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Tagung 27. Mai - Ein Leben nach der Uni ist möglich

Veröffentlicht am 21. Mai 2019
Tagung am 27. Mai - Ein Leben nach der Uni ist möglich

Ein Leben nach der Uni ist möglich: Unter dieser Überschrift diskutieren Geistes- und Sozialwissenschaftler*innen aus verschiedenen öffentlichen Einrichtungen und privaten Betrieben mit uns am 27. Mai über Anforderungen und Arbeitsbedingungen, die sich promovierten Beschäftigten außerhalb des wissenschaftlichen Universitätsdienstes stellen bzw. bieten.

Thomas Welskopp, stellvertretender Direktor der BGHS, begrüßt Teilnehmende einer Veranstaltung zur außerakademischen Karriere im Frühjahr 2018. Foto: Thomas Abel

Wie bereits im Frühjahr 2018 haben wir an der BGHS Kolleg*innen aus außeruniversitären Organisationen zu Gast, die mit uns über Karrierewege für Geistes- und Sozialwissenschaftler*innen diskutieren.

Die Veranstaltung in diesem Jahr bietet neben dem Erfahrungsaustausch die Gelegenheit, mit den Kolleg*innen Kooperationen auszuloten: Sie ist der Auftakt zum BGHS-Programm „Außeruniversitäre Karriere für Geistes- und Sozialwissenschaftler*innen“, das Promovierenden und assoziierten Mitgliedern der BGHS in den nächsten zweieinhalb Jahren Mentoring mit Kolleg*innen in außeruniversitären Einrichtungen und Stipendien für außeruniversitäre „Praxisprojekte“ bietet.

Das Programm zum Workshop findet Ihr hier.

Komplettversion als PDF

Wir bitten um Anmeldungen an bghs@uni-bielefeld.de.

Projekt Außeruniversitäre Karriere: Homepage

Unsere neue Interview-Reihe: "Promovierende im Gespräch"

Gesendet von HGrüneberg in Allgemein

Außeruniversitäre Karriere - Promovierende im Gespräch

Veröffentlicht am 25. April 2019

Außeruniversitäre Karrieren: Promovierende im Gespräch - Teil 1

Viele Wege führen aus der BGHS. Aber wohin führen Wege nach der Promotion konkret? Wir sprechen im Sommersemester mit Promovierenden, die bereits während ihrer Zeit an der BGHS Berufserfahrungen außerhalb der Universität sammeln. Susanne Schultz hat mit uns über ihre Tätigkeit für die Bertelsmann Stiftung gesprochen.


Im Gespräch: Ulf Ortmann (Projektkoordinator) und Susanne Schultz (Promovierende der Soziologie) Foto: Hannah Grüneberg

Susanne, wo arbeitest Du jetzt bei der Bertelsmann Stiftung?

Susanne Schultz: Ich bin im Programmbereich "Integration und Bildung". Mit zwei jungen Wissenschaftler*innen, die mir zuarbeiten, mache ich eine Anforschung zum Thema "Migrationspartnerschaften und Afrika". Die Ergebnisse sollen einfließen in die Entwicklung eines Folgeprojekts innerhalb der Stiftung.

Wie sieht Deine Arbeit – Stand: jetzt – aus?

Susanne Schultz: Ich arbeite seit November 2018 bei der Stiftung und habe, zum Beispiel, letzten Monat ein Fachgespräch zu Migrationspartnerschaften organisiert: mit Wissenschaftler/innen sowie mit Vertreter*innen aus Zivilgesellschaft und politischen Institutionen. Zurzeit führen die beiden Wissenschaftler*innen eine Recherche zu Migrationspartnerschaften durch, und auf dieser Grundlage verfasse ich dann ein internes Papier, das Empfehlungen dazu gibt, wie die Stiftung zu diesem Thema tätig werden kann, etwa: Sollen wir Bildungssysteme vor Ort fördern? Oder eine spezifische Bildungsmigration unterstützen? Dieser Projektbeantragungsprozess: Das sind spannende und offene Diskussionen.

Was sind die wesentlichen Aufgaben, die Du bei der Arbeit hast?

Susanne Schultz: Es ist so, dass ich neben meiner Dissertation für die Stiftung zwei Tage in Gütersloh und ein paar Stunden in der Woche von zu Hause arbeite. In dieser Zeit bin ich neben der Verantwortlichkeit im Projektentwicklungsprozess zurzeit Teilnehmerin in einem Einführungsprogramm für neue Mitarbeitende in der Stiftung. Alle Abteilungen stellen sich dort vor. Interne Besprechungen wie mit dem zuständigen Vorstand habe ich natürlich auch. Für mich ist das eine neue Welt, in die ich komme: mit eigener Literatur, mit eigener Sprache und mit eigenen Akteuren, die alle tätig sind im Feld zwischen Wissenschaft und Politikberatung.


Eindrücke vom Arbeitsplatz Foto: Susanne Schultz

Welches Wissen und welche Kompetenzen bringst Du als Sozialwissenschaftlerin bei Deiner Arbeit ein?

Susanne Schultz: Das ist auf der einen Seite inhaltliches Wissen und ist auf der anderen Seite methodisches Wissen, das ich aus der Uni mitbringe, um, zum Beispiel, eine Studie zu konzipieren. Mich freut es, zu sehen, dass ich das Wissen, das ich mir über die Jahre angeeignet hab, auch bei dieser Arbeit nutzen kann – und das auch sehr geschätzt wird. Und ich versuche, meine Kontakte aus der Wissenschaft in meine Arbeit einzubinden.

Welche Tipps hast Du für Kolleg/innen, die in Deiner Branche einen Einstieg suchen?

Susanne Schultz: Es macht sicher Sinn, praktische Erfahrung zu sammeln. Aber es ist auch möglich, in einer Stiftung unterzukommen, wenn man bislang nur an der Uni gearbeitet hat. In diesem Fall ist es sinnvoll, verschiedene Tätigkeiten an der Schnittstelle zur Politik nachzuweisen: Workshops organisiert zu haben, an denen Politikvertreter*innen beteiligt waren, oder auch an anderen Orten als in wissenschaftlichen Journalen publiziert zu haben. Am Wichtigsten ist es natürlich, spezifisches Wissen für die Stelle mitzubringen.

Susanne, vielen Dank für das Gespräch!

Das komplette Gespräch als PDF findet ihr hier:

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Weiterführende Informationen zu dem Projekt "Außeruniversitäre Karriere":

Gesendet von HGrüneberg in Allgemein

"How to doctorate"

Veröffentlicht am 17. April 2019

"How to doctorate" - Extra beim Welcome Day

Eine Diss schreiben: Wie geht das eigentlich? Wer bezahlt mir das? Und was ist, wenn ich ins Ausland will? Gerade am Anfang der Promotion stellen sich viele junge Wissenschaftler*innen solche Fragen. Und sie tauchen auch im weiteren Arbeitsprozess immer wieder auf. Wie gut, wenn es dann Expert*innen gibt, die helfen können.

Zur Beantwortung jener Fragen stellten am Mittwoch, 10. April, Vertreterinnen von drei Einrichtungen der Uni Bielefeld solche Unterstützungsangebote in der BGHS vor. Im Anschluss an den Welcome Day, bei dem zunächst die neuen BGHS-Promovierenden begrüßt wurden, gab Swantje Lahm vom Schreiblabor Einblicke in die Höhen und Tiefen des Schreibens einer Dissertation, die nicht nur das konkrete Formulieren von Texten betreffen, sondern den kompletten Entwicklungsprozess in der Promotionsphase umfassen. Annika Schmidtpeter vom Service Center für den wissenschaftlichen Nachwuchs informierte über unterschiedliche Stipendiengeber und gab Tipps für die Bewerbung. Und Karin Kruse vom International Office stellte Fördermöglichkeiten für kürzere und längere Auslandsaufenthalte während der Promotion vor.

