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Neues Industrie-Assistenzsystem leitet bei der Montage an

Veröffentlicht am 2. April 2014, 12:22 Uhr

Universität Bielefeld präsentiert Entwicklung auf der Hannover Messe

Die Universität Bielefeld stellt auf der Hannover Messe ein neues Assistenzsystem für die industrielle Fertigung vor. Das Gerät erkennt Werkstücke und zeigt durch eine Projektion auf der Arbeitsfläche an, wie sie montiert werden müssen. Auch bei der Prüfung von Bauteilen unterstützt das System. Zu sehen ist es vom 7. bis 11. April auf dem Stand der Universität Bielefeld in Halle 16 (Stand A04). Der Stand ist Teil der gemeinschaftlichen Ausstellungsfläche des Spitzenclusters it's OWL (Intelligente Technische Systeme in Ostwestfalen-Lippe).

Das System „PROMIMO“ soll Industriearbeiter dabei unterstützen, Werkstücke, zum Beispiel Getriebemotoren (Bild), richtig zu montieren. Foto: Universität Bielefeld
Das System „PROMIMO“ soll Industriearbeiter dabei unterstützen, Werkstücke, zum Beispiel Getriebemotoren (Bild), richtig zu montieren. Foto: Universität Bielefeld
Die Universität präsentiert sich auf der Hannover Messe 2014 mit ihren Einrichtungen CITEC (Exzellenzcluster Kognitive Interaktionstechnologie) und dem CoR-Lab (Forschungsinstitut für Kognition und Robotik). Auch ein Projekt der Fakultät für Physik ist auf der Messe zu sehen.

Das neue Assistenzsystem heißt „PROMIMO“ (Prozessintegrierte Mitarbeiter-Unterstützung in der Montage). Auf der Messe wird gezeigt, wie das Gerät bei der Montage eines Getriebemotors unterstützt. So zeigt es mit der Projektion auf seiner Arbeitsfläche an, an welchen Stellen zusätzliche Teile angebracht werden müssen und es weist auf häufige Montagefehler hin. „Eine Besonderheit des Gerätes ist, dass die Mitarbeiter direkt während der Arbeit selbst Hinweise und Fehler eingeben können“, erklärt Professor Dr. Jochen Steil, Geschäftsführer des CoR-Lab. „Durch die Eingabe von Reklamationen und Instruktionen lassen sich Fehlerquellen des Montageprozesses aufdecken. Mit gezielten Anleitungen können diese Fehler dann vermieden werden. Dadurch profitieren die Prozess- und Produktqualität.“ Hinzu kommt, dass Industriearbeiterinnen und -arbeiter das Gerät leicht mit Anleitungen für neue Werkstücke ausstatten können, ohne es programmieren zu müssen. Eine Kamera zeichnet dafür Schritt für Schritt auf, welche Handgriffe bei der Montage zu berücksichtigen sind. Die Anleitung geht per E-Mail an einen Produktmanager, der die neue Instruktion dann nachbearbeitet und freigibt. „Weil das Gerät mit Projektionen arbeitet, ist es auch für feuchte Umgebungen geeignet“, sagt Stefan Rüther vom CoR-Lab. Der Ingenieur ist einer der Entwickler des Systems.

Der Forschungsprototyp PROMIMO wird im „it's OWL“-Querschnittprojekt Mensch-Maschine Interaktion gemäß den Anforderungen von „Industrie 4.0“ entwickelt. Das Forschungsinstitut CoR-Lab treibt die Weiterentwicklung des Systems in Zusammenarbeit mit Industriepartnern voran.

Mit ihrer Forschung ist die Universität Bielefeld auch auf anderen prominenten Ständen vertreten. CoR-Lab präsentiert das Projekt „FlexiMon“ zu einfach anpassbaren Produktionssystemen. Dabei handelt es sich um ein Innovationsprojekt des Spitzenclusters it’s OWL. Zu sehen ist es auf dem Stand des Wirtschaftspartners HARTING Technologiegruppe in Halle 11, Stand C13.

Die Fakultät für Physik der Universität Bielefeld zeigt ihre Forschung zu neuartigen elektronischen Bauteilen, den Memristoren, auf dem Gemeinschaftsstand des Ministeriums für Innovation, Wissenschaft und Forschung des Landes Nordrhein-Westfalen in Halle 2, Stand Nr. C32. Dort wird eine nervenähnlich aufgebaute Schaltung mit Memristoren demonstriert, die in Zusammenarbeit mit Bielefelder Biologen entstanden ist.


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