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Modul 30-M-Soz-M8a Soziologie der globalen Welt a

Fakultät

Modulverantwortliche/r

Turnus (Beginn)

Jedes Semester

Leistungspunkte und Dauer

14 Leistungspunkte

Die Angaben zur Moduldauer finden Sie bei den Studiengängen, in denen das Modul verwendet wird.

Kompetenzen

Im Rahmen des allgemeinen Kompetenzkonzepts für den MA Soziologie (siehe http://www.uni-bielefeld.de/soz/studium/kompetenzkonzept.html) erwerben Studierende grundlegende theoretische und empirische Kenntnisse auf dem Stand von verschiedenen Ansätzen und Richtungen einer Soziologie der globalen Welt.

Studierende erwerben die Fähigkeit, Fragestellungen der Globalisierungs- und Weltgesellschaftsforschung zu bearbeiten. Das Modul befähigt zur theoretischen Reflexion und methodisch kontrollierten empirischen Analyse von Problemstellungen der Globalisierungs- und Weltgesellschaftsforschung.

Lehrinhalte

Das Modul "Soziologie der globalen Welt" zielt auf die Vermittlung eines soziologischen Verständnisses von Vergesellschaftungs- und Vergemeinschaftungsprozessen jenseits des so genannten "methodologischen Nationalismus". Um diese Prozesse auf ihre sozialen, kulturellen, territorialen und politischen Grenzziehungen hin zu befragen, bietet das Modul zwei Ansätze an:

In der Perspektive der Transnationalisierung stehen Querverbindungen von Institutionen und Akteuren zwischen, unterhalb und oberhalb von Nationalstaaten im Mittelpunkt. In den Blick genommen werden die Folgen der Entgrenzung sozialer Lebenswelten und gesellschaftlicher Institutionen und ihre Bedeutung für das Entstehen neuer Formationen (z.B. Diaspora, globale Regime, grenzübergreifende Netzwerke und soziale Bewegungen), aber auch für die Veränderung bestehender Strukturen und Institutionen (z.B. Regionalismus, Staatlichkeit, citizenship und governance).
Aus der Perspektive der Weltgesellschaftstheorie wird nach Mustern der Strukturbildung sowie nach Konfliktpotenzialen gefragt, die sich aus Differenzierungsprozessen sowie aus den Unvereinbarkeiten der verschiedenen politischen, rechtlichen, ökonomischen und weiteren Strukturen globaler Funktionszusammenhänge ergeben. Ferner werden die historischen Hintergründe der Herausbildung und Durchsetzung spezifischer Ordnungsformen, vor allem in Form des modernen Nationalstaats, thematisiert.

Das Modul vermittelt zum einen Kenntnisse zur Entstehung und Differenzierung einer Weltgesellschaft aus der Sicht makrosoziologischer und politikwissenschaftlicher Ansätze und zum anderen Einsichten in grenzübergreifende Verflechtungen und Formationen aus soziologischer sowie sozialanthropologischer Perspektive. Dies geschieht paradigmatisch an Beispielen aus der globalen Sozialpolitik-, Migrations-, Entwicklungs-, Klimawandel-, Politik- und Konfliktforschung. Hierbei lernen die Studierenden, transnationale und weltgesellschaftliche Ansätze für Fragen in den genannten Forschungsfeldern zu spezifizieren sowie in eigenständigen, empirischen Analysen anzuwenden.

Im Rahmen des Modulstudiums können Studierende Veranstaltungen aus drei Bereichen wählen: 1. Transnationalisierung und Transnationalität; 2. Diversität und Grenzziehungen; und 3. Differenzierungen in der Weltgesellschaft. Angeboten werden theoretisch und empirisch ausgerichtete Veranstaltungen, in denen sich Studierende grundlegendes Wissen in den Themenfeldern Transnationalisierung, Globalisierung und Weltgesellschaft aneignen. Veranstaltungen können dabei theoretisch-konzeptuelle Fragen der Erfassung globaler Strukturen und Prozesse umfassen oder sich spezielleren Fragestellungen widmen. Studierenden wird empfohlen, Veranstaltungen aus einem oder aus zwei der drei Bereiche zu wählen.

Das Modulstudium wird stets mit einer schriftlichen Ausarbeitung abgeschlossen. Diese hat grundsätzlich die Form einer Hausarbeit.

Empfohlene Vorkenntnisse

Grundkenntnisse der Literatur zu Globalisierung, Transnationalisierung und Weltgesellschaft werden bei Studierenden dieses Moduls vorausgesetzt. Als Einführungsbücher für entsprechendes Selbststudium können herangezogen werden: Thomas Faist, Margit Fauser, Eveline Reisenauer (2013): Transnational Migration. Cambridge: Polity; Bettina Heintz, Richard Münch, Hartmann Tyrell (Hrsg.) (2005): Weltgesellschaft. Stuttgart: Lucius & Lucius.
Vorausgesetzt werden auch grundlegende Kenntnisse entweder in den qualitativen oder den quantitativen Methoden der empirischen Sozialforschung.

