionsthemen an der BGHS verstanden werden kann.

Die Vortragsreihe Linie 4 wird von den Promovierenden der BGHS organisiert und findet immer im Wintersemester an der VHS Bielefeld statt. Die Termine der nächsten Reihe werden hier rechtzeitig bekannt gegeben.

Weitere Informationen zur abgeschlossenen Vortragsreihe und das vollständige Programm unter:
uni.aktuell
Theresa Hornischer bei Campusradio Hertz 87.9
Marcus Carrier bei Hertz 87.9
#Campusminute mit Theresa Hornischer
www.uni-bielefeld.de/bghs/Public_Science/Linie_4/
www.vhs-bielefeld.de

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Workshop-Bericht: Italien und 1945

Veröffentlicht am 22. Februar 2018

Die Teilnehmenden des Workshops zu Italien und 1945. Bild: Thomas Abel

Am 29. und 30. Januar 2018 fand an der BGHS ein Workshop um Thema Challenging 1945 as a ‘caesura’. New perspectives on transitions, continuity and change in Italy and beyond statt. Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftler von deutschen, italienischen, französischen und schottischen Universitäten diskutierten dabei epochale und thematische Aspekte um "1945". Die Diskussionen behandelten nicht nur das Jahr selbst, "1945“ wurde auch als Begriff für damit verbundene Prozesse (Ende des Zweiten Weltkrieges, Beginn des Kalten Krieges etc.) verstanden.

Den Auftakt des Workshops machten die Promovierenden und Stefan Laffin und Teresa Malice, die den Workshop auch organisiert hatten. In ihrer Einführung sprachen sie darüber, dass "1945" als einschneidendes Ereignis des 20. Jahrhunderts und als epochemachend gelten kann. Darauf aufbauend beleuchtete Professor Hein-Gerhard Haupt in seiner Keynote die Rolle von Zäsuren und Zäsursetzungen im geschichtswissenschaftlichen Arbeiten.

In vier verschiedenen Panels wurden einzelne Aspekte aus den Eingangsvorträgen dann weiter vertieft.

Hier geht es zum ausführlichen Workshop-Bericht von Stefan Laffin und Teresa Malice:
Bericht zum Italien-Workshop (pdf)

Mehr über die Workshops der BGHS:
www.uni-bielefeld.de/bghs/Programm/Workshops/

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Neue InterDisciplines

Veröffentlicht am 15. Februar 2018

Das Titelbild der neuen Ausgabe "Done with Eurocentrism?"

Das neue Heft der InterDisciplines „Done with Eurocentrism?“ Directions, Diversions, and Debates in History and Sociology” ist erschienen. Die Gastherausgeberinnen des Heftes sind eine Alumna der BGHS, Mahshid Mayar, und eine Promovierende der BGHS, Yaatsil Guevara González. Die beiden waren Mitorganisatorinnen des 8. Annual Seminars der BGHS, das zum gleichen Thema im Sommer 2016 stattfand.

Daraus ist nun ein Heft mit sechs Artikeln von Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftlern aus ganz Europa, sowie dem Beitrag des eingeladenen Vortragenden Shahzad Bashir entstanden. Eine der Beitragende ist die ehemalige Teilnehmerin am Shortcuts-Programm der BGHS, Mirjam Hähnle, die jetzt an der Universität Basel forscht und einen Artikel zum Wissen über den Orient geschrieben hat.

Zum Inhalt des Heftes

Die Artikel setzen sich mit Eurozentrismus in den Disziplinen Geschichte und Soziologie auseinander. Eurozentrismus beschreibt als Begriff, wie Denkmuster des Globalen Nordens die gesamte Welt in unterschiedlichsten Bereichen definieren und prägen.

Obwohl es in der Geschichtswissenschaft jetzt möglich ist, eurozentristische Strukturen zu beobachten, scheint es noch unmöglich zu sein, sie zu vermeiden. Der Eurozentrismus scheint nach wie vor die Bildsprache, die rechtlichen Infrastruktur, geopolitische Imaginationen, wissenschaftliche Instrumente, den exekutiven Einfluss und sogar die geografischen Orientierung zu prägen.

