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40 Millionen Euro aus Berlin: it’s OWL siegt im Spitzencluster-Wettbewerb

Veröffentlicht am 19. Januar 2012, 16:13 Uhr

Universität Bielefeld wichtiger Partner im regionalen Konsortium

In OstWestfalenLippe knallen die Sektkorken: Die regionale Hightech-Strategie „it’s OWL“ gehört zu den Siegern im Spitzencluster-Wettbewerb der Bundesregierung. „Das ist ein Riesen-Erfolg für die Region und demonstriert eindrucksvoll die Leistungsstärke unserer Wirtschaft und Wissenschaft. Der Sprung unter die Spitzencluster zeigt, dass wir zur Champions League der Wirtschafts- und Technologiestandorte gehören“, freut sich Herbert Sommer, Vorsitzender der Gesellschafterversammlung der OstWestfalenLippe Marketing GmbH. Lohn des Kraftakts: Das Bundesforschungsministerium stellt 40 Millionen Euro für die Entwicklung neuer Technologien bereit. Professor Dr.-Ing. Gerhard Sagerer, Rektor der Universität Bielefeld: „Dieser Erfolg ist ein großer Gewinn für Hochschulen und Unternehmen – und damit für ganz OstWestfalenLippe. Durch die Förderung durch das Bundesforschungsministerium erfolgt der Transfer unserer Forschung in die Unternehmen der Region in Zukunft massiver und schneller. Auch wird die anwendungsorientierte Forschung in unseren Universitäten stärker angeregt. Hinzu kommt: Unternehmen erfahren schon frühzeitig von neuen Forschungsthemen, die für ihre Branche bedeutsam sind.“

Unter dem Dach der Clusterstrategie „it’s OWL – Intelligente Technische Systeme OstWestfalenLippe“ arbeiten 173 Unternehmen, Hochschulen, Forschungseinrichtungen und Organisationen zusammen. Konzeptioneller Leiter ist Prof. Dr.-Ing. Jürgen Gausemeier,  Vorstand des Heinz Nixdorf Instituts der Universität Paderborn. Die OWL Marketing GmbH koordiniert den Prozess. „Die Strategie trägt dazu bei, leistungsfähige Produktion am Standort Deutschland zu halten, und wird einen starken Impuls für die Innovationsregion OstWestfalenLippe geben“, erklärt Jürgen Gausemeier.

Mit Hilfe der Fördermittel aus Berlin werden in den nächsten Jahren 45 Forschungs- und Entwicklungsprojekte in die Tat umgesetzt und völlig neue Produkte konzipiert – vom intelligenten Haushaltsgerät über die sich selbst optimierende Maschine bis zum Erntefahrzeug, das seine Umgebung analysiert. Teil des Programms ist der Wissenstransfer zu kleinen und mittleren Unternehmen. Jürgen Gausemeier verweist auf die enorme Bedeutung des Clusters für die Zukunftsfähigkeit und Attraktivität der Region: „Wir bauen die Zusammenarbeit von Wirtschaft und Wissenschaft aus, stärken die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen, sichern Beschäftigung und schaffen neue Arbeitsplätze in der Region.“

Gefeiert wird der Erfolg aber nur kurz, denn nun gilt es, die Ärmel aufzukrempeln. So müssen bis Ende März beim Bundesforschungsministerium die Förderanträge für einen Großteil der Projekte gestellt werden. Zudem wird it’s OWL für die Profilierung des Standorts genutzt: Unter der Erfolgsmarke präsentieren OWL Marketing und OWL Maschinenbau mit zahlreichen Partnern OstWestfalenLippe auf der Hannover Messe im April als Spitzentechnologie-Standort.

Herbert Sommer ist überzeugt, dass der Cluster it’s OWL den Zusammenhalt und die Vernetzung in OstWestfalenLippe dauerhaft voranbringen wird: „Die Initiative zeigt deutlich, dass wir sehr viel erreichen können, wenn wir unsere Kräfte in der Region bündeln.“

Die Marke it’s OWL "Intelligente Technische Systeme OstWestfalenLippe" steht für eine regionale Entwicklungsstrategie, um OstWestfalenLippe im europäischen Maßstab zum Standort für Spitzentechnologie auszubauen. 127 Unternehmen, 16 Hochschulen und Kompetenzzentren sowie 30 wirtschaftsnahe Organisationen setzen gemeinsam eine Clusterstrategie um, die in den Branchen Maschinenbau, Elektro, Elektronik und Automobilzulieferung die Wettbewerbsposition der Region stärkt. Wirtschaft und Wissenschaft planen Projekte im Umfang von rund 100 Millionen Euro und Programme, um den Wissenstransfer zu kleinen und mittleren Unternehmen zu sichern. Die OstWestfalenLippe Marketing GmbH koordiniert die Umsetzung der Strategie. Konzeptioneller Leiter ist Prof. Dr.-Ing. Jürgen Gausemeier.

Intelligente Technische Systeme beruhen auf einer Symbiose von Informatik und Ingenieurwissenschaften. Sie passen sich ihrer Umgebung und den Wünschen ihrer Anwender im Haushalt, in der Produktion, im Handel und auf der Straße an, sparen Ressourcen und sind intuitiv zu bedienen. Sie bewältigen auch unerwartete Situationen in einem dynamischen Umfeld und können auf der Basis von Erfahrungswissen Gefahren frühzeitig erkennen und Strategien zur Bewältigung entwickeln.

Der Wettbewerb „Deutschlands Spitzencluster – Mehr Innovation. Mehr Wachstum. Mehr Beschäftigung“ wurde 2007 vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gestartet. In der dritten und letzten Runde des Wettbewerbs hatten sich 24 Cluster beworben, elf von ihnen sind in die Finalrunde gelangt. Die fünf Sieger sind von einer unabhängigen Expertenjury ausgewählt worden. Das erfolgreiche Cluster-Quintett bekommt jeweils bis zu 40 Millionen Euro Fördermittel von der Bundesregierung.

Diese 25 Kernunternehmen engagieren sich mit erheblichen Eigenmitteln und setzen Innovationsprojekte um:
AEG Power Solutions GmbH
Beckhoff Automation GmbH
Benteler Automobiltechnik GmbH
Behr-Hella Thermocontrol GmbH
CLAAS KGaA mbH
Delta Energy Systems GmbH
DENIOS AG
GILDEMEISTER AG
GOLDBECK GmbH
HARTING KGaA
Haver & Boecker Maschinenfabrik
Hella KGaA Hueck & Co.
Herbert Kannegiesser GmbH
Hesse & Knipps GmbH
Infineon Technologies AG
Karl E. Brinkmann GmbH
Lenze SE
Miele & Cie. KG
Neuenkirchener Maschinenfabrik Emil Kemper GmbH
Paul Hettich GmbH & Co. KG
PHOENIX CONTACT GmbH & Co. KG
WAGO Kontakttechnik GmbH & Co. KG
Weidmüller Holding AG & Co. KG
Wincor Nixdorf International GmbH
WITTENSTEIN motion control GmbH

Weitere Informationen unter:
www.its-owl.de

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