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Modul 25-BE-IndiErg-TQ Tutorenqualifizierung

Fakultät

Modulverantwortliche/r

Turnus (Beginn)

Jedes Semester

Leistungspunkte und Dauer

10 Leistungspunkte

Die Angaben zur Moduldauer finden Sie bei den Studiengängen, in denen das Modul verwendet wird.

Kompetenzen

Die Teilnehmenden erwerben überfachliche Kompetenzen aus folgenden drei Bereichen:

  1. Selbstkompetenz

Die Teilnehmenden können Anforderungen und Grenzen ihrer Rolle als TutorInnen reflektieren. Dabei haben sie sich mit ihrer persönlichen sowie fachspezifischen Arbeitsweise auseinandergesetzt und durch Austausch in der interdisziplinären Teilnehmendengruppe ihr Repertoire erweitert. Des Weiteren lernen die Teilnehmenden am eigenen Beispiel, wie sie Lehr-/Lernprozesse zielorientiert organisieren können.

  1. Sozialkompetenz

Die Teilnehmenden verfügen über die Fähigkeit, aktiv konstruktives Feedback einzuholen, zu reflektieren sowie Feedback zu geben. Außerdem sind sie in der Lage, Konfliktsituationen und Störungen im Tutorium wahrzunehmen, zu reflektieren sowie Strategien zum konstruktiven Umgang mit diesen anzuwenden. Den Teilnehmenden sind verschiedene Möglichkeiten, die Beteiligung von Studierenden im Tutorium zu fördern, bewusst und sie können diese zielgruppenorientiert anwenden.

  1. Didaktische/methodische Kompetenz

Die Teilnehmenden kennen Konzepte für die methodische und didaktische Gestaltung von Lehr-/Lernprozessen in Tutorien. Sie erlangen ein Verständnis davon, wie sie gezielt Techniken des Visualisierens und Präsentierens entsprechend ihrer Person und ihres Tutoriums einsetzen können. Des Weiteren erwerben die Teilnehmenden Kenntnisse über gruppendynamische Prozesse sowie Möglichkeiten kooperativer Gestaltung von Tutorien.

Lehrinhalte

Element 1: Gruppenprozesse steuern, begleiten, anleiten
Gegenstand der Blockveranstaltung ist die Vorbereitung auf die eigene TutorInnentätigkeit. Im Zentrum stehen dabei grundlegende Konzepte und Techniken zur methodisch-didaktischen Gestaltung von Tutorien sowie die Auseinandersetzung mit dem Rollenverständnis als TutorIn im eigenen Fach. Mittels Reflexionsübungen erarbeiten sich die Teilnehmenden ein eigenes Verständnis von ihrer Rolle als TutorIn, der damit einhergehenden Verantwortung sowie der Abgrenzung gegenüber Lehrenden und Studierenden. In praktischen Übungen lernen die Teilnehmenden, wie sie Anfangssituationen in Lehrsettings gestalten und lernwirksam nutzen können. Vermittelt werden außerdem Grundlagen zur Gruppen(bildungs)prozessen sowie deren Anleitung und Anwendung. Neben dem Kennenlernen und Einsatz didaktischer Methoden wird auch die Gestaltung von Feedback thematisiert.

Element 2: Praxis beobachten und reflektieren
Die praxisbezogene Reflexionseinheit bietet die Möglichkeit, die theoretisch-praktischen Erfahrungen aus Element 1 zu vertiefen und so die eigene Handlungskompetenz im Fachtutorium zu erweitern. In diesem Sinne reflektieren die Teilnehmenden im Rahmen von wechselseitigen Peer-Hospitationen erneut ihre Rolle als TutorIn sowie ihre Kompetenzentwicklung vor dem Hintergrund der eigenen Praxis. Komplettiert wird dieses Element durch die mindestens vierstündige Teilnahme an den Workshops aus dem Peer Learning Angebot. In diesem Format können die Teilnehmenden Erfahrungen in der Praxis als Peer-TutorInnen erwerben und so ihr eigenes Handlungsfeld ausweiten.

