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Humboldt-Professur verliehen: „Exzellenter Mathematiker“ kommt nach Bielefeld

Veröffentlicht am 4. Mai 2016, 11:00 Uhr
William Crawley-Boevey forscht für fünf Jahre an der Universität

Die Alexander von Humboldt-Professur 2016 – der höchstdotierte Forschungspreis in Deutschland – wurde gestern (03.05.2016) in Berlin verliehen, und die Universität Bielefeld war dabei. Der Mathematiker Professor Dr. William Crawley-Boevey, einer von insgesamt sechs Preisträgerinnen und Preisträgern, wird ab Oktober an der Universität Bielefeld forschen. Der Wissenschaftler wechselt von der Universität Leeds in Großbritannien nach Bielefeld. Die Humboldt-Professur ist für theoretisch arbeitende Wissenschaftler wie Crawley-Boevey mit 3,5 Millionen Euro über fünf Jahre dotiert.


Bei der Verleihung der Alexander von Humboldt-Professur in Berlin: Rektor der Universität Bielefeld, Professor Dr. Gerhard Sagerer, Staatssekretärin im Bundesministerium für Bildung und Forschung, Cornelia Quennet-Thielen, Preisträger Professor Dr. William Crawley-Boevey und Präsident der Humboldt-Stiftung Helmut Schwarz (v.l) Foto: Humboldt-Stiftung/David Ausserhofer
Bei der Verleihung der Alexander von Humboldt-Professur in Berlin: Rektor der Universität Bielefeld, Professor Dr. Gerhard Sagerer, Staatssekretärin im Bundesministerium für Bildung und Forschung, Cornelia Quennet-Thielen, Preisträger Professor Dr. William Crawley-Boevey und Präsident der Humboldt-Stiftung Helmut Schwarz (v.l) Foto: Humboldt-Stiftung/David Ausserhofer
„Wir freuen uns auf einen exzellenten Mathematiker, der die Fachwissenschaft mit seiner Expertise bereichert“, sagt Rektor Professor Dr.-Ing. Gerhard Sagerer. Die Universität Bielefeld hat Crawley-Boevey nominiert.

In einem Team mit Professor Dr. Henning Krause wird Crawley-Boevey zukünftig gemeinsam im Arbeitsbereich Darstellungstheorie forschen. Krause sieht die Auszeichnung als Investition in die Mathematik-Fakultät, um auch künftig im internationalen Spitzenfeld mitmischen zu können. Ziel der Humboldt-Professur ist es, Teams und Strukturen an einer deutschen Hochschule aufzubauen, die weltweit konkurrenzfähig sind. Während seiner Postdoc-Zeit in Bielefeld (1988 bis 1990) hatte der englische Wissenschaftler bereits Kontakte geknüpft und seitdem enge Verbindungen gepflegt. Aus Leeds bringt der Mathematiker einen Doktoranden für die Forschungsarbeiten mit. Weitere Postdocs für sein Team sind bereits am Lehrstuhl in Bielefeld tätig.

In den kommenden fünf Jahren will sich der Wissenschaftler ausführlich der Forschung widmen. Er ist durch die Humboldt-Professur für die nächsten fünf Jahre von der Lehre freigestellt. Er wolle aber Seminare für interessierte Mathematikstudierende anbieten, um die Nachwuchswissenschaftler von seinem Forschungsgebiet zu begeistern, so Henning Krause.

William Crawley-Boevey, Experte für die Darstellungstheorie von Algebren, wechselt im Oktober von Leeds an die Universität Bielefeld. Foto: Robert J. Marsh
William Crawley-Boevey, Experte für die Darstellungstheorie von Algebren, wechselt im Oktober von Leeds an die Universität Bielefeld. Foto: Robert J. Marsh
William Crawley-Boevey befasst sich in seiner Forschung mit der Darstellungstheorie von Algebren. Die Darstellungstheorie von Algebren hat einen hohen Stellenwert in Bielefeld, sie wurde hier in den 1970er-Jahren etabliert. „Mit der Berufung von William Crawley-Boevey können wir diese Tradition noch stärker ausbauen“, sagt Krause. Er bezeichnet die Forschungsarbeit seines Kollegen als „Weltklasse. Sie wird die Bielefelder Mathematik wunderbar ergänzen.“

William Crawley-Boevey, geboren 1960 in London, lehrt derzeit Reine Mathematik an der Universität Leeds. Nach seinem Studium in Cambridge wurde er 1985 promoviert. Anschließend folgten Stationen als Postdoc in Liverpool, Bielefeld, Oxford und Leeds. Er ist Fellow der American Mathematical Society.

Die Alexander von Humboldt-Professur wird seit 2008 ausgeschrieben und ist mit 3,5 Millionen Euro der höchst dotierte Forschungspreis Deutschlands. Die Auszeichnung wird von der Alexander von Humboldt-Stiftung vergeben und vom Bundesministerium für Bildung und Forschung finanziert. Mit der Humboldt-Professur möchte die Stiftung deutschen Hochschulen ermöglichen, ihr eigenes Profil im weltweiten Wettbewerb zu schärfen. Dadurch geben sie Hochschulen die Chance, Spitzenkräften international konkurrenzfähige Rahmenbedingungen zu bieten. Der Preis beinhaltet zugleich die Verpflichtung, den neuen Humboldt-Professoren eine langfristige Perspektive für ihre Forschungen in Deutschland zu bieten.

Weitere Informationen im Internet:
www.humboldt-professur.de/de/

Mathematik: Universität Bielefeld erhält Humboldt-Professur (PM vom 26.10.2015)
http://ekvv.uni-bielefeld.de/blog/pressemitteilungen/entry/mathematik_universit%C3%A4t_bielefeld_erh%C3%A4lt_humboldt

Alexander von Humboldt-Professuren: Gleich drei Auszeichnungen gehen nach Nordrhein-Westfalen (PM des Wissenschaftsministeriums vom 03.05.2016)
www.wissenschaft.nrw.de/presse/pressemeldungen/details/alexander-von-humboldt-professuren-gleich-drei-auszeichnungen-gehen-nach-nordrhein-westfalen/


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