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Humboldt-Preisträger aus Frankreich forscht an der Universität Bielefeld zu Steuermechanismen in Zellen

Veröffentlicht am 9. Juni 2010, 11:26 Uhr

Professor Dr. Jean-Pierre Jacquot, einer der diesjährigen Forschungspreisträger der Alexander von Humboldt-Stiftung, forscht seit dem Frühjahr am Lehrstuhl für Biochemie und Physiologie der Pflanzen bei Professor Dr. Karl-Josef Dietz in der Fakultät für Biologie der Universität Bielefeld. Jacquot ist Professor für Pflanzenbiochemie an der Université Henri Poincaré in Nancy (Frankreich) und Mitglied des renommierten L’Institute Universitaire de France.

Professor Dr. Karl-Josef Dietz und sein Gast Professor Dr. 
Jean-Pierre Jacquot (v.l.)
Professor Dr. Karl-Josef Dietz und sein Gast Professor Dr. Jean-Pierre Jacquot (v.l.)
Ausgezeichnet wurde Professor Jacquot für grundlegende Entdeckungen zur Regulation zellulärer Prozesse durch das Reduktions-/Oxidationsmilieu (Redox-Milieu). Seine Arbeiten zum Thioredoxin- und Glutaredoxinsystem haben dieses Forschungsgebiet nachhaltig geprägt. Hierbei handelt es sich um grundlegende Steuermechanismen der Zellen von Bakterien, Pflanzen und Tieren, um die Aktivität ihres Stoffwechsels und ihrer Genexpression an wechselnde Umweltbedingungen anzupassen. Unter günstigen Bedingungen wird das Redoxmilieu genau kontrolliert. Beim Einwirken von ungünstigen Stressfaktoren verschiebt sich das Redoxmilieu mit der Gefahr akuter Schadensentwicklung und des Absterbens der Zelle. Das Thioredoxin- und Glutaredoxinsystem nimmt diese Veränderungen wahr und leistet einen zentralen Beitrag, das normale Redoxmilieu der Zelle unter Stress wieder herzustellen und die Funktion der Zellen aufrecht zu erhalten. Bei Pflanzen wird dadurch die Ertragsbildung gesichert.

Nicht nur bei Pflanzen führen Störungen in diesen Regelkreisen zu Krankheiten, Alterung und zum Absterben von Geweben. Während seines Forschungsaufenthalts in Bielefeld untersucht Jacquot die biochemischen Mechanismen, die die Elektronenflüsse durch das redoxregulatorische Netzwerk der Zelle ermöglichen.

Der Humboldt-Forschungspreis ist mit 60 000 Euro ausgestattet. Mit dem Preis werden Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler für ihr bisheriges Gesamtschaffen ausgezeichnet, deren grundlegende Entdeckungen, Erkenntnisse oder neue Theorien das eigene Fachgebiet nachhaltig geprägt haben und von denen auch in der Zukunft weitere Spitzenleistungen erwartet werden können. Die Preisträger sind eingeladen, selbst gewählte Forschungsvorhaben in Deutschland in Kooperation mit Fachkollegen für einen Zeitraum von bis zu einem Jahr durchzuführen.
Professor Dr. Jean-Pierre Jacquot, 57 Jahre, forscht sieben Monate an der Universität Bielefeld. Er lebt mit seiner Familie in einer Gästewohnung des Internationalen Begegnungszentrums (IBZ) der Universität


Kontakt:
Karl-Josef Dietz, Universität Bielefeld
Fakultät für Biologie
Tel. 0521 106-5589
E-Mail: karl-josef.dietz@uni-bielefeld.de

 

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