Vor diesem Hintergrund sind die Diskussionen in der Ausgabe "“Done with Eurocentrism? Directions, Diversions, and Debates in History and Sociology” zu verstehen. Der vorliegende Band zielt darauf ab, neue Wege der kritischen Auseinandersetzung mit dem Eurozentrismus zu finden. Gleichzeitig sollen die Fragen beantwortet werden, wo wir im 21. Jahrhundert im Verhältnis zum Eurozentrismus stehen und welche Wege weg vom diesem Denken möglich sind.

Über die InterDisciplines

Die InterDisciplines, das peer-reviewed Online-Journal der Bielefeld Graduate School in History and Sociology (BGHS) erscheint zweimal jährlich zu verschiedenen, die Geschichtswissenschaft und die Soziologie betreffende Themen. Jedes Themenheft wird von anderen Gastherausgebern betreut.

Zur aktuellen Ausgabe:
http://www.inter-disciplines.org/index.php/indi/issue/view/23

Interview mit Mahshid Mayar in der aktuellen Uni.Aktuell:
Der Blick durch die westliche Brille

Informationen zum Annual Seminar der BGHS
http://www.uni-bielefeld.de/bghs/Programm/Ansem/

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CfP: Inclusion and Exclusion

Veröffentlicht am 13. Februar 2018

Anlässlich des nächsten Annual Seminars zum Thema Inclusion and Exclusion hat das organisierende Komitee einen Call for Papers veröffentlicht.

Der Call for Paper richtet sich an alle, deren Forschung im Themenfeld Inclusion and Exclusion stattfindet und für eine interdisziplinär ausgerichtete Debatte einen Beitrag leisten wollen, entweder aus soziologischer, oder aus historischer Perspektive. Besonders aufgerufen sind junge Forschende, Nachwuchswissenschaftlerinnen und – wissenschaftler, die Interesse haben, ihre Ideen zu diskutieren.

Abstracts (max. 250 Wörter) sollten auf Englisch, mit einer 2seitigen CV an das Organisationsteam des Annual Seminars geschickt warden unter: annualseminar@uni-bielefeld.de. Die Frist zur Einsendung endet am 25. Februar.

Das Annual Seminar Inclusion and Exclusion wird das 10. Annual Seminar an der BGHS sein. Das bleibende Merkmal des Annual Seminars ist es, Themen zu diskutieren, die für beide Disziplinen, Geschichtswissenschaft und Soziologie von zentraler Bedeutung sind.

Der komplette Call for Papers:
www.uni-bielefeld.de/bghs/Programm/Ansem/Call_BGHS_AS_2018

Mehr Informationen über das Annual Seminar:
http://www.uni-bielefeld.de/bghs/Programm/Ansem/2018

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Rückblick: Shortcuts-Programm 2017

Veröffentlicht am 8. Februar 2018

Sechs der neun Teilnehmerinnen des Shortcuts-Programmes 2017 (von links nach rechts): Beatrice Adam, Mira Claire Zadrozny, Janina Jaeckel, Tabea Schroer, Susann Pham Thi, Marianne Hösl. Foto: Thomas Abel

Vom September bis Dezember 2017 nahmen am Shortcuts-Programm der BGHS neun angehende Nachwuchswissenschaftlerinnen aus ganz Deutschland teil, darunter die Shortcuts-Stipendiatinnen Beatrice Adam, Marianne Hösl, Charlie Kaufhold, Susann Pham Thi sowie als weitere Teilnehmerinnen Janina Jaeckel, Julia Rüdel, Mia-Alina Schauf, Tabea Schroer und Mira Claire Zadrozny. Ziel des Shortcuts-Förderprogramms ist die aktive Unterstützung des weiblichen wissenschaftlichen Nachwuchses – Absolventinnen der Geschichtswissenschaft und der Sozialwissenschaften – beim Übergang vom erfolgreichen Masterabschluss zur Promotion.