Notwendige Voraussetzungen

Erläuterung zu den Modulelementen

Alternativ zum Studium von Seminar 1 und Seminar 2 kann ein großes Seminar mit doppeltem Umfang belegt werden.

Modulstruktur: 1-2 SL, 1 bPr 1

Veranstaltungen

Titel Art Turnus Workload (Kontaktzeit + Selbststudium) LP2
Alternativ zu Seminar 1 und Seminar 2: großes Seminar Seminar Unregelmäßig 240h (60 + 180) 8 [SL]
Seminar 1 Seminar WiSe&SoSe 120h (30 + 90) 4 [SL]
Seminar 2 Seminar WiSe&SoSe 120h (30 + 90) 4 [SL]

Studienleistungen

Veranstaltung Workload LP2
Alternativ zu Seminar 1 und Seminar 2: großes Seminar (Seminar)

Beteiligung an Gruppenarbeiten (u.a. Bearbeitung von Übungsaufgaben, Entwicklung von Forschungsdesigns, Datenerhebung und Auswertung), Moderations- oder Protokolltätigkeit und Referate nach Vorgaben der/des Dozent/in. Die Studienleistung dient der kommunikativen (schriftlichen und/oder mündlichen) Einübung und dem Erlernen der zu erwerbenden Kompetenz mit Fokus auf die Interaktionssituation des Seminars. Die Studienleistung ist Teil des Selbststudiums und der Präsenzzeit und entspricht etwa einem Zeitaufwand von 60 h.

siehe oben siehe oben
Diese Leistung kann gemeldet und verbucht werden.
Seminar 1 (Seminar)

Beteiligung an Gruppenarbeiten (u.a. Bearbeitung von Übungsaufgaben, Entwicklung von Forschungsdesigns, Datenerhebung und Auswertung), Moderations- oder Protokolltätigkeit und Referate nach Vorgaben der/des Dozent/in. Die Studienleistung dient der kommunikativen (schriftlichen und/oder mündlichen) Einübung und dem Erlernen der zu erwerbenden Kompetenz mit Fokus auf die Interaktionssituation des Seminars. Die Studienleistung ist Teil des Selbststudiums und der Präsenzzeit und entspricht etwa einem Zeitaufwand von 30 h.

siehe oben siehe oben
Diese Leistung kann gemeldet und verbucht werden.
Seminar 2 (Seminar)

Beteiligung an Gruppenarbeiten (u.a. Bearbeitung von Übungsaufgaben, Entwicklung von Forschungsdesigns, Datenerhebung und Auswertung), Moderations- oder Protokolltätigkeit und Referate nach Vorgaben der/des Dozent/in. Die Studienleistung dient der kommunikativen (schriftlichen und/oder mündlichen) Einübung und dem Erlernen der zu erwerbenden Kompetenz mit Fokus auf die Interaktionssituation des Seminars. Die Studienleistung ist Teil des Selbststudiums und der Präsenzzeit und entspricht etwa einem Zeitaufwand von 30 h.

siehe oben siehe oben
Diese Leistung kann gemeldet und verbucht werden.

Prüfungen

Organisatorische Zuordnung Art Gewichtung Workload LP2
Veranstaltungsübergreifend

Hausarbeiten haben einen Umfang von ca. 20-30 Seiten.
Die Prüfung wird von einem Lehrenden abgenommen, der eine der Lehrveranstaltungen des Moduls anbietet.

Hausarbeit 1 180h 6
Diese Leistung kann gemeldet und verbucht werden.

In diesen Studiengängen wird das Modul verwendet:

Automatische Vollständigkeitsprüfung

In diesem Modul kann eine automatische Vollständigkeitsprüfung vom System durchgeführt werden.

Legende

1
Die Modulstruktur beschreibt die zur Erbringung des Moduls notwendigen Prüfungen und Studienleistungen.
2
LP ist die Abkürzung für Leistungspunkte.
3
Die Zahlen in dieser Spalte sind die Fachsemester, in denen der Beginn des Moduls empfohlen wird. Je nach individueller Studienplanung sind gänzlich andere Studienverläufe möglich und sinnvoll.
4
Erläuterungen zur Bindung: "Pflicht" bedeutet: Dieses Modul muss im Laufe des Studiums verpflichtend absolviert werden; "Wahlpflicht" bedeutet: Dieses Modul gehört einer Anzahl von Modulen an, aus denen unter bestimmten Bedingungen ausgewählt werden kann. Genaueres regeln die "Fächerspezifischen Bestimmungen" (siehe rechtes Menü).
SL
Studienleistung
Pr
Prüfung
bPr
Anzahl benotete Modul(teil)prüfungen
uPr
Anzahl unbenotete Modul(teil)prüfungen
Diese Leistung kann gemeldet und verbucht werden.
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