Zum ersten Mal fand jene einrichtungsübergreifende Veranstaltung in der BGHS statt. Das große Interesse der Promovierenden, die dabei waren, vor allem jedoch die umfassenden, konkreten und kompetenten Informationen aus den verschiedenen Serviceeinrichtungen der Uni Bielefeld machen jetzt schon klar: Es war rundum gelungen. Und es war nicht das letzte Mal!

Wir bedanken uns bei:

Gesendet von HGrüneberg in Allgemein

Welcome Day SoSe 2019

Veröffentlicht am 11. April 2019

Am Mittwoch, den 10. April, fand an der BGHS der Welcome Day im Sommersemester 2019 statt. Ursula Mense-Petermann, Direktorin der BGHS, begrüßte die neuen Promovierenden. Anschließend informierten Sabine Schäfer, akademische Geschäftsführerin der BGHS und Bettina Brandt (Wissenschaftliche Geschäftsführung der Schule für Historische Forschung) über die BGHS, die Fakultät für Soziologie und die Abteilung Geschichtswissenschaft. Darüber hinaus stellten sich die Doctoral Representatives und der Koordinator des Projekts "Außeruniversitäre Karriere für Geistes- und Sozialwissenschaftler/innen" Ulf Ortmann vor. Beim anschließenden Coffee Break in der BGHS-Lounge konnten alle Teilnehmenden miteinander ins Gespräch kommen und sich kennenlernen.

Oben: Akademische Geschäftsführerin der BGHS Sabine Schäfer; Links: Direktorin der BGHS: Ursula Mense-Petermann; Rechts: Wissenschaftliche Geschäftsführung der Schule für Historische Forschung Bettina Brandt

Die neuen Promovierenden an der BGHS

18 neue Promovierende haben zum Sommersemester 2019 an der BGHS mit ihren Dissertationsprojekten begonnen: Fünf Historikerinnen, ein Historiker, sechs Soziologinnen und sechs Soziologen.

Neue BGHS Promovierende und ihre Forschungsprojekte:

  • Paulina Sophie Gennermann (Geschichte): Die unsichtbare Industrie der Aroma- und Duftstoffe zwischen Innovation und Regulierung
  • Anna Grotegut (Geschichte):Besteuerung von städtischen Immobilien. Bewertungs- und Vergleichspraktiken in Deutschland und Großbritannien 1870–1950
  • Olga Olkheft (Geschichte): Re-conception of Russian Avant-Garde art in the context of Cultural Cold War (1960s - 1980s)
  • Helene Schlicht (Geschichte): „California Dreamin'“. Die Gegenkultur, die Cyberkultur und die Rolle regionaler Netzwerke im digitalen Zeitalter
  • Filip Vukusa (Geschichte): (Re)Constructing Urban Medieval Social Networks: A Comparative Study of 14th Century Populations of Zadar and Rab
  • Anastasia Zaplatina (Geschichte): Venereal Diseases in the Red Army: moral standards, sexuality and gender order during 1941-1945
  • Oluwasinmisade Akin-Aina (Soziologie): Claiming ‘gray space’, re-framing rights: Citizenship, Securitization and Urban Refugees in Nairobi
  • Lisa Bonfert (Soziologie): Social positions and social change in transnational South-North migration
  • Priska Cimbal (Soziologie): Transformation von Handlungsräumen
  • Daniel Cuty Ninahualpa (Soziologie): A Gap in the Andes
  • Alice Farneti (Soziologie): Punitive approaches versus survivor-centered approaches to sexual violence in higher education: an ethnography of the Quebecer movement against sexual assault on campus
  • Ivan Logunov (Soziologie): Der herausfordernde Bruch mit Konversationskonventionen - Eine Untersuchung über den Flirt
  • Aziz Mensah (Soziologie):Work-life balance, health and gender disparities among working adults in western Europe and the US
  • Aristeidis Myriskos (Soziologie):From inclusice to equal european public spheres bringing the theories of Feminism and Agonistic Pluralism back in
  • Atefeh Ramsari (Soziologie): Comparative study of experiencing citizenship regimes of Syria and Iraq by Kurdish ethnic people
  • Abdul Rauf (Soziologie): Boundary (un)making by youth refugees in urban spaces
  • Miriam Kathleen Schütte (Soziologie): Der Einfluss internationaler Organisationen auf kindbezogene Policies in Rumänien
  • Matthias Weber (Soziologie): Polizei und Autorität. Eine soziologische Untersuchung über polizeiliche Wissensbestände von Autorität
Weitere Informationen zu den neuen Promovierenden an der BGHS und ihren Forschungsprojekten sowie zu allen Promovierenden unter:
http://www.uni-bielefeld.de/bghs/Personen/Promovierende/
Gesendet von HGrüneberg in Allgemein

Linie 4 Vortrag und Ausstellung

Veröffentlicht am 26. März 2019
Update vom 04. April 2019:

Am 2. April 2019 hat der Vortrag "Der Tag der Weißen Bänder – Grenzübergreifendes Gedenken an den Genozid in Prijedor (Bosnien-Herzegowina)" von Johanna Paul stattgefunden. Nach einer Anmoderation von Daniele Toro, hat die Künstlerin Anita Zečić kurz über ihre Ausstellung und ihre eigenen Erlebnisse in Bezug auf den Genozid gesprochen. Anschließend hatten die Gäste die Möglichkeit, unter der Leitung von Frau Zečić, die Ausstellung zu besichtigen. Darauf aufbauend präsentierte Johanna Paul ihren Vortrag. Der Abend fand seinen Abschluss mit einer anregenden Diskussion.

Von links nach rechts: Künstlerin Anita Zečić und Moderator Daniele Toro, die Kunstaustellung von Außen und Innen, sowie Vortragende Johanna Paul

Die Veranstaltungsreihe Linie 4 hat am 19. März 2019 begonnen und bietet noch bis zum 25. Juni 2019 Vorträge von Mitgliedern der der Bielefeld Graduate School in History and Sociology (BGHS). Im nächsten Vortrag, am 07. Mai, spricht Zeynep Demir über das Thema „Psychische Gesundheit von jungen Geflüchteten in der (Post)migrationsgesellschaft“.

Eingeladen sind alle Interessierten, auch ohne Vorkenntnisse. Der Eintritt ist frei.

Weitere Informationen zur Veranstaltungsreihe:
http://www.uni-bielefeld.de/bghs/Public_Science/Linie_4/index.html

Original vom 26. März 2019:

Am 2. April findet von 13.00 bis 20.00 Uhr im Ravensberger Park vor der Volkshochschule Bielefeld eine Ausstellung des wandernden Mahnmals "Prijedor '92" der Künstlerin Anita Zečić statt. Die Installation ist allen zivilen Opfern Prijedors während des Krieges in Bosnien-Herzegowina (1992–95) gewidmet. Trotz langjährigen Kampfes gibt es bis heute kein Denkmal in Prijedor. Die Kunstaktion unterstützt die Forderung der Überlebenden und stellt einen ersten Schritt hin zu einem dauerhaften Denkmal dar. Zweck der Installation ist die Vermittlung von Angstgefühl in geschlossenen Räumen und des Gefühls der Unfähigkeit entfliehen zu können. Dies ist nur ein Bruchteil von Gefühlen, die Gefangene der Konzentrationslager erleben mussten.

