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Universität Bielefeld erhält Islam-Bibliothek in deutscher Sprache

Veröffentlicht am 30. Mai 2008, 00:00 Uhr

Erforschung des zeitgenössischen Islam in Deutschland

Hassan Özdogan, Vorsitzender des in Bonn ansässigen Muslimischen Sozialen Bundes und der deutschen Sektion der World Islamic Call Society, übereichte der Universität Bielefeld am 29. Mai eine vollständige, 500 Titel umfassende islamwissenschaftliche Bibliothek. Die Bibliothek zeichnet sich durch die Anzahl und Auswahl aktueller Titel aus, die für religionswissenschaftliche Fragestellungen zum Islam unverzichtbar sind. Von Al Ghazali bis Annemarie Schimmel sind alle wesentlichen Werke der Primär- und Sekundärliteratur nun fast durchweg in deutscher Sprache in Bielefeld vorhanden. Die Schenkung kam durch die Vermittlung von Wolf Ahmed Aries, Dozent der Abteilung Theologie der Universität Bielefeld, zustande.

Prof. Dr. Neidhard Bulst, Hassan Özdogan, Professsorin Dr. Dr. Ina Wunn,  Dr. Michael Höppner  und  Wolf Ahmed Aries (v.l.)
Prof. Dr. Neidhard Bulst, Hassan Özdogan, Professsorin Dr. Dr. Ina Wunn, Dr. Michael Höppner und Wolf Ahmed Aries (v.l.)

Özdogan möchte mit dieser Stiftung gezielt die im Aufbau befindliche religionswissenschaftliche Forschungsstelle um Professorin Dr. Dr. Ina Wunn und Wolf Ahmed Aries unterstützen, die sich der Erforschung des zeitgenössischen Islam in Deutschland widmet. Mit ihrer Platzierung innerhalb der sowohl theologisch als auch sozialwissenschaftlich arbeitenden Abteilung Theologie wird, so ist sich Özdogan sicher, nicht nur eine hervorragend positionierte Forschungsgruppe unterstützt, sondern Studenten ein direkter Zugang zu islamischen Originalquellen ermöglicht und ein aktiver Beitrag zum interreligiösen Dialog geleistet.

Professorin Dr. Dr. Ina Wunn versprach einen Gabentausch. Die Bielefelder Wissenschaftler würden ihrerseits dazu beitragen, den Dialog zwischen den Kulturen zu fördern und ihre Studierenden dazu befähigen. Sie dankte Özdogan für die "Fachbibliothek", deren Aufbau normalerweise Jahre in Anspruch nimmt. Professor Dr. Neidhard Bulst, Prodekan der Fakultät für Geschichtswissenschaft, Philosophie und Theologie, machte an zwei Beispielen deutlich, wie wichtig der interkulturelle Vergleich in der Wissenschaft ist. Die islamische Bibliothek ermögliche nun den direkten Zugang zur islamischen Sichtweise. Bibliotheksdirektor Dr. Michael Höppner erläuterte an Hand von Zahlen die Bedeutung der Islam-Bibliothek für die Fachbibliothek.

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