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Ausgezeichnete Universitätsabschlüsse 2014

Veröffentlicht am 9. Dezember 2014, 14:11 Uhr
Themenspektrum von mittelalterlicher Handschrift bis Passivrauchen

Für ihre herausragenden Leistungen erhielten im Rahmen des Absolvententages der Universität Bielefeld (05.12.2014) Absolventinnen und Absolventen des Jahrganges 2014 Auszeichnungen und Preise.


Fakultät für Geschichtswissenschaft, Philosophie und Theologie: Claudia-Huerkamp-Preis


Rebekka Lawler (Geschichte) und Christina Sprick (Philosophie). (v. l.). Foto Universität Bielefeld
Insa Lawler (Philosophie) und Christina Sprick (Geschichte). (v. l.). Foto: Universität Bielefeld

Den Claudia-Huerkamp-Preis 2014 in der Kategorie Bachelorarbeit erhielt Christina Sprick für ihre Arbeit „Sachsenrecht am Niederrhein: Eine vergleichende kodikologische Analyse der Kalkarer Sachsenspiegelhandschrift“. Sprick transkribierte und untersuchte mittelalterliche Handschriften. Für deren Vergleich entwickelte sie eine eigene Methode. Die nach Meinung der Forschungs- und Gleichstellungskommission der Fakultät beste Masterarbeit hat Insa Rebekka Lawler im Fach Philosophie angefertigt. Ihre Arbeit befasst sich mit einem Problem an der Schnittstelle von Linguistik und Philosophie: Es geht um die Frage, ob Sätze wie „Hol‘ Kaffee“ als „wahr“ oder „falsch“ bewertet werden können.

Bereits zum achten Mal vergibt die Fakultät den Absolventinnenpreis. Erstmals wurde er in diesem Jahr als Claudia-Huerkamp-Preis zu Ehren der vor 15 Jahren verstorbenen Wissenschaftlerin der Fakultät verliehen und ist mit jeweils 500 Euro dotiert. Claudia Huerkamp war von 1976 bis zu ihrem frühen Tod Mitarbeiterin der Fakultät. Ihre Arbeiten reichen thematisch von der Professionalisierungsgeschichte über die Geschichte der Familie, Frauen- und Geschlechtergeschichte, Universitäts- und Frauenbewegungsgeschichte bis hin zur Geschichte jüdischen Lebens in Deutschland. „Nicht zuletzt ihre Habilitationschrift (1995) ‚Bildungsbürgerinnen. Frauen an den Universitäten und in akademischen Berufen, 1900 – 1945‘ macht Claudia Huerkamp zur idealen Namensgeberin für einen Preis, der die wissenschaftliche Karriere von Frauen fördern soll“, so Angelika Epple, die Vorsitzende der Gleichstellungskommission der Fakultät.


Fakultät für Chemie: Förderpreis der Friedrich Wilhelm Helweg-Stiftung

Christian Schnepel (Biochemie) und Roman Ellerbrock (Chemie) (v. l.). Foto: Universität Bielefeld
Christian Schnepel (Biochemie) und Roman Ellerbrock (Chemie) (v. l.). Foto: Universität Bielefeld
Die Masterabsolventen Christian Schnepel (Biochemie) und Roman Ellerbrock (Chemie) wurden auf Vorschlag der Fakultät für Chemie von der Bielefelder Friedrich Wilhelm Helweg-Stiftung für ihre Masterabschlüsse mit einem Förderpreis von je 2.000 Euro ausgezeichnet.

