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Digitale Zukunft: Gemeinsamer Forschungsschwerpunkt mit Universität Paderborn

Veröffentlicht am 17. November 2016, 16:55 Uhr
Zwei Millionen Euro vom Land Nordrhein-Westfalen

Die Universitäten Paderborn und Bielefeld erhalten vom Land Nordrhein-Westfalen zwei Millionen Euro für den Aufbau eines gemeinsamen Forschungsschwerpunktes „Digitale Zukunft“. Mit einer Fachtagung wurde dieser heute, 17. November, in Bielefeld eröffnet. Sprecher des Forschungsschwerpunktes ist Prof. Dr. Gregor Engels von der Universität Paderborn. Prof. Dr. Günter Maier, Arbeitsbereich Arbeits- und Organisationspsychologie der Universität Bielefeld, ist der stellvertretende Sprecher.


Freude über den Bewilligungsbescheid: Ministerin Svenja Schulze, Prof. Dr. Christine Silberhorn, Prof. Dr. Gregor Engels, Rektor Prof. Dr.-Ing Gerhard Sagerer und Prof. Dr. Günter Maier (v.l.) Foto: Universität Bielefeld.
Freude über den Bewilligungsbescheid: Ministerin Svenja Schulze, Prof. Dr. Christine Silberhorn, Prof. Dr. Gregor Engels, Rektor Prof. Dr.-Ing Gerhard Sagerer und Prof. Dr. Günter Maier (v.l.) Foto: Universität Bielefeld.
Im geplanten Forschungsschwerpunkt „Digitale Zukunft“ werden Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Universitäten Paderborn und Bielefeld in interdisziplinären Teams in den Bereichen Betriebswirtschaft, Elektrotechnik, Informatik, Psychologie und Soziologie zusammenarbeiten. In der Startphase werden sie sich mit gravierenden Veränderungen von Arbeitsprozessen, wie beispielsweise Crowdworking, auseinandersetzen. Gregor Engels: „Dieser Forschungsschwerpunkt forciert die themenzentrierte interdisziplinäre Arbeit und ermöglicht einen neuen Zugang zur Erforschung der Gestaltungsmöglichkeiten einer digitalen Zukunft.“

„Der gemeinsame Forschungsschwerpunkt stärkt das Profil der Technologieregion OWL und zeigt, dass wir mit unserer anwendungsorientierten Grundlagenforschung nachhaltige Lösungen für die großen gesellschaftlichen Herausforderungen unserer Zeit erarbeiten können“, sind sich Bielefelds Rektor Prof. Dr.-Ing. Gerhard Sagerer und Paderborns Vizepräsidentin für Forschung und wissenschaftlichen Nachwuchs Prof. Dr. Christine Silberhorn einig. „Aufgrund dieser Erfahrung und auch der vorhandenen Expertise der beiden Universitäten ist das ein sehr guter Standort für den neuen Forschungsschwerpunkt Digitale Zukunft”, erklärt  NRW-Wissenschaftsministerin Svenja Schulze anlässlich der Eröffnung des Forschungsschwerpunkts.

Die Kombination aus grundlagen- und gleichzeitig anwendungsorientierter Forschung wird die Zeit beträchtlich verkürzen, in der die Erkenntnisse aus der Forschung über ein sich sehr schnell entwickelndes Feld in die Anwendung und Beratung gebracht werden können. Darüber hinaus ermöglichen die vielfältigen Erfahrungen der beteiligten Forscher in der Zusammenarbeit mit Unternehmen sowie Entscheiderinnen und Entscheidern in Politik, Verwaltung und Verbänden einen wissenschaftlich fundierten Zugang zur Ermittlung des Bedarfs in vielfältigen Anwendungsfeldern.

Ziel ist, mit diesem Forschungsschwerpunkt eine Unterstützung bei der aktiven Gestaltung des digitalen Wandels anzubieten. Die Zielgruppen des Forschungsschwerpunktes sind Unternehmen, Verbände und Interessensgruppen, Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer (auch Selbstständige), Entscheiderinnen und Entscheider aus Politik, Verwaltung und Wirtschaft sowie angehende Nutzer der neuen Technologien und Produkte, das heißt Studierende und Doktoranden. Dazu soll die interdisziplinäre wissenschaftliche Kompetenz der Hochschulen in diesem Forschungsschwerpunkt gebündelt werden und der Region und dem Land als Ansprechpartner zur Verfügung stehen.

In den Forschungsprofilen beider Universitäten findet sich bereits der Bereich der intelligenten Systeme. Umgesetzt wird er in einer Reihe von wissenschaftlichen Einrichtungen und Forschungsvorhaben: dem Exzellenzcluster Cognitive Interaction Technology (CITEC) in Bielefeld, dem Software Innovation Campus Paderborn (SICP), im gemeinsam betriebenen NRW-Fortschrittskolleg „Gestaltung von flexiblen Arbeitswelten – Menschenzentrierte Nutzung von Cyber-Physical Systems in Industrie 4.0“ sowie über eine umfangreiche Beteiligung am Spitzencluster it’s OWL.

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