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Neuer Dortmund-Tatort mit Bielefelder Robotern

Veröffentlicht am 17. September 2012, 16:41 Uhr

Wenn am 23. September der Dortmunder Tatort in der ARD Premiere feiert, sind auch zwei Protagonisten der Bielefelder Universität dabei: iCub und Flobi.  Die beiden Roboter haben einen kurzen Auftritt. Roboterforscher Frank Hegel: „Das war eine ganz neue Erfahrung für uns, unsere Roboter aus dem Forschungslabor in ein höchstlebendiges Filmsetting zu bewegen. Einerseits war das ein ganz neues Anwendungsfeld in denen der reale Roboter mit seinen technischen Limitationen erst einmal glaubwürdig funktionieren muss – und andererseits war es für uns auch sehr spannend, zu beobachten, wie ein professioneller Schauspieler den iCub mit seinen Interaktionsmöglichkeiten bespielt“.

Eine kurze Filmscene mit dem Roboter iCub wird vorbereitet.
Eine kurze Filmscene mit iCub wird vorbereitet.
iCub ist eine humanoide Roboter-Plattform, die von einem Konsortium mehrerer europäischer Universitäten entwickelt wurde. Die Universität Bielefeld hat iCub im Rahmen des europäischen ITalk-Projekts (Integration and Transfer of Action and Language Knowledge in Robots) angeschafft. In diesem Forschungsprojekt sollen humanoide Roboter wie ein Kind die Sprache erlernen. Das Aussehen des iCubs ist dem eines dreieinhalb-jährigen Kindes nachempfunden.  Der zweite  Roboter, der anthropomorphe Roboterkopf „Flobi“ soll zukünftig mit Menschen interagieren und von diesen, zum Beispiel als Lehrer, akzeptiert werden, so soll er beispielsweise Astronauten beim Fitnesstraining unterstützen. „Flobi“ verfügt hierfür über verschiedene Möglichkeiten, menschliche Emotionen nachzustellen.

Beide Roboter wurden auf ihren Auftritt in Dortmund umfangreich vorbereitet, das heißt programmiert, denn für den Spielfilm wurden ganz spezielle Bewegungen benötigt. Florian Lier, Simon Schulz, Lars Schillingmann und Dr.-Ing. Frank Hegel brachten ihre Forschungsobjekte selbst zum Drehort. Für die kurze Filmszene mit den Robotern benötigte das Drehteam einen ganzen Tag. Am Ende waren Filmcrew und Wissenschaftler mit den Leistungen der Bielefelder Protagonisten zufrieden.

Bei der Vorpremiere im August im Dortmunder Stadion konnten die Bielefelder Roboterforscher den neuen Tatort bereits sehen. „Leider ist das zahlreiche Filmmaterial mit dem Roboter stark gekürzt worden, aber die Bielefelder Roboter symbolisieren im Tatort eindrucksvoll den Fortschritt interaktiver Technologien und dem Dortmunder Ermittler hat die Interaktion sichtlich Spaß gemacht“, so Frank Hegel.

 

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