Christian Schnepel, Jahrgang 1987, fertigte seine Masterarbeit zum Thema „Entwicklung von Selektionsstrategien für die gerichtete Evolution der Tryptophan-Halogenasen“ in der Arbeitsgruppe Organische und Bioorganische Chemie unter der Leitung von Professor Dr. Norbert Sewald an. Die Tryptophan-Halogenasen sind Enzyme, die es erlauben, umweltschonend Halogene, zum Beispiel Chlor oder Brom, in organische Substanzen einzubauen. Durch solche Enzyme verringert sich daher die Menge umweltbelastender Abfälle bei der Produktion halogenierter Substanzen. Seit Oktober 2014 promoviert Schnepel und führt die Arbeit fort.
Roman Ellerbrock, Jahrgang 1990, fertigte seine Masterarbeit in der Arbeitsgruppe Theoreti-sche Chemie bei Professor Dr. Uwe Manthe an. Ellerbrock untersuchte mittels Computersimulationen, welchen Einfluss in den Ausgangsmolekülen gespeicherte Schwingungs- und Rotationsenergie auf den Ablauf einer chemischen Reaktion hat. Auch er führt seine Forschung in seiner Doktorarbeit in Bielefeld weiter.

Die Friedrich Wilhelm Helweg-Stiftung wurde in Erinnerung an den 1993 verstorbenen Bielefelder Apotheker und Lebensmittelchemiker Friedrich Wilhelm Helweg ins Leben gerufen. Seit 2009 werden in enger Zusammenarbeit mit den Fakultäten begabte Absolventinnen und Absolventen der Fachgebiete Biologie und Chemie gefördert.

 

 
Fakultät für Gesundheitswissenschaften:
AOK-Förderpreis und Else Kröner Global Public Health Award

Phillip Florian Schmidt, Barbara Gentges, Anja Schmidtpott (AOK NordWest), Kathrin Borchert, Florian Fischer, Prof. Dr. Oliver Razum (Dekan) und Dr. Emily Finne(v. l.). Foto: Universität Bielefeld
Phillip Florian Schmidt, Barbara Gentges, Anja Schmidtpott (AOK NordWest), Kathrin Borchert, Florian Fischer, Prof. Dr. Oliver Razum (Dekan) und Dr. Emily Finne(v. l.). Foto: Universität Bielefeld
Auch fünf Absolventinnen und Absolventen der Fakultät für Gesundheitswissenschaften wurden zum Absolvententag geehrt. Der AOK-Förderpreis wurde zum 20. Mal vergeben. Die besten der 56 mit „Sehr gut“ bewerteten Abschlussarbeiten wurden von einer fakul-tätsinternen Jury unter dem Vorsitz von Professorin Dr. Petra Kolip ausgewählt.

Im Bachelorstudiengang „Health Communication“ wurden zwei Absolventen ausgezeichnet: Barbara Gentges („Barrieren in der Bewegungsförderung bei Patienten mit Multipler Sklerose“) und Philip Florian Schmidt („Nationale und supranationale Auspizien eines Pflegeberufegesetzes. Welche Regulierungsinhalte sind realistisch? Fortwährende Abkehr oder Annäherung an den europäischen Bildungsprozess?“).

Die besten Abschlussarbeiten im Masterstudiengang „Public Health“ schrieben Kathrin Borchert und Florina Fischer. Kathrin Borchert beschäftigte sich mit „Die Bedeutung betrieblicher Gesundheitsförderung in Werkstätten für Menschen mit Behinderung“. Florian Fischer befasste sich bei seiner Masterarbeit in englischer Sprache mit den Auswirkungen des Passivrauchens auf die Gesundheit der Bevölkerung.

Als beste Doktorarbeit wurde die Dissertation von Dr. Emily Finne zum Thema „Bewegung, Körpergewicht und Aspekte des Wohlbefindens im Jugendalter“ geehrt.

Den Else Kröner Global Public Health Award erhielt Fabian Erdsiek für seine Masterarbeit über die Auswirkungen von Umweltkatastrophen und extremen klimatischen Verhältnissen auf die Psyche der Einwohner von Bangladesh. „Ziel des Preises ist es, junge Menschen zu ermutigen, aktuelle Probleme auf dem Gesundheitssektor in Entwicklungsländern wissenschaftlich zu analysieren und Verbesserungsmöglichkeiten aufzuzeigen“, so Dr. Carolin Kröner, Beauftragte für Humanitäre Hilfe bei der Else Kröner-Fresenius-Stiftung. Der Preis wurde zum zweiten Mal vergeben.

Detaillierte Informationen zum AOK-Förderpreis finden sich hier.  

 

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