Die Ausstellung begleitet den Vortrag der Soziologin Johanna Paul zum Thema "Der Tag der Weißen Bänder – Grenzübergreifendes Gedenken an den Genozid in Prijedor (Bosnien-Herzegowina)", der im Rahmen der Veranstaltungsreihe Linie 4 "Vom Umgang mit Diskriminierung: Neues aus der historischen und sozialwissenschaftlichen Forschung" am selbigen Abend von 18.00 bis 20.00 in der vhs stattfindet.

Gesendet von MChrist in Allgemein

Linie 4 - Eröffnung und Ausblick

Veröffentlicht am 25. März 2019


Linie 4 - Eröffnung und Ausblick

"Vom Umgang mit Diskriminierung: Neues aus der historischen und sozialwissenschaftlichen Forschung", unter diesem Titel wurde am 19.03. die Vortragsreihe Linie 4 in der VHS eröffnet.

Malika Mansouri gestaltete den Auftakt der Reihe mit ihrem Vortrag zum Thema "50 Jahre UN-Antirassismuskonvention" . Der gut besuchte Vortrag lud mit spannendem Input zu Diskussion und Nachfragen ein.

Wir haben mit Malika über ihren Vortrag gesprochen.

Malika, wie war die Veranstaltung für dich?

MM: Es war auf jeden Fall eine positive und lohnenswerte Erfahrung. Ich fand die Fragen und die Diskussion im Anschluss sehr interessant und fruchtbar. Man merkte, dass die Teilnehmenden sehr interessiert und reflektiert mit dem Thema umgehen. Das ist ja bekanntlich nicht immer der Fall bei dieser Thematik.

Was hat dir an dem Format besonders viel Freude bereitet?

MM: Ich war überrascht, dass einige Teilnehmende aus entfernteren Städten extra angereist sind. Das zeigt vielleicht, wie wichtig es ist und wie selten solche Themen - also Rassimus aus einer rechtskritischen Perspektive - thematisiert werden. Um so wichtiger, dass die BGHS gemeinsam für die VHS ein Forum dafür bietet.


Am 02. April hält Johanna Paul ihren Vortrag zum Thema "Der Tag der Weißen Bänder - Grenzübergreifendes Gedenken an den Genozid in Prijedor (Bosnien-Herzegowina)"

Alle Termine und Beschreibungen der Veranstaltungen finden sie hier: Linie 4

Gesendet von HGrüneberg in Allgemein

Linie 4 - Start der Veranstaltungen

Veröffentlicht am 6. März 2019


Linie 4 - Start der Veranstaltungen

"Vom Umgang mit Diskriminierung: Neues aus der historischen und sozialwissenschaftlichen Forschung", unter diesem Titel werden vom 19.03. - 25.06. BGHS-Mitglieder ihre aktuellen Forschungsprojekte in der VHS öffentlich vorstellen. Mit der Vortragsreihe Linie 4 wird Nachwuchsforschung einem breiten Publikum zugänglich und in konkreten Beispielen anschaulich gemacht. Darüber hinaus wird die Vielfalt an Forschungsprojekten sichtbar, die von Doktorand*innen an der BGHS bearbeitet wird

Alle Termine und Beschreibungen der Veranstaltungen findet ihr hier: Linie 4

Am 19.03 eröffnet Malika Mansouri die Reihe mit ihrem Vortrag zum Thema "50 Jahre UN-Antirassismuskonvention"

 


Die Vortragenden und Organisator*innen der Linie 4 Veranstaltundsreihe 2019 von links nach rechts: Lasse Bjoern Lassen, Malika Mansouri, Carla Thiele, Anja Henkel, Daniele Toro(fehlt: Johanna Paul) Foto: Hannah Grüneberg

 

Mit Daniele Toro , dem Koordinator der diesjährigen Reihe, haben wir über die Hintergründe der Reihe gesprochen.

Wie seid ihr auf das Thema gekommen?

Die vierte Vortragsreihe der Linie4 wurde zunächst ohne ein gezieltes Oberthema ausgeschrieben. Das Oberthema für die Vorlesungsreihe ergab sich dann de facto von selbst als deutlicher gemeinsamer Nenner zwischen den sechs Vorträgen. Dass alle sechs Vorträge und Referent*innen einen klaren Bezug zu Diskriminierung in den eigenen Beiträgen und Forschungsthemen hatten, und dass dieses ohne Vorankündigung auftauchte, zeigte uns ein deutliches fachliches Interesse. Eine öffentliche Relevanz des Themas „Diskriminierung“ durch fachgestützte Expertise anzusprechen, schien uns daher als bedeutend.

Wie spiegelt sich das Oberthema in den einzelnen Vorträgen wider?

Einige Referent*innen beziehen sich bereits vom Vortragstitel ausgehend auf den Umgang mit Diskriminierung als Schwerpunkt der eigenen Vorlesung. Andere nehmen demgegenüber das Oberthema als Leitfaden, um daraus bedeutende Fallbeispiele aus der eigenen Forschung zu thematisieren. Andere noch werden erst im Laufe der Lektüre den engeren Bezug zum Thema ausdrücklicher offenlegen.

Was ist für als Organisator das Besondere an der Veranstaltungsreihe? Worauf freust du dich dabei?

Ich bin auf den Austausch mit dem Publikum sehr gespannt! Die Linie 4 hat sich bereits seit ihrer Gründung vor einigen Jahren – und schon von ihrem Namen her – als Austauschbühne verstanden, um fachliche Expertise der Zivilgesellschaft zur Verfügung zu stellen. Das heißt dennoch nicht nur reine Vermittlung, sondern auch offener Austausch mit einem nichtakademischen Publikum. Das fordert die Referent*innen sowohl in ihrer Kommunikationsfähigkeit als auch in ihrer Rolle als Fachexpert*innen heraus, weil es eine echte Kunst ist, ein komplexes Phänomen so präzise und klar zu behandeln, dass sich auch Nichtspezialist*innen an der Diskussion beteiligen können. Dafür reicht nicht nur aus, ein Thema sprachlich und fachlich zu beherrschen. Es muss vielmehr auch weit über die eigenen Erfahrungs- und disziplinären Grenzen hinausgeschaut werden. Angesichts der breiten thematischen Spannbreite der sechs Vorträge freue ich mich über die Diskussion daher schon sehr.

Gesendet von HGrüneberg in Allgemein

InterDisciplines - Resümee eines Dialogs

Veröffentlicht am 4. März 2019

InterDisciplines - Resümee eines Dialogs

Seit 2010 steht die InterDisciplines für eine tragende Säule der BGHS, den interdisziplinären und internationalen Austausch zwischen Sozial- und Geschichtswissenschaften. Nach 17 erfolgreichen Ausgaben schlägt nun die vorerst letzte Ausgabe 2/2018 "Social History – Historical Sociology: On Interdisciplinary Research" den Bogen zurück zu den Anfängen dieser Idee.

Die aktuelle Ausgabe enthält spannende Beiträge von Agnes Piekacz, Chris Thornhill, Felix M. Bathon, Heidemarie Winkel, Laura Benítez Cojulún und Sebastian M. Schlerka.

