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Bielefelder Haushaltsroboter kellnert im Wettbewerb

Veröffentlicht am 3. April 2014, 11:44 Uhr
„Tobi“ beim deutschen RoboCup-Wettbewerb in Magdeburg

Der Bielefelder Roboter Tobi nimmt vom heutigen Donnerstag bis Samstag, 3. bis 5. April, bei den „RoboCup German Open“ in Magdeburg teil. Bei dem Wettbewerb werden die Fähigkeiten von Robotern deutscher und internationaler Forschungseinrichtungen und Hochschulen erprobt. Fußballroboter sind dabei, Rettungsroboter oder auch Roboter für den industriellen Einsatz. Das Team des Exzellenzclusters Kognitive Interaktionstechnologie (CITEC) der Universität Bielefeld tritt mit Tobi in der Haushaltsliga an.

Er kann Gegenstände anreichen, Hilfe holen und aufräumen: Haushaltsroboter Tobi stellt sich mit diesen Fähigkeiten dem Wettbewerb. Foto: CITEC/Universität Bielefeld
Er kann Gegenstände anreichen, Hilfe holen und aufräumen: Haushaltsroboter Tobi stellt sich mit diesen Fähigkeiten dem Wettbewerb. Foto: CITEC/Universität Bielefeld
Die Haushaltsliga startet mit dem „Robo-Zoo“. Dabei präsentieren die Roboter nebeneinander  ihre Fähigkeiten und das Publikum stimmt darüber ab, wer die beste Leistung bringt. Im Anschluss testet eine Expertenjury, ob jeder teilnehmende Roboter die Grundfunktionen beherrscht, die für den Einsatz im Haushalt nötig sind: das Greifen und Platzieren von Objekten, das Ausweichen von Hindernissen und das Verstehen von Sprache samt der Fähigkeit, auf Ansagen und Fragen zu antworten.

Die größte Herausforderung für jeden Roboter sind die Szenarien, in denen er sich als „mitdenkender“ Haushaltsassistent beweisen muss. In dem Szenario „Follow Me“ muss der Roboter selbstständig einem Menschen in eine Umgebung folgen, die ihm fremd ist. In einem Notfallszenario muss der Roboter erkennen, wenn eine Person in einer Wohnung gestürzt ist, um daraufhin Hilfe zu alarmieren. Im Restaurant-Szenario wird getestet, wie gut Tobi und seine Konkurrenten als Kellner funktionieren, der Mahlzeiten und Getränke reicht.

Der Bielefelder Roboter ist nach seinem Team („ToBi“ – Team of Bielefeld) benannt. Seit 2009 ist das Team aus Bielefeld jedes Jahr bei den RoboCup German Open dabei. Sein Roboter basiert auf dem Forschungsprototypen Biron (Bielefeld Robot Companion). Für jeden Wettbewerb werden ihm neue Fähigkeiten einprogrammiert, teilweise wird er auch mit neuer Technik versehen. Derzeit ist er mit einem Greifarm ausgestattet, bewegt sich auf Rädern und erkundet mit Tiefensensoren und einer Kamera seine Umgebung.

Die Mannschaft aus Bielefeld besteht in diesem Jahr aus acht Studierenden des Masterstudiengangs Intelligente Systeme der Technischen Fakultät und vier CITEC-Wissenschaftlern. Teamchef ist Privatdozent Dr. Sven Wachsmuth, der Leiter des CITEC-Zentrallabors.

In den Vorjahren hat es Tobi mehrfach ins Finale des deutschen Wettbewerbs geschafft. Neben dem Wettbewerb in Deutschland gibt es weitere Länderwettbewerbe mit Roboterwettkämpfen, unter anderem die „RoboCup Japan Open“, die „RoboCup China Open“ und die „RoboCup Iran Open“.

Seit 2009 beteiligen sich die Bielefelder Roboterforscher ebenfalls jedes Jahr an der Weltmeisterschaft für autonome Roboter. 2012 erreichte das Team dabei in Mexiko den dritten Platz - seine bisher beste Platzierung in einem RoboCup-Wettbewerb. Wenige Wochen nach dem Wettbewerb in Magdeburg fahren die Bielefelder zur RoboCup-Weltmeisterschaft nach Brasilien. Dort stellen sie sich vom 21. bis zum 24. Juli in João Pessoa, der Hauptstadt des Bundesstaates Paraíba, der internationalen Konkurrenz.

Das Team der Universität Bielefeld berichtet tagesaktuell auf seinem Blog vom Wettbewerb in Magdeburg: www.cit-ec.de/category/blog_tags/teamtobi. Im Juli schreibt es dort auch über die RoboCup-Weltmeisterschaft in Brasilien.

Weitere Informationen im Internet:

www.cit-ec.de/tobi
www.robocupgermanopen.de/de/major/athome
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