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Den Krebs berechenbar machen

Veröffentlicht am 23. November 2016, 11:38 Uhr
Tagung und öffentlicher Vortrag am Zentrum für interdisziplinäre Forschung (ZiF) der Universität Bielefeld  

Jeder Tumor ist anders. Die Entschlüsselung des individuellen Tumor-Genoms bietet die Möglichkeit, neue Angriffspunkte für zielgerichtete Therapien zu finden. Doch zwischen den Daten, die die Forschenden über das Geschehen in den Zellen sammeln, und der Therapie klafft eine Lücke. Wie mathematische Modelle des Krebsgeschehens entwickelt und diese Lücke überbrückt werden kann, ist Thema der internationalen Tagung „Multiscale modelling of tumor evolution: data, validation and uncertainty“, die vom 28. November bis zum 3. Dezember am Zentrum für interdisziplinäre Forschung der Universität Bielefeld (ZiF) stattfindet. Die Humangenetikerin Dr. Barbara Klink (Dresden) hält am 30. November ab 19 Uhr im Plenarsaal des ZiF einen öffentlichen Vortrag über den Stand der Forschung und die Perspektiven der individualisierten Krebstherapie.

Die Kooperationsgruppe „Multiscale modeling of tumor initiation, growth and progression“ („Modellierung von Entstehung, Wachstum und Ausbreitung von Tumoren“) arbeitet noch bis Ende des Jahres am ZiF. Foto: Alexandra Polina
Die Kooperationsgruppe „Multiscale modeling of tumor initiation, growth and progression“ („Modellierung von Entstehung, Wachstum und Ausbreitung von Tumoren“) arbeitet noch bis Ende des Jahres am ZiF. Foto: Alexandra Polina
Oft entwickelt sich Krebs über Monate, Jahre oder auch Jahrzehnte, bevor der Betroffene etwas davon bemerkt. „Viele grundlegende Fragen in der Tumorbiologie sind ungeklärt. Mathematische Modelle können helfen, diese besser zu verstehen und damit auch neue Ansätze für Therapie aufzuzeigen oder bekannte Ansätze besser auf den individuellen Patienten zuzuschneiden. Dazu ist es nötig, diese Modelle datenbezogen zu entwickeln und zu prüfen. Das ist bisher nur selten der Fall“, sagt der Physiker Tyll Krüger (Wrocław, Polen). Er leitet die Tagung zusammen mit seinen Kollegen Professor Dr. Jens Stoye (Genominformatik, Bielefeld), Professor Dr. Niko Beerenwinkel (Computational Biology, Zürich, Schweiz), Dr. Haralampos Hatzikirou (Mathematik, Thessaloniki, Griechenland), Dr. Barbara Klink (Humangenetik, Dresden), und Professor Dr. Martin Nowak (Evolutionsbiologie, Harvard, USA).

Auf der Veranstaltung werden sich 50 Forscherinnen und Forscher aus 12 Ländern dieser Herausforderung aus den Blickwinkeln von Mathematik, Informatik, Evolutionsforschung und Medizin stellen. Zu den Themen der Vorträge gehören die Modellierung der Entstehung und der Auswirkungen von Mutationen in Körperzellen, des Wachstums von Tumoren und der Bildung von Metastasen und die Medikamentenresistenz. Vor allem suchen die Forschenden nach möglichen Verbindungen zwischen Modellen der mikroskopischen Ebene, etwa Genregulationsnetzwerken, und Modellen, die das makroskopische Geschehen, die Veränderung von Geweben oder Organen beschreiben. Auch die Bedeutung von Umweltfaktoren kommt in den Blick.

Die Tagung findet im Rahmen der ZiF-Kooperationsgruppe „Multiscale modeling of tumor initiation, growth and progression“ („Modellierung von Entstehung, Wachstum und Ausbrei-tung von Tumoren“) statt, die bis Ende des Jahres am ZiF arbeitet.

Die Tagungssprache ist Englisch, der öffentliche Vortrag wird auf Deutsch gehalten. Der Eintritt ist frei.

Weitere Informationen im Internet:
www.uni-bielefeld.de/(en)/ZIF/KG/2016GeneRegulation/Events/09-12-Krueger.html
 Der öffentliche Vortrag: www.uni-bielefeld.de/ZIF/OeV/2016/11-30-Klink.html

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