Mit dem Ende der Finanzierung durch die Exzellenzinitiative wird die redaktionelle Arbeit mit Erscheinen des letzten Heftes eingestellt.

Deshalb haben wir Bilanz gezogen und freuen uns, mit Prof. Dr. Thomas Welskopp und Sebastian Schlerka einen Blick in Geschichte und Gegenwart der InterDisciplines zu werfen.

 

Links: Sebastian M. Schlerka.
Rechts: Prof. Dr. Thomas Welskopp. Foto: Hannah Grüneberg

 

"Eine echte Fachzeitschrift und keine Hauspostille der BGHS."

Thomas Welskopp ist stellvertretender Direktor der BGHS und Professor des Arbeitsbereichs Geschichte moderner Gesellschaften (18.-20.Jh.). Seit der ersten Ausgabe ist er Herausgeber der InterDisciplines.

Thomas, wie kam es zu der Idee, eine Zeitschrift zu publizieren?

TW : "Wir hatten die Absicht, die BGHS als einen innovativen Forschungskontext auszuweisen, den Ergebnissen der Promovierenden schon vor Abschluss ihrer Dissertationen ein Forum zu bieten, das in der Fachwelt auch wirklich wahrgenommen und anerkannt ist und ein Experimentierfeld für interdisziplinäre Debatten zu schaffen, das die Forschung in allen beteiligten Disziplinen bereichert und in der internationalen Research Community eine Stimme hat."

Was ist das Konzept der InterDisciplines?

TW : Die oben genannten Ziele ließen sich unseres Erachtens am besten mit einem gut gemachten online-Journal erreichen (obwohl es in begrenztem Maße auch Druckausgaben gab). Die Hauptkriterien der Interdisziplinarität und Internationalität wurden mit Themenheften, deren Fragestellung für alle Disziplinen interessant waren, und mit der Öffnung für Beiträge umgesetzt, die von Externen sowie aus allen akademischen Karrierestufen stammten.

Wie funktioniert Qualitätssicherung bei den InterDisciplines?

TW : Die InterDisciplines sollten eine echte Fachzeitschrift sein, keine Hauspostille der BGHS und mehr als eine „graue“ Working Paper Series für Doktorandinnen und Doktoranden. Daher haben wir ein aufwändiges Verfahren der Qualitätssicherung installiert, mit einem zweistufigen Peer Review-Prozess (double blind) und einem professionellen (vor allem fremdsprachigen) Lektorat.

Was hat dir besonders viel Freude gemacht?

TW: Die InterDisciplines waren ein spannendes intellektuelles Projekt, bei dem viele interessante Diskussionen über Disziplingrenzen tatsächlich stattgefunden haben. Die Zusammenarbeit der Herausgeberinnen und Herausgeber, vor allem auch mit Kathleen Thelen und Peter Jelavich, war ebenfalls erfreulich, genauso wie das Engagement unserer Gutachterinnen und Gutachter. Das Erscheinen jeden Heftes war ein freudiges Ereignis. Und um ganz ehrlich zu sein, hat mir die Motivauswahl für die Cover richtig Spaß gemacht.

"Es ist spannend, den Prozess einer Publikation mitzuerleben"

Als ein wertvolles und nachhaltiges Bindeglied zwischen verschiedenen Angeboten und Initiativen der BGHS ermöglichte die InterDisciplines es Promovierenden, sich sowohl als Autor*in als auch als Gastherausgeber*in auszuprobieren.

Sebastian M. Schlerka promoviert in der BGHS unter dem Arbeitstitel „Mehr als Säkularismus. Islam und Muslime in den Debatten des Deutschen Bundestags“ und arbeitete als Gastherausgeber der aktuellen InterDisciplines.

Sebastian, wie ist es dazu gekommen, dass du als Gastherausgeber gearbeitet hast?

SMS: Ich war im Jahr 2017 Teil des Organisationsteams für das Annual Seminar; dort hatte ich schon recht früh Interesse angemeldet, bei der Publikation einiger Beiträge mitzuwirken, was bisher immer in der InterDisciplines geschehen ist.

Wie war diese Erfahrung für dich?

SMS: Arbeitsam, aber spannend. Natürlich war es einiges an Arbeit, gerade auch weil ich ja selber einen Artikel im Heft publiziert habe, der mehrfach überarbeitet werden musste und ich es für die Diss gerade zu der Zeit noch mit einer nicht ganz einfach zu interpretierenden Quelle zu tun hatte. Nichtsdestotrotz fand ich es spannend, den Prozess einer Zeitschriftenpublikation einmal aus erster Hand mitzuerleben, von der Fertigstellung des Calls über die Gutachter*Innensuche und Auswahl der Beiträge bis hin zur Publikation der Ausgabe.

Was hat dich an dem Thema der aktuellen Ausgabe interessiert?

SMS: Schon seit meinem Bachelorstudium beider Fächer, Soziologie und Geschichte, empfand ich eine große Nähe zwischen beiden Fächern und habe entsprechend auch bereits in meiner Bachelorarbeit interdisziplinär gearbeitet. Darin ging es um die Auseinandersetzungen innerhalb des republikanischen Lagers im spanischen Bürgerkrieg aus Bourdieuscher Perspektive. Insgesamt denke ich, dass beide Disziplinen mit ihrem gemeinsamen Gegenstand - menschlichen Gesellschaften, die "geworden und immer im Werden" (Norbert Elias) sind - von einer Zusammenarbeit nur profitieren können.

Einmal Zahlen bitte!

Neben der BGHS-internen Arbeit an der Zeitschrift stellt sich die Frage, welche Reichweite die InterDisciplines erreichen konnte. Die Daten zur Rezeption weisen dabei auf einen hohen Nutzen hin. So wurden 2017 ca. 35.000 unterschiedliche Besucher*innen auf der Homepage mit insgesamt etwa 437.000 Zugriffen registriert. Dabei generiert eine neue Ausgabe mehr Zugriffe. Beispielsweise stieg im November 2017 bei der Publikation der Ausgabe „Postcolonialism and China“ die Zahl der Zugriffe von 37.000 auf 61.000 an.

Die Top-3 Artikel:

Die Auswertung basiert auf OJS-Views und AWStats von 2010-2018

Die BGHS bedankt sich für die langjährige Zusammenarbeit bei allen Herausgeber*innen, Sandra Lustig (Lektorat), Anne Ware (Layout), Melanie Eulitz (Editorial Manager) und Thomas Abel (Covergestaltung. Außerdem geht ein Dank an alle Gastherausgeber*innen und Gutachter*innen sowie an alle Editorial Assistants.

Gerne bleiben wir im Austausch zu möglichen Perspektiven und würden uns freuen, wenn der Dialog fortgeführt werden kann.

Die neue InterDisciplines-Homepage:
http://www.inter-disciplines.org/

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Interview zum Dissertationspreis

Veröffentlicht am 6. Februar 2019

Links: Clemens Eisenmann. Foto: Oliver Wiegner,
Rechts: Zoltán Boldizsár Simon. Foto: Thomas Abel

Herausragende Arbeiten: Die BGHS gratuliert zum Dissertationspreis

Am 24.01. zeichnete die Universitätsgesellschaft die besten Doktorarbeiten der Universität Bielefeld in 2018 aus. Unter den Preisträger*innen sind zwei Alumni der BGHS, Clemens Eisenmann (Fakultät für Soziologie) und Zoltán Boldizsár Simon (Fakultät für Geschichtswissenschaft, Philosophie und Theologie).