Element 3: Schreiben, Lernen, Präsentieren
Im Mittelpunkt des Elements 3 stehen die Studienaktivitäten Schreiben, Lernen und Präsentieren. Nach persönlichem Interesse wählen die Teilnehmenden einen dieser drei inhaltlichen Schwerpunkte.

a) Schreiben
Gegenstand des Seminars ist zum einen das wissenschaftliche Schreiben als Prozess, zum anderen die Unterstützung von individuellen Schreibprozessen. Das Konzept des prozessorientierten Schreibens wird anhand der eigenen Schreiberfahrungen im Studium erarbeitet. Dabei werden Modelle und Methoden zur Textarbeit und Schreibdidaktik präsentiert. Darüber hinaus vermittelt das Seminar grundlegende Spezifika der Schreibberatung. Dabei werden Feedback- und Gesprächstechniken sowie Reflexionsmethoden erlernt. Universitäre Handlungsfelder prozessorientierter Schreibdidaktik werden exemplarisch angeregt und vorbereitet.

b) Lernen
Ziel des Seminars ist, dass die Teilnehmenden einen autonom gesteuerten Lernprozess durchlaufen und sich darin üben, persönliche Ziele zu setzen, motiviert an deren Umsetzung zu arbeiten und die Ziele zu erreichen. Sie setzen sich mit unterschiedlichen Lerntypen auseinander und erweitern ihr Repertoire an Lernstrategien. Durch das wechselseitige Peer-Coaching erwerben die Teilnehmenden darüber hinaus Kompetenzen in der Lernbegleitung. Dabei kommen Methoden aus dem Coaching, dem Wissensmanagement und der Schreibdidaktik zum Einsatz.

c) Präsentieren
Die Vorbereitung, Gestaltung, Durchführung und Auswertung von Präsentationen ist Gegenstand des Seminars. Der Präsentationsprozess wird anhand eines Kurzvortrags selbst erlebt, bewusstgemacht und reflektiert. Studierenden werden Methoden zur Themenfindung, Stoffreduktion sowie Teilnehmeraktivierung vermittelt. Unterschiede zwischen mündlicher und schriftlicher Kommunikation werden erarbeitet. Die Bedeutung konstruktiven Feedbacks wird für die Entwicklung von Präsentationskompetenz in den Blick genommen.

Empfohlene Vorkenntnisse

Notwendig:
Parallel zur Teilnahme an E1 ist die Leitung eines Tutoriums (Fachtutorium, Übungsgruppe, PAL-Session, Praktikum, Einführungstutorium, Orientierungstutorium, die Begleitung einer Lehrveranstaltung in Form eines Beratungsangebots o. Ä.) erforderlich.

Die Teilnahme an E2 und E3 setzt die Teilnahme an E1 voraus.
E1 kann unabhängig von einer Teilnahme an E2 und E3 besucht werden.

Notwendige Voraussetzungen

Erläuterung zu den Modulelementen

Es muss nur eines der Elemente E3a, E3b oder E3c studiert werden.

Modulstruktur: 3 SL, 1 uPr 1

Veranstaltungen

Titel Art Turnus Workload (Kontaktzeit + Selbststudium) LP2
E1: Methodische und didaktische Grundlagen für TutorInnen Seminar WiSe&SoSe 60h (30 + 30) 2 [SL]
E2: Praxis beobachten und reflektieren Praxisstudie o. Seminar WiSe&SoSe 60h (15 + 45) 2 [SL] [Pr]
E3a: Schreiben Seminar WiSe 120h (30 + 90) 4 [SL]
E3b: Lernen Seminar SoSe 120h (30 + 90) 4 [SL]
E3c: Präsentieren Seminar WiSe 120h (30 + 90) 4 [SL]

Studienleistungen

Veranstaltung Workload LP2
E1: Methodische und didaktische Grundlagen für TutorInnen (Seminar)