Wichtige Programmbestandteile sind die Shortcuts-Kolloquien, in denen Projektskizzen besprochen und weiterentwickelt werden. Hilfreich sind zudem mehrtägige Schreibworkshops mit einer Schreibtrainerin sowie Infoveranstaltungen zum Promovierendenstatus, Workshops zum wissenschaftlichen Bewerben und zur Finanzierung der Promotion.

Stimmen zum Shortcuts-Programm 2017

Mira Claire Zadrozny, die ein Promotionsprojekt zu Ruinenbilder. (Neues) Vergleichendes Sehen im Paris der Mitte des 19. Jahrhunderts plant, betont, wie wichtig ihr die verschiedenen Veranstaltungs-Formate waren: „Peer-Coaching, Workshops und Reflexionszeiten des strukturierten Programms fand ich sehr hilfreich, als besonders nützlich habe ich das Anfertigen eines wissenschaftlichen Posters erlebt. So habe ich die Zeit als riesigen Motivationstank empfunden.“ Durch das intensive Arbeiten an ihrem Thema hat sie dies schließlich auch in Frage gestellt, ein Prozess, der sonst oft erst stattfindet, wenn die Promotion bereits begonnen wurde: „Als meinen persönlichen Erfolg des Shortcuts-Programms 2017 bemesse ich, dass ich mein Thema überprüfen konnte und schließlich als ungeeignet für eine Qualifizierungsarbeit erkannt habe.“

Marianne Hösl, die ihre Arbeit zu Psychosoziale Gesundheit und Lebenslagen von Proband_innen der bayerischen Bewährungshilfe im Kontext sozialer Ungleichheit - Strukturen, Konsequenzen und Wechselwirkungen schreiben will, stellt die Wichtigkeit der Kolloquien und Schreibworkshops für ihr persönliches Vorankommen heraus: „Inhaltlich besonders weitergebracht haben mich die Schreibworkshops und die beiden Kolloquien. Hier wurden unsere Arbeiten inhaltlich und fachlich in einer sehr konstruktiven Weise diskutiert. Das gab mir jedes Mal einen neuen Schwung für die Weiterentwicklung meines Projektes.“

Einen Aspekt, den sie auch sehr wichtig findet, ist der regelmäßige Austausch zwischen den Shortcuts-Teilnehmerinnen im Rahmen eines Peer Coachings und die Treffen mit den Promovierenden der BGHS: „Sowohl unter den Shortcuts als auch insgesamt an der BGHS bestand eine gute Arbeitsatmosphäre und es gab viele Möglichkeiten, sich mit anderen Promovierenden fachlich und privat auszutauschen. So konnte ich einen guten Eindruck gewinnen, was es bedeutet, an einer Graduiertenschule zu promovieren.“

Die Shortcuts-Stipendiatinnen konnten während ihres Aufenthalts an der BGHS eigene Büroarbeitsplätze nutzen, um in Ruhe an ihren Exposés zu schreiben. Darauf bezieht sich auch Mariannes Fazit: „Sehr zu schätzen wusste ich meinen eigenen Büroplatz und eine umfangreich ausgestattete Bibliothek im selben Gebäude. Das Gesamtpaket war für mich einfach sehr stimmig. Dazu gehört auch, dass das gesamte BGHS-Team (auch IT-Support und Verwaltung) immer ein offenes Ohr für größere oder kleinere Anliegen hatte und Lösungen anbot.“

Ausblick

Nach vier Monaten intensiver Arbeit sind die Projektbeschreibungen fertiggestellt und die Shortcuts arbeiten jetzt an unterschiedlichen Orten an ihren Promotionsprojekten. So hat sich Susann Pham Thi während der Shortcutszeit erfolgreich um ein Stipendium der Universität Manchester beworben, wo sie jetzt ihre Arbeit zu Vietnam zwischen Protest und Repression: Zur Analyse und Entwicklung (neuer) Formen des politischen Aktivismus im Post-Sozialistischen Kontext schreibt. Charlie Kaufhold konnte im Januar ihr Stipendium bei der Hans-Böckler-Stiftung antreten.