Wozu haben die beiden in ihren Projekten geforscht, wie war der Prozess dahinter und was bedeutet es, diese Auszeichnung zu bekommen? Wir haben Clemens und Zoltan zu ihren Dissertationen befragt:

Wie würdest du das Thema deiner Dissertation in einem Satz beschreiben?

CE: In meiner Dissertation habe ich Spiritualität im Yoga als eine soziale Praxis erforscht.

ZBS: Es geht um eine neuartige Weise, wie wir uns und die Welt heutzutage als historisch begreifen – dafür habe ich das Konzept des unprecedented change entwickelt.

Was bedeutet das genau?

CE: Spiritualität wird meist als etwas höchst Innerliches und Subjektives wahrgenommen. Dagegen fragt dieses Buch nach der sozialen Praxis von Spiritualität. Es bietet erstmals eine umfassende ethnographische Analyse der Yogapraxis und zeigt Innerlichkeit in Körperübungen, Yogaphilosophie und Ritualen als eine beobachtbare soziale Tätigkeit. Es ist ein Beitrag zur Religions- und Körpersoziologie, zur qualitativen Methodenentwicklung sowie zu grundlegenden Fragen der Sozialtheorie.

ZBS: Ich erforsche die Transformation unserer allumfassenden „historischen Sensibilität“, die fortlaufend seit der Mitte des letzten Jahrhunderts stattfindet. Dies ist der Fall seit westliche Gesellschaften sich selbst darin begreifen, bis dahin unvorstellbaren Veränderungen in technologischer und ökologischer Sphäre zu begegnen, die Produkt angestiegener menschlicher Handlungsfähigkeiten sind.

Wie ist es für dich, den Dissertationspreis bekommen zu haben?

CE: Ich habe mich riesig gefreut. Wenn man viele Jahre an einem Thema arbeitet sind Formen der Anerkennung manchmal eher spärlich gesät und umso größer dann die Freude, auch darüber, dass sich andere für dieses Forschungsthema interessieren.

ZBS: Auch für mich war es eine Freude. Jetzt blicke ich der Publikation meines Buches entgegen, das im Juni bei Bloomsbury erscheinen wird.

Wie war die Veranstaltung für dich?

CE: Die Preisverleihung mit den Interviews zu unterschiedlichsten Forschungsfeldern war für mich eine sehr inspirierende Veranstaltung und ganz im Sinne des "Zentrums für interdisziplinäre Forschung". Auch die musikalische Begleitung und Gespräche im Anschluss waren mir eine große Freude.

Wenn ja, wie hat dir die BGHS dabei geholfen, dein Dissertationsprojekt umzusetzen?

ZBS: Ich habe definitiv davon profitiert, Teil der BGHS zu sein. Als ich 2013 den Projektvorschlag für die BGHS zusammengeschrieben habe, plante ich noch, eher theoretische Fragen in Bezug auf Geschichte, verstanden als Geschichtsschreibung, zu fokussieren. Ich war mir dessen bewusst, dass die konzeptuelle Arbeit, die ich durchführen wollte, es erlauben würde, über Geschichte im Sinne eines historischen Prozesses zu sprechen, aber ich war mir nicht sicher, ob ich das Wagnis würde eingehen wollen. Die Strukturen der BGHS ermöglichten es mir, an zahlreichen Konferenzen teilzunehmen, bei denen ich die Kernideen meines Projekts in Form bringen konnte. Genauso gut, wie interne Diskussionen innerhalb der BGHS und der Fakultät dabei hilfreich waren.

Das Ergebnis war ein Buch, das – anders als der ursprüngliche Projektvorschlag – gleichermaßen Fragen eines historischen und historiographischen Wandels beachtet, indem ein umfassendes Konzept von veränderten historischen Bedingungen westlicher Gesellschaft erarbeitet wurde.

CE: Die interdisziplinäre BGHS hat mir einen idealen Rahmen für meine Forschung geboten. Es war, wie auch während meiner Tätigkeit an der Fakultät für Soziologie, eine stets offene und herzliche Atmosphäre, welche überaus spannenden Austausch mit Kolleg*Innen und Studierenden auch aus anderen Fachbereichen ermöglicht hat. Neben diesem Austausch und der finanziellen Unterstützung, waren es oft die "Kleinigkeiten", wie der technische Support, ein freundliches Wort oder die überaus hilfsbereite Unterstützung bei Verwaltungsangelegenheiten, die mir sehr geholfen haben das Projekt erfolgreich umzusetzen.

Kannst du anderen Promovierenden retrospektiv einen Tipp für ihre Arbeit geben?

CE: Das finde ich eine schwierige Frage. Jedes empirische Phänomen bedarf einer anderen Perspektivierung und vielleicht auch unterschiedlichen Forschungshaltungen und Forschungspersönlichkeiten. Dabei gibt es natürlich auch eine Reihe von Sackgassen, aber um manche „De-Tour“ bin ich letztlich nicht traurig, da diese zum Prozess wohl auch dazu gehören. Vielleicht ist ein guter Tipp, dass man sich hin- und wieder daran erinnert, dass auch ich niemanden kenne, dem die Dissertation leicht gefallen ist. Insbesondere in diesem Zusammenhang bin ich für die großartige Betreuung durch Bettina Heintz und Jörg Bergmann sehr dankbar.

Weitere Informationen:

Der offizielle Bericht der Uni Bielefeld:
Ausgezeichnet: Die besten Doktorarbeiten aus 2018

Buch von Zoltán Boldizsár Simon:
History in Times of Unprecedented Change

Das Buch von Clemens Eisenmann erscheint 2019 in der Reihe
"Qualitative Soziologie" bei De Gruyter:
"Alles ist Yoga!" Die spirituelle Konstruktion von Wirklichkeit

Beitrag über den BGHS-Preisträger Marius Meinhof:
Dissertationspreis für Marius Meinhof

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Bericht: Research Retreat 2018

Veröffentlicht am 13. Dezember 2018


Die Teilnehmenden des Research Retreat 2018 Foto: Sabine Schäfer

Research Retreat 2018

Am 23./24. November fand der BGHS Research Retreat 2018 in Vlotho statt. 13 Promovierende nutzten die Gelegenheit, um ihre Dissertationsprojekte vorzustellen und zu diskutieren. Neben den neuen Kolleginnen und Kollegen nahmen Prof. Dr. Ursula Mense-Petermann,und Prof. Dr. Oliver Flügel-Martinsen an den Projektvorstellungen und Diskussionen teil.

Malin Sonja Wilckens, eine der teilnehmenden Promovierenden, beschreibt den Research Retreat als besonderes Event: "Wir hatten sehr anregende, interdisziplinäre Diskussionen. Gerade das Spannungsverhältnis der unterschiedlichen Disziplinen war an einigen Stellen besonders fruchtbar. Gerne erinnere ich mich aber auch an unseren Austausch zwischendurch. Es war schön und interessant, alle besser kennenzulernen."

Der Research Retreat bietet den neuen BGHS-Promovierenden die Möglichkeit, sich ein Wochenende jenseits des akademischen Alltags der Präsentation und Diskussion neuer Dissertationsprojekte zu widmen. Zudem hatten die Teilnehmenden des Research Retreats die Möglichkeit, sich zwischen den Vorträgen im interdisziplinären Dialog und im Laufe der zwei Tage auszutauschen und kennenzulernen.

