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Bundesweite Studie zu Fußballfans im Stadion

Veröffentlicht am 14. August 2014, 11:54 Uhr

Universität Bielefeld startet Onlinebefragung

Wie leben Fußballfans ihre Leidenschaft für ihren Verein aus? Das wollen Wissenschaftler des Instituts für interdisziplinäre Konflikt- und Gewaltforschung (IKG) der Universität Bielefeld herausfinden. In dem deutschlandweiten Projekt „Bielefelder Fußballfan-Studie“ (BiFans) erforschen sie Fankulturen und die Identifikation von Fans mit Fußballvereinen der ersten bis dritten Liga. Für die Studie unter Leitung von Professor Dr. Andreas Zick werden Fußballfans gesucht, die Spiele in den Stadien dieser Ligen besuchen. Die Studie wird von der Deutschen Fußball Liga (DFL) und dem Deutschen Fußball-Bund (DFB) gefördert, ist jedoch wissenschaftlich unabhängig. Die Online-Befragung ist ab sofort freigeschaltet.


Prof. Dr. Andreas Zick ist Leiter des neuen Forschungsprojektes „Bielefelder Fußballfan-Studie“ (BiFans). Foto: Universität Bielefeld
Prof. Dr. Andreas Zick ist Leiter des neuen Forschungsprojektes „Bielefelder Fußballfan-Studie“ (BiFans). Foto: Universität Bielefeld
Durch eine neue Initiative des Innenministers des Landes Nordrhein-Westfalen, Ralf Jäger, ist die Debatte um Fußballfans wieder verstärkt ins Licht der Öffentlichkeit gerückt. Jäger will die Polizeipräsenz in und um die Stadien bei Spielen der Fußball-Bundesliga verringern, und zwar bei Begegnungen, die in der Vergangenheit unproblematisch verliefen. Doch obwohl in solchen Debatten viel über Fußballfans und ihre Identifikationen diskutiert wird, sind die Motive der Fans oftmals unbekannt. Hier soll die deutschlandweite Onlinebefragung „Biele-felder Fußballfan-Studie“ neue Erkenntnisse liefern.

„Wissenschaftliche Untersuchungen zu Fußballfans und ihrer Identifikation sind trotz zahlrei-cher Veränderungen in den deutschen Fanszenen rar gesät“, sagen die Projektmitarbeiter Andreas Grau und Martin Winands. „Der Fußball ist modern und bunt geworden. Wenn dabei auch Konflikte vorkommen, ist das normal. Über die unterschiedlichen Fankulturen wissen wir allerdings viel zu wenig“, sagt der Projektleiter Professor Dr. Andreas Zick. Mit der neuen Studie will das Forscherteam des IKG zu einem besseren und wissenschaftlich fundierten Verständnis von Fankulturen beitragen.

Projektmitarbeiter sind Andreas Grau und Martin Winands. Sie erforschen in der Untersuchung die Identifikation von Fans mit Fußballvereinen der ersten bis dritten Liga. Foto: Universität Bielefeld
Projektmitarbeiter sind Andreas Grau und Martin Winands. Sie erforschen in der Untersuchung die Identifikation von Fans mit Fußballvereinen der ersten bis dritten Liga. Foto: Universität Bielefeld
Die Forscher laden alle Fans zur Studie ein, die vereinzelt oder regelmäßig Spiele der ersten drei Ligen im Stadion verfolgen. Es geht darum, die Sichtweisen vieler verschiedener Fans einzuholen, um die Vielfalt der Realität im Stadion möglichst präzise abbilden zu können. Der Online-Fragebogen ist auf der Internetseite www.unipark.de/uc/bifans freigeschaltet.
Verantwortlich für die Studie ist die Fachstelle „Fußball und Konflikt“ des IKG. Die bundesweit einmalige Fachstelle berät unter anderem Fanprojekte und Fußballvereine, Konflikte rund um den Fußball im Stadion und auf dem Bolzplatz zu verhindern und zu bewältigen.

Weitere Informationen im Internet:
www.unipark.de/uc/bifans (Onlinebefragung)
www.uni-bielefeld.de/ikg/fussball.html (Fachstelle Fußball und Konflikt)
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