Mira Claire Zadrozny und Tabea Schroer haben sich schließlich für den Promotionsstudiengang der BGHS beworben. Tabea Schroer möchte an der BGHS zu dem Thema Neue, alte Ungleichheit? Zur (Ent-) Differenzierung sozialer Zugehörigkeit unter Studierenden an Grandes Écoles in Zeiten der Internationalisierung promovieren.

Mehr zum Shortcuts-Programm an der BGHS unter:
www.uni-bielefeld.de/bghs/Personen/Fellows/shortcuts

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Linie 4 Vortrag: Filipino nurses in Germany

Veröffentlicht am 31. Januar 2018

Die BGHS Doktorandin Cleovi Mosuela in der VHS Bielefeld. Bild: Thomas Abel

Am 16. Januar 2018 wurde das Vortragsformat Linie 4 mit einem Vortrag der Soziologin und Sozialanthropologin Cleovi Mosuela fortgesetzt. Ihr Thema war Who cares? Filipino nurses in Germany. Im Rahmen des Vortrags sprach sie über die Erfahrungen von philippinischen Krankenschwestern während ihrer Arbeit in deutschen Krankenhäusern. Die Migration von philippinischen Krankenschwestern nach Deutschland wurde durch einen Vertrag zwischen Deutschland und den Philippinen ermöglicht, dem sogenannten Triple Win Project.

Lebhafter Dialog zwischen Forschung und interessierter Öffentlichkeit

Der Vortrag, aber vor allem die darauf folgende Diskussion, hatte das Credo der philippinischen Krankenschwestern „Tender, Loving Care“ im Fokus und wie sich dieses auf die grundlegenden Aufgaben wie Waschen, Essen, und Wenden von bewegungsunfähigen Patienten auswirkt. Mit einem Lächeln bei der Arbeit zu sein und den Körperkontakt mit den Patienten nicht zu scheuen, ist Teil des philippinischen Verständnisses von Pflege. Das gibt ihr nicht nur ein Alleinstellungsmerkmal, sondern hilft damit auch den philippinischen Krankenschwestern bei der Integration am Arbeitsplatz und dabei, die Krankenhauspatienten wieder zu ‚vermenschlichen‘.

Die Angst des Schiris vor dem Elfmeter

Der nächste Vortrag des Linie 4-Formats ist am 6. Februar 2018. Der Soziologe Justus Heck spricht über das Thema Die Angst des Schiris vor dem Elfmeter. Es ist der letzte Vortrag aus dieser Reihe.

Weitere Informationen zur Vortragsreihe und das vollständige Programm unter:
uni.aktuell
Theresa Hornischer bei Campusradio Hertz 87.9
Marcus Carrier bei Hertz 87.9
#Campusminute mit Theresa Hornischer
www.uni-bielefeld.de/bghs/Public_Science/Linie_4/
www.vhs-bielefeld.de

Text: Cleovi Mosuela
Übersetzung: Andreas Hermwille

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Interdisciplinary Dialogue: Modernity

Veröffentlicht am 24. Januar 2018

Die zweite Ausgabe desInterdisciplinary Dialogue. Bild: Thomas Abel

Am Mittwoch, den 17. Januar 2018, fand an der BGHS der 2. Interdisciplinary Dialogue zum Thema What is Modernity? statt.

Die BGHS-Doktoranden Sisay Megersa Dirirsa (Geschichtswissenschaft) und Edvaldo de Aguiar Portela Moita (Soziologie) diskutierten mit Joanna Pfaff-Czarnecka, Professorin für Sozialanthropologie an der Fakultät für Soziologie, Thomas Welskopp, Professor für Geschichte moderner Gesellschaften in der Abteilung Geschichtswissenschaft und Katsuo Nawa, Professor für Socio-Cultural Anthropology an der University of Tokyo, in interdisziplinärer Perspektive über das vielschichtige und kontroverse Thema der Moderne und Modernität. Dabei ging es sowohl um theoretische Fragestellungen als auch um empirische Herausforderung im Umgang mit dem Konzept.

