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Onlinebedarfserhebung für LehrplanerInnen

Auf dieser Seite wird erläutert, was die Onlinebedarfserhebung ist, inwiefern sie der Lehrplanung nützen kann und welche Auswertungsmöglichkeiten der Ergebnisse es gibt.

Was ist die Onlinebedarfserhebung?

Bei der Onlinebedarfserhebung handelt es sich um eine (bundesweit einmalige) Einrichtung, bei der die Studierenden vor jedem neuen Semester ihren Bedarf an Lehrveranstaltungen melden, indem sie im elektronischen Vorlesungsverzeichnis eKVV Stundenpläne mit ihrem Veranstaltungsbedarf für das zu diesem Zeitpunkt in Planung befindliche Semester anlegen. Diese Pläne können dann ausgewertet werden, so dass LehrplanerInnen in den Fakultäten die Möglichkeit haben, das Veranstaltungsangebot entsprechend nachzusteuern. Die Onlinebedarfserhebung erstreckt sich über 14 Tage.

Für die Studierenden bedeutet das frühzeitige Anlegen der Stundenpläne (noch) keine verbindliche Anmeldung zu Lehrveranstaltungen. Das Verfahren unterstützt damit die Planungsprozesse in den Fakultäten, ohne dabei die Freiheit der Studierenden bei der Veranstaltungsauswahl zu beschränken.

Hintergrund

Die Onlinebedarfserhebung wurde entwickelt, um den Fakultäten schon vor Semesterstart Anhaltspunkte geben zu können, wie die Nachfrage von Studierenden nach Lehrveranstaltungen im kommenden Semester sein wird. Dabei soll die Maßgabe der "Studierbarkeit" immer im Vordergrund stehen, das bedeutet, dass erstens darauf geachtet werden soll, dass Veranstaltungen nicht überfüllt sind und zweitens, dass sich wichtige Veranstaltungen zeitlich nicht überschneiden.

Seit der Einführung der Onlinebedarfserhebung im Jahr 2004 ist die Bereitschaft der Studierenden an der Erhebung teilzunehmen, stetig gewachsen. Die Onlinebedarfserhebung kann mittlerweile als Institution an der Universität Bielefeld betrachtet werden. Im Projektbericht der 2010 von der HIS GmbH durchgeführten OSL-Studie, bei der unter anderem die Prozesse der Lehrplanung an der Universität Bielefeld untersucht wurden, wird die Bedeutsamkeit der Onlinebedarfserhebung besonders betont und ihr weiterer Ausbau empfohlen.

Durchführung und Verantwortlichkeit

Die Onlinebedarfserhebung kann starten, sobald das Lehrangebot für das kommende Semester im eKVV veröffentlicht ist. Wann das ist, wird für jedes Semester im Kalender der Lehrplanung angezeigt, grundsätzlich liegt dieser Termin aber immer rund drei Monate vor Beginn des Semesters.

Zur Teilnahme an der Onlinebedarfserhebung ruft der/die ProrektorIn für Studium und Lehre auf, dies geschieht in einer E-Mail an alle Studierenden. Als Ansprechpartnerin für die Studierenden rund um das Thema Onlinebedarfserhebung fungiert das BIS.

Die Studierenden werden mit dieser Mail dazu aufgefordert, einerseits ihren Stundenplan anzulegen, andererseits aber auch Überschneidungen bei wichtigen Pflichtveranstaltungen - auch und gerade fakultätsübergreifend - an das BIS zu melden. Dort werden die Überschneidungsmeldungen gesammelt und aufbereitet und am Ende der Erhebungszeit an die Fakultäten zurückgemeldet.

Wie ist die Onlinebedarfserhebung in die Lehrplanung eingebettet?

Da die Universität Bielefeld Wert legt auf interdisziplinäre und miteinander kombinierbare Studiengänge, nimmt die Mehrzahl der Studierenden an Lehrveranstaltungen verschiedener Fakultäten teil. Deshalb ist es von besonderer Wichtigkeit, dass die Fakultäten sich mit den unterschiedlichen Phasen der Lehrplanung in einem gemeinsamen und verbindlichen Zeitrahmen bewegen. Diesen Rahmen bildet der Kalender der Lehrplanung an der Universität Bielefeld, der feste Termine für die Veröffentlichung der Lehrveranstaltungen im eKVV, die Onlinebedarfserhebung, Platzvergabeverfahren und die verschiedenen Phasen der Raumvergabe vorsieht.

Die Onlinebedarfserhebung kann erst dann starten, wenn die Lehrplanung in den Fakultäten soweit abgeschlossen ist, dass die Lehrveranstaltungen im eKVV veröffentlicht werden können. Der Tag der Veröffentlichung der Veranstaltungen ist in der Regel aich der Start der Onlinebedarfserhebung, die über einen Zeitraum von zwei Wochen geführt wird. Im Anschluss daran ist Zeit vorgesehen, in der die LehrplanerInnen an den Fakultäten die Ergebnisse der Onlinebedarfserhebung auswerten und ihr Veranstaltungsangebot ggf. nachsteuern können. Erst nach dieser Frist muss das endgültige Veranstaltungsangebot, zumindest für Pflichtveranstaltungen, feststehen.

Wie können die Ergebnisse der Onlinebedarfserhebung für die Lehrplanung genutzt werden?

Die Ergebnisse der Onlinebedarfserhebung haben zwei Dimensionen: Einerseits kann betrachtet werden, wie sehr einzelne Veranstaltungen nachgefragt werden und ob unter Umständen Veranstaltungen vergrößert oder sogar verdoppelt werden müssen. Andererseits sollte berücksichtigt werden, ob sich für Studierendenkohorten wichtige Lehrveranstaltungen überschneiden, so dass Studierende dadurch in ihrem Studienverlauf behindert würden.

Sowohl für die Perspektive der Kapazitätsabschätzung als auch für die Überschneidungsfreiheit bietet das eKVV Auswertungsinstrumente. Es bietet sich daher an, das Curriculum nach der Onlinebedarfserhebung noch einmal kritisch in Bezug auf diese beiden Dimensionen zu überprüfen. Sollten Veranstaltungen wegen gravierender Überschneidungsprobleme verlegt werden müssen, sollte Kontakt zu dem eKVV-Beauftragten der anderen Fakultät aufgenommen werden, damit eine gemeinsame Lösung gefunden werden kann. Die eKVV-Beauftragten sind im eKVV bei den jeweiligen Lehrveranstaltungen als Ansprechpersonen angegeben.

Auf dieser Seite werden die verschiedenen Auswertungsmöglichkeiten zur Kapazitätsabschätzung und zur Überschneidungsfreiheit detaillierter beschrieben.