Der Research Retreat richtet sich an Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftler, die in diesem Jahr ihr Promotionsstudium in der BGHS begonnen haben. Neben der Vorstellung und Diskussion der Dissertationsprojekte werden die Forschenden von ihrer Promovierendenvertretung an der BGHS willkommen geheißen.

Weitere Informationen zum Research Retreat finden Sie hier.

Einen Überblick über aktuelle Programme an der BGHS erhalten sie hier: www.uni-bielefeld.de/bghs/Programm

Die Dissertationsprojekte der Teilnehmenden

  • Paul Akuetteh Agoe (Soziologie): Transnational Influences on Clothing Practices of Second-Generation Ghanaian Immigrants in North-Rhine Westphalia

  • Kim Dang (Geschichte): Post-socialist Governance at Work:Urban Vietnamese Workers and Their Management

  • Álvaro Augusto Espinoza Rizo(Soziologie): Sacred Spaces in Managua: Approaches from Bourdieu and Lefebvre

  • Haikel Latiff Fansuri (Soziologie): Contested Masculinity in Southeast Asia - Social Media as a Canvas for Belonging

  • Marvin Bürmann (Soziologie): Formale Fehlqualifikationen in Zeiten von Migration und Digitalisierung

  • Jascha Nord(Soziologie): Nationen und Verfassungen: Eine historisch-soziologische Analyse zum Beitrag von Verfassungen bei der Entstehung von Nationalstaaten an den Beispielen USA, Frankreich und Haiti. (1776~1848)

  • Agnes Maria Piekacz(Geschichte): The Colonists‘ Old Clothes. Altkleiderhandel im British Empire, ca. 1850–1910

  • Robert Schmieder (Soziologie): Die sozialen Netzwerke der jüdischen Arbeiterbewegung Englands und ihre transnationalen Verbindungen nach Osteuropa und in die USA. Innere Dynamik und gesellschaftliche Bedingtheit einer sozialen Bewegung

  • Andrea Schwarz (Soziologie): Applying a Latent Class Framework to Explore Panel Attrition Processes in Criminological Studies: An Illustration Based on the Study Crime in the Modern City

  • Rebecca Knecht (Soziologie): Thinking Masculinity. Care Staff’s Ascriptions of Belonging in Working with Minor Refugees.

  • Yannick Schöpper (Soziologie): Erneuerbare Energien-Politik zwischen Kontinuität und Wandel. Die Regulierung der deutschen und britischen Elektrizitätswirtschaft im Vergleich

  • Malin Sonja Wilckens (Geschichte): Das große Köpfemessen – Eine Globalgeschichte der reisenden Schädel

  • Mira Claire Zadrozny (Geschichte):Ruinenbilder.(Neues) Vergleichendes Sehen im Paris der Mitte des 19. Jahrhunderts

 

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Rückblick: BGHS Tagung und Feier zum 10-jährigen Jubiläum

Veröffentlicht am 5. Dezember 2018


Buchstabeninstallation "BGHS" vor den Tagungsräumen. Foto: Philipp Ottendörfer

Am 30. November und 1. Dezember 2018 fand im X-Gebäude der Universität Bielefeld die Tagung „Die Ausbildung des wissenschaftlichen Nachwuchses in Deutschland“ im Rahmen des 50jährigen Jubiläums der Universität Bielefeld und des 10jährigen Bestehen der BGHS statt. Die Begrüßung sprachen der Rektor der Universität, der die Erfolge der BGHS in den letzten 10 Jahren hervorhob, sowie die Direktorin der BGHS, Ursula Mense-Petermann.


Die Begrüßung durch die Direktorin der BGHS Prof. Mense-Petermann.
Foto: Philipp Ottendörfer


Die Direktorin der BGHS Prof. Mense-Petermann und der stellvertretende Direktor der BGHS, Prof. Thomas Welskopp blicken auf 10 Jahre BGHS zurück.
Foto: Philipp Ottendörfer

Dann blickten die beiden Direktoren der BGHS, Ursula Mense-Petermann und Thomas Welskopp, auf 10 Jahre BGHS zurück. Die wichtigen Elemente und Ereignisse rekapitulierten sie unter den Stichworten Gründung und Etablierung als Organisation – Die Promovierenden der BGHS - Die Entwicklung des strukturierten Studienprogramms – Interdisziplinarität – Internationalität – Gleichstellung – Aktivitäten der Promovierenden – Beiträge zur Strukturentwicklung der Universität. Am Ende zeigten sie verschiedene Ergebnisse auf und gaben einen kleinen Ausblick auf die Zukunft der BGHS.


Die Podiumsdiskussion zum Thema „Die Zukunft der Graduiertenausbildung“ in X-E0-001. Foto: Philipp Ottendörfer


Prof. Reitz (Mitte) steht auf dem Podium Rede und Antwort. Links daneben der Moderator Götzke, rechts daneben der Mitdiskutant Rektor Sagerer.
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Peter Strohschneider im Gespräch mit der BGHS-Direktorin Ursula Mense-Petermann. Foto: Philipp Ottendörfer

An diese Vorstellung schloss sich eine Podiumsdiskussion mit dem Titel „Die Zukunft der Graduiertenausbildung“ an. Diese wurde von Manfred Götzke, unter anderem Redakteur und Moderator von Campus und Karriere beim Deutschlandfunk, moderiert. Das Podium war mit Peter Strohschneider, dem Präsidenten der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG), mit Tilman Reitz, Professor für Wissenssoziologie an der Universität Jena und Experte zum Thema wissenschaftlichen Nachwuchs, Gerhard Sagerer, dem Rektor der Universität Bielefeld und Ursula Mense-Petermann, der Direktorin der BGHS, hochkarätig besetzt. Die Podiumsdiskussion wurde schnell lebhaft. Ein Thema, das Tilman Reitz mit in die Diskussion aufnahm, war der 9 Punkte-Katalog „Zur Ausbildung und Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses“, den BGHS Promovierende im Vorfeld der Veranstaltung erstellt hatten und der an alle Podiumsteilnehmer_innen auch noch einmal überreicht wurde. Einige Fragen, die an den Katalog anknüpfen, konnten Promovierende in der offenen Diskussionsrunde dann auch direkt an das Podium stellen.


Die Promovendin Jana Hoffmann übergibt den 9-Punkte-Katalog zur Ausbildung und Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses, der von BGHS-Promovierenden erstellt wurde. Foto: Philipp Ottendörfer


Die Teilnehmer_innen der Podiumsdiskussion „Die Zukunft der Graduiertenausbildung“. Foto: Philipp Ottendörfer


Richard Münch hält den Festvortrag zum Thema „Akademische Karrieren“.
Foto: Philipp Ottendörfer.

Nach der Podiumsdiskussion gab es einen kleinen Imbiss, an den sich der Festvortrag von Prof. Richard Münch, Emeritus der Universität Bamberg und Soziologe, der unter anderem zum akademischen Kapitalismus publiziert hat, anschloss. Er hielt seinen Vortrag zum Thema „Akademische Karrieren. Zwischen globalem Wettbewerb und nationalen Traditionen“

Am nächsten Morgen, am 1. Dezember, setzte sich die Tagung mit zwei Paneldiskussionen fort. Das erste Panel war zum Thema „Situation von Nachwuchswissenschaftler_innen“ und wurde von Prof. Flügel-Martinsen moderiert. Den ersten Vortrag hielt Jens Ambrassat vom Deutschen Zentrum für Hochschul- und Wissenschaftsforschung Hannover. Der Vortrag hatte den Titel „Verbleib in der Wissenschaft? Zur Opportunitätsstruktur des wissenschaftlichen Nachwuchses und gab eine empirische Grundlage für die aktuelle Beschäftigungssituation von Promovierenden und PostDocs in der deutschen Wissenschaft. Deutlich wurden dabei auch die Besonderheiten von Geistes- und Sozialwissenschaftlerinnen. Als zweiter Vortragender sprach Tilman Reitz über die ‚Beschäftigungsmisere im „Nachwuchs“ – zu den Ursachen und Alternativen.