Die Studienleistung dient der Einübung einer reflexiven und diskursiven Haltung zu den in der Veranstaltung behandelten Themen und hat im Hinblick auf die im Modul verankerten Kompetenzen einen einübenden und vertiefenden Charakter. Eine Studienleistung ist das Anfertigen einer Aufgabe zu Übungszwecken.
Erwartet wird die Erbringung von Übungs- und reflektierenden Aufgaben zu den Seminarinhalten, z.B. das Verfassen von Reflexionstexten zu eigenen Studienaktivitäten, das Erstellen von Seminar- und Übungsprotokollen, die Zusammenfassung eines Textes, Vorbereitung und Durchführung einer Kurzpräsentation, Vorbereitung und Durchführung einer Gruppenarbeit, etc.

siehe oben siehe oben
Diese Leistung kann gemeldet und verbucht werden.
E2: Praxis beobachten und reflektieren (Praxisstudie o. Seminar)

siehe E1

siehe oben siehe oben
Diese Leistung kann gemeldet und verbucht werden.
E3a: Schreiben (Seminar)

siehe E1

siehe oben siehe oben
Diese Leistung kann gemeldet und verbucht werden.
E3b: Lernen (Seminar)

siehe E1

siehe oben siehe oben
Diese Leistung kann gemeldet und verbucht werden.
E3c: Präsentieren (Seminar)

siehe E1

siehe oben siehe oben
Diese Leistung kann gemeldet und verbucht werden.

Prüfungen

Organisatorische Zuordnung Art Gewichtung Workload LP2
E2: Praxis beobachten und reflektieren (Praxisstudie o. Seminar)

Die TeilnehmerInnen dokumentieren und reflektieren ihren Lern- und Kompetenzentwicklungsprozess in einem Portfolio und erstellen eine eigenständige Gesamtreflexion. Das Portfolio entsteht über den gesamten Zeitraum des Moduls zu den Veranstaltungen E1-E3.

Die TeilnehmerInnen erstellen und sammeln im Rahmen des Moduls fortlaufend Materialien und Reflexionen zu ihren Lernprozessen, Praxiserfahrungen und Beobachtungen (z. B. zu Peer-Hospitationen, zum Peer-Feedback, zu Workshopbesuchen und zu Seminarinhalten). Aus dieser Sammlung wählen sie die Inhalte ihres Portfolios aus. Im Portfolio begründen sie die Auswahl der Inhalte und reflektieren vor diesem Hintergrund ihren veranstaltungsübergreifenden Lern- und Entwicklungsprozess.

Das Portfolio wird im Rahmen von E2 präsentiert. Die Portfolio-Präsentation stellt die Modulprüfung dar.

Portfolio mit Abschlussprüfung unbenotet 60h 2
Diese Leistung kann gemeldet und verbucht werden.

In diesen Studiengängen wird das Modul verwendet:

Automatische Vollständigkeitsprüfung

In diesem Modul kann eine automatische Vollständigkeitsprüfung vom System durchgeführt werden.

Legende

1
Die Modulstruktur beschreibt die zur Erbringung des Moduls notwendigen Prüfungen und Studienleistungen.
2
LP ist die Abkürzung für Leistungspunkte.
3
Die Zahlen in dieser Spalte sind die Fachsemester, in denen der Beginn des Moduls empfohlen wird. Je nach individueller Studienplanung sind gänzlich andere Studienverläufe möglich und sinnvoll.
4
Erläuterungen zur Bindung: "Pflicht" bedeutet: Dieses Modul muss im Laufe des Studiums verpflichtend absolviert werden; "Wahlpflicht" bedeutet: Dieses Modul gehört einer Anzahl von Modulen an, aus denen unter bestimmten Bedingungen ausgewählt werden kann. Genaueres regeln die "Fächerspezifischen Bestimmungen" (siehe rechtes Menü).
SL
Studienleistung
Pr
Prüfung
bPr
Anzahl benotete Modul(teil)prüfungen
uPr
Anzahl unbenotete Modul(teil)prüfungen
Diese Leistung kann gemeldet und verbucht werden.
Diese Leistung kann gemeldet und verbucht werden.