BGHS Doktorand Edvaldo de Aguiar Portela (links) und Professor Katsuo Nawa. Bild: Thomas Abel

Katsuo Nawa stellte zu Beginn einige Gedanken zum Konzept der Moderne aus seiner Sicht als Anthropologe vor, wobei er den wissenschaftlichen Mehrwert des Konzeptes in Frage stellte. Die anderen Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Podiums kommentierten und ergänzten die vorgestellten Ideen und Thesen aus ihrer disziplinären Perspektive und anhand konkreter Beispiele. Dabei hatte jeder Teilnehmer seine eigene Position. Dadurch war es dem Publikum möglich, einen multiperspektivischen Einblick in der Debatte um Modernität zu gewinnen.

Im Anschluss hatte das Publikum die Möglichkeit, Fragen zu stellen und sich an der Diskussion zu beteiligen. Geleitet und moderiert wurde die Veranstaltung von Éva Rozália Hölzle, BGHS Alumna und Postdoc an der Fakultät für Soziologie.

Im Anschluss hatten die Teilnehmenden noch die Gelegenheit im Rahmen einer Reception in der BGHS-Lounge weiter über das Thema zu diskutieren und sich auszutauschen.

Weitere Informationen zum BGHS spezifischen Format des Intersdisciplinary Dialogue unter:

www.uni-bielefeld.de/bghs/Programm/BGHS_spezifische_Formate/dialog.html

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Dagmar Herzog zu Gast an der BGHS

Veröffentlicht am 24. Januar 2018

Dagmar Herzog. Bild: Thomas Abel.

Vom 9. bis zum 11. Januar war Dagmar Herzog, Professorin an der City University of New York, an der BGHS zu Gast. Dagmar Herzog ist Historikerin, mit Forschungsinteressen besonders in den Themenfeldern Modernes Europa, Geschichte der Sexualität und Geschichte der Religion.

Angeregt wurde die Einladung von Dagmar Herzog durch die BGHS-Doktorandin Jana Hofmann. "Das erste Mal habe ich einen Vortrag von ihr auf dem Historikertag in Göttingen gehört, dann nochmal in den USA", berichtet sie. "Ich fand beeindruckend, wie präsent sie in ihren Vorträgen ist, und sah auch inhaltlich viele Anknüpfungspunkte für die BGHS-Mitglieder."

Am 9. Januar hielt Herzog einen Vortrag zum Thema How Psychoanalysis Got Sexually Conservative: The “Jewish Science” Crosses the Atlantic. Die Veranstaltung fand im Rahmen des Forschungskolloquiums für Transkulturelle Geschlechterforschung statt und wurde von einem breitgefächerten Publikum aus verschiedenen Disziplinen besucht.

Die Teilnehmenden der Methods Class gemeinsam mit Dagmar Herzog. Bild: Thomas Abel

Am 10. und 11. Januar gab Herzog eine Methods Class über Psychoanalysis/ Sexuality: New Methodological Challenges. "Wir waren eine kleine Runde im Seminar, dadurch war es dann sehr intensiv", sagt Jana Hofmann."Im Kern ging es darum, wie vermeintlich bereits beforschte Felder der Geschichtswissenschaft durch andere Methoden oder andere Fragestellungen neu entdeckt werden können.“

Als Abschluss der Methods Class stellten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer jeweils ihre aktuellen Forschungsprojekte vor, die anschließend diskutiert wurden. Laut Jana Hofmann konnten alle etwas für ihre Arbeit mitnehmen. "Wir haben alle völlig verschiedene Projekte vorgestellt", aber es gab niemandem, dem sie keine weiterführende Literatur, Forschende, die in dem Feld arbeiten, oder Ideen zum Weiterdenken, nennen konnte.

Nächster Gast: Marcelo Neves

Der nächste Gast an der BGHS wird Marcelo Neves, Professor für Öffentliches Recht und Rechtstheorie an der Juristischen Fakultät der Universität Brasília (Brailien) sein. Neves Forschungsinteresse gilt dem Verhältnis zwischen der Rechts-/Konstitutionstheorie und der Systemtheorie.

Weitere Informationen zum Guest-Lecturer und –Researcher-Programm:
www.uni-bielefeld.de/bghs/Programm/Gastlehrendenprogramm

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