Jens Ambrassat (DZHW) hält einen Vortrag zum Verbleib in der Wissenschaft.
Foto: Philipp Ottendörfer.


Tilman Reitz (Universität Jena) spricht über die Beschäftigungsmisere im „Nachwuchs“, seine Ursachen und mögliche Alternativen. Foto: Philipp Ottendörfer.


Das Panel 1 zum Thema Situation von Nachwuchswissenschaftler_innen.
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Carola Bauschke-Urban (Hochschule Fulda) sprach über Promotion an Hochschule für Angewandte Wissenschaften. Foto: Philipp Ottendörfer.


Mandy Böhnke (Universität Bremen/Jacobs University) widmete sich dem Thema von Promotion im Verbund. Foto: Philipp Ottendörfer.

Das zweite Panel war zu Kooperation und Konkurrenz in der Nachwuchsförderung und wurde von Sabine Schäfer, der akademischen Geschäftsführerin der BGHS, moderiert. Carola Bauschke-Urban von der Hochschule Fulda sprach zu Promotion an Hochschulen für Angewandte Wissenschaften und Mandy Boehnke von der Bremen International Graduate School of Social Sciences zu Promotion im Verbund.


Das Panel 2 zum Thema Kooperation und Konkurrenz in der Nachwuchsförderung. Foto: Philipp Ottendörfer.

Ein Imbiss auf X-B2 leitet dann zum feierlichen Teil über. Am Samstagnachmittag konnte dann in den Räumlichkeiten der BGHS das Jubiläum mit verschiedenen Programmpunkten gefeiert werden.


Die Moderatorin Sissy Lorenz wärmt das Publikum für den Science Slam auf.
Foto: Philipp Ottendörfer.

Die Moderatorin Sissy Lorenz führte als erstes durch einen Science Slam, bei dem drei BGHS-Promovierende und ein BGHS-Alumnus antraten und Slams gehört wurden, die etwa verraten haben, wie man mit Knallerpreisen in das Urlaubsparadies kommt. Dann sprachen die Alumni Ulf Ortmann und Mahshid Mayar über ihre Zeit in der BGHS und der Promovierendenvertreter für die Internationalen, Sisay Dirirsa, las einen Brief der Alumna Rumin Lou vor. Nachdem Reinhard Nießner das Stück „Aus dem Leben eines Geisteswissenschaftlers“ vorgeführt hatte wurde noch lange in den Räumen der BGHS das 10jährige gefeiert.


Die Slamer Patrick Kahle, Franz Kather, Carolin Kunz und Christian Ulbricht in der Reihenfolge ihres Auftrittes. Foto: Philipp Ottendörfer.


Sisay Dirirsa spricht für die internationalen Promovierenden der BGHS und liest einen Brief der Alumna Rumin Lou vor. Foto: Philipp Ottendörfer.


Der DJ bei der BGHS Jubiliäumsparty. Foto: Philipp Ottendörfer.


Partygespräche bei der BGHS Jubiläumsparty. Foto: Philipp Ottendörfer.


BGHS-Promovierende vor der Buchstabeninstallation BGHS.
Foto: Philipp Ottendörfer.

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Desk-Exchange: Bericht aus Lund

Veröffentlicht am 29. November 2018

Der Eingang des Universitätsgebäudes in Lund. Foto von Stefanie Haupt (BGHS).

 

Diesen November reisten erneut zwei Promovierende der BGHS von Bielefeld nach Lund, um ihre Forschungsprojekte weiterzuentwickeln und sich international zu vernetzen. Mit vielen neuen Ideen im Gepäck kamen Johanna Paul und Stefanie Haupt jetzt nach zwei Wochen zurück. So war es beispielsweise möglich, spannende Einblicke in Korrespondenzen zu bekommen, die im Nachlass der dortigen Bibliothek verwaltet werden. Die Universität Lund ist eine der größten in ganz Skandinavien und existiert bereits seit dem 17. Jahrhundert.

Und auch die persönlichen Gespräche mit Professor*innen, dortigen Promovierenden und Mitarbeiter*innen hinterließen viele Eindrücke und bereicherten den Aufenthalt. So beschreibt es Stefanie Haupt: "Die zwei Wochen in Lund haben wirklich viel Spaß gemacht. Alle haben uns herzlich empfangen, großes Interesse an unseren Projekten gezeigt und uns großartig unterstützt. Tack så mycket!"

Über das Programm:

Das Desk Exchange-Programm ermöglicht es Promovierenden aus Lund und Bielefeld, die jeweils andere Universität kennenzulernen. Dabei wird ihnen die Gelegenheit geboten, Seminare zu besuchen und eigene Dissertationsprojekte zu präsentieren. In Einzelgesprächen mit Lehrenden ihrer Gastgeberuniversität können sie ihre Fragen intensiv diskutieren.

Die Teilnehmerinnen und ihre Projekte:

Johanna Paul: Transnational mobilization for memorialization in post-war Bosnia-Herzegovina: Reconceiving diasporans as transnational actors of reconciliation.

Stefanie Haupt: Völkische Ortungen und Germanische Himmelskunde. Debatten um eine vor- und frühgeschichtliche Astronomie im Deutschland der Zwischenkriegszeit.

Weitere Infos:

Über den Desk Exchange aus dem vergangenen Jahr

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Jubiläumstagung: 10 Jahre BGHS

Veröffentlicht am 20. November 2018

Dieses Jahr feiert die BGHS ihr 10-jährige Bestehen. Zur Jubiläumstagung Die Ausbildung des wissenschaftlichen Nachwuchses in Deutschland. Verantwortung für die Zukunft am 30. November und 1. Dezember gibt es ein vielfältiges Programm: eine Podiumsdiskussion, einen Festvortrag und verschiedene Panel Sessions zum Thema.

Auf dem Podium zum Thema Die Zukunft der Graduiertenausbildung diskutieren: Peter Strohschneider (Präsident der DFG), Tilman Reitz (Universität Jena), Gerhard Sagerer (Rektor der Universität Bielefeld), Ursula Mense-Petermann (Direktorin der BGHS). Moderiert wird die Diskussion von Manfred Götzke (Deutschlandfunk).

Den Festvortrag hält Richard Münch (Universität Bamberg) zum Thema: Akademische Karrieren. Zwischen globalem Wettbewerb und nationalen Traditionen

Das vollständige Programm der Tagung ist verfügbar unter:
http://www.uni-bielefeld.de/bghs/Programm/Jubilaeum/index.html


Am Samstagnachmittag findet die Jubiläumsfeier der BGHS statt. Alle Mitglieder sind herzlich eingeladen.

Für beide Veranstaltungen wird um Anmeldung gebeten: 10jahre-bghs@uni-bielefeld.de

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Neue Ausgabe: InterDisciplines

Veröffentlicht am 2. November 2018

Die neue InterDisciplines The Body and its Multiple Dimensions ist erschienen. Im Fokus der neuen Ausgabe stehen verschiedene Perspektiven auf Definition, Hervorbringung und Beschreibung von "Körper" - von physisch bis metaphysisch, sozial konstruierten, politisch durchzogenen und ökonomisierten Körpern. Zum ersten Mal tauchte das Thema bei der Vortragsreihe Linie 4 in 2016 auf und auch bei der Konferenz Lund/York/Bielefeld, ebenfalls in 2016, griffen Mitglieder der BGHS das Thema erneut auf. Ein Ergebnis dieser Auseinandersetzungen ist die neue InterDisciplines mit fünf Artikeln internationaler Forschender.

Gastherausgeber*innen sind Cleovi C. Mosuela, Alumna der BGHS im Bereich Soziologie, und Britta Dostert, Promovierende der Geschichtswissenschaft.

Über das Thema

Eine geteilte Annahme der Artikel ist das Verständnis von "Körper" als soziologische und historische Kategorie, die in den Mittelpunkt der Analyse von Machtverhältnissen, Diskursen und gesellschaftlichen Transformationsprozessen gesetzt wurde.

Davon ausgehend wirft Michelle G. Ong die Frage auf, wie Bürger*innenschaft über die Idee eines "gesunden Körpers" entlang der Kategorien Alter und Race kostruiert wird und so soziale Ungleichheiten stabilisiert. Gegenstand ihrer Forschung ist dabei die Situation philippinischer Migrant*innen in Neuseeland.

Auch Oleksandra Tarkhanova legt den Schwerpunkt auf staatliche Diskurse und wirft einen kritischen Blick auf das gegenwärtige ukrainische Wohlfahrtssystem, indem sie reproduktive Rechte von Frauen untersucht. Tarkhanova analysiert, wie weibliche* Körper durch biologistische Diskurse dahingehend essentialisiert werden, dass sie durch einen diskursiven "höheren Zweck des Gebärens" patriarchal überformt sind.

Misogynie als zentrale Struktur vergeschlechtlichter Körper ist auch Teil des Beitrags von Susan Lindholms, die gegenderte Körper in der Hip-Hop-Sphäre analysiert. In ihrem Artikel diskutiert Lindholm die Widersprüche und Potenziale verschiedener, framender Zugehörigkeiten, wie etwa nationale, transnationale und popkulturelle Bezüge.

An dem Beispiel europäischer Fußballspieler argumentiert Katarzyna Herd , dass der Körper eine Plattform eingeschriebener Narrative sei. Herds Analyse illustriert, wie Fußballspieler in bedeutsamer Verbindung zu den Fans interagieren und Handlungsfähigkeit in Bezug auf Geschichtsschreibung und Anerkennung des Teams herstellen und gestalten.

Auch Cleovi C. Mosuela arbeitet mit einem Konzept von Agency in Bezug auf "Körper". Mosuelas beforschte Krankenschwestern, die den Philipinen ausgebildet wurden und nun in Deutschland arbeiten. Dabei stellt sie die zentrale Bedeutung von "body work", körperlicher Arbeit und "care work", fürsorgenden Tätigkeiten heraus, die eine eigene Ethik im Umgang mit Patient*innen hervorbringen.

Über die InterDisciplines

Die InterDisciplines, ein peer-reviewed Online-Journal, das an der Bielefeld Graduate School in History and Sociology (BGHS) redaktionell betreut wird, erscheint zweimal jährlich zu verschiedenen, die Geschichtswissenschaft und die Soziologie betreffende Themen. Jedes Themenheft wird von anderen Gastherausgebern betreut.

Link zur aktuellen Ausgabe:
http://www.inter-disciplines.org/index.php/indi/issue/view/24

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Projekt zur Förderung außeruniversitärer Karriere

Veröffentlicht am 2. November 2018

Thomas Welskopp, stellvertretender Direktor der BGHS, begrüßt Teilnehmende einer Veranstaltung zur außerakademischen Karriere. Foto: Thomas Abel

Das von der BGHS konzipierte Pilotprojekt „Außeruniversitäre Karriere“ zur beruflichen Förderung von Promovierenden aus den Sozial- und Geisteswissenschaften in der außerakademischen Arbeitswelt wird im Rahmen des Strategieetats der Universität von 2019 bis 2021 gefördert. Während des Pilotprojektes wird ein umfangreiches Netzwerk zu außeruniversitären Partnern aufgebaut. Auf dieser Grundlage erhalten zwölf Promovierende der BGHS die Möglichkeit, die berufliche Praxis in außeruniversitären Organisationen zu erproben und mithilfe eines Begleitprogramms zu reflektieren. Für weitere zehn Promovierende wird ein Mentoring-Programm organisiert.

Promotion – und dann?

Ab 2019 unterstützt die BGHS Promovierende mit dem Pilotprojekt „Außeruniversitäre Karriere“ bei dem Einstieg in die außerakademische Berufswelt. Das Projekt zeichnet sich dadurch als innovativer Beitrag zur Personalentwicklungsstrategie der Universität Bielefeld aus, deutschen und internationalen Promovierenden der Geistes- und Sozialwissenschaften abseits vom akademischen Arbeitsmarkt Einblicke in diverse Berufsfelder zu ermöglichen. Um die Bandbreite von Karrieremöglichkeiten kennenzulernen und dadurch eine qualifizierte Entscheidung treffen zu können, wurden zwei verschiedene Förderformate entwickelt. So ist es sowohl möglich, sich auf ein Stipendienprogramm mit sechsmonatiger Praxisphase zu bewerben als auch auf ein Mentoring-Programm, das den Zugang und Austausch mit außeruniversitären Organisationen bereitstellt. Die außeruniversitären PraxispartnerInnen des Projekts sollen dabei aus attraktiven Bereichen, u.a. aus öffentlichen Einrichtungen, Stiftungen und Unternehmen kommen.

Das Projekt baut auf die bisherige Arbeit in der BGHS in den Bereichen Transferable Skills und Career Service auf, wie etwa die Tagung zur außeruniversitären Karrierewegen im April 2018 oder den Workshops zur Entscheidungsfindung - für oder gegen die wissenschaftliche Karriere. Neben den Veranstaltungen arbeitete die Koordinatorin im Bereich Transferable Skills & Career Service Melanie Eulitz konzeptionell zum Thema außeruniversitäre Karrierewegen, so etwa im Rahmen der Bielefelder Personaloffensive in der AG Karriereentwicklung und in der UniWiND Arbeitsgruppe „Außeruniversitäre Karriereentwicklung“, aus der die Broschüre „Perspektive nach der Promotion. Berufswege außerhalb der Wissenschaft.“ hervorgegangen ist. Ab Januar 2019 wird die Arbeit im Pilotprojekt aufgenommen. Darauf folgend werden die Promovierenden der BGHS über den Ablauf des Programms und die Möglichkeiten zur Teilnahme informiert.

Weitere Informationen:

Programme und Veranstaltungen in den Bereichen Career Service und Transferable Skills:

http://www.uni-bielefeld.de/bghs/Programm/Forschung_Karriere/index.html

Stellenausschreibung:

http://www.uni-bielefeld.de/Universitaet/Aktuelles/Stellenausschreibungen/Anzeigen/Tech/tech18090.pdf/

Rückblick bisheriger Veranstaltungen:

Tagung: Außeruniversitäre Karrierewege

Exkursion zu Claas

Link zur Broschüre:

Perspektiven nach der Promotion

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