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Arbeitsplätze neu gestalten

Veröffentlicht am 15. März 2016, 09:55 Uhr
Forschende der Universität Bielefeld analysieren beim Projekt „it’s OWL – Arbeit 4.0“, wie Firmen digitalisierte Arbeitsabläufe einsetzen

Wie gehen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter damit um, wenn ihr Arbeitsplatz digitalisiert wird? Diese Frage untersuchen Forscherinnen und Forscher in einer Praxisstudie. Sie begleiten Unternehmen des Spitzenclusters it’s OWL, um die unternehmensspezifischen Herausforderungen einer zunehmend digitalen Arbeitswelt zu analysieren. Außerdem sollen direkt in den Firmen Wege erarbeitet werden, um die Potenziale der Arbeit 4.0, also die fortführende Digitalisierung, auszuschöpfen. Im Verbundprojekt des Spitzenclusters übernimmt die Arbeitsgruppe Arbeits- und Organisationspsychologie der Universität Bielefeld zwei der sechs Teilprojekte. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung fördert das Projekt bis Dezember 2017 mit einer Million Euro.


Industrie 4.0 im Spannungsfeld von Mensch, Organisation und Technik: Das Konsortium der it’s-OWL-Nachhaltigkeitsmaßnahme „Arbeit 4.0 - Arbeiten in der digitalen Welt“ bei der Kick off-Veranstaltung im Fraunhofer IEM. Foto: David Gense
Industrie 4.0 im Spannungsfeld von Mensch, Organisation und Technik: Das Konsortium der it’s-OWL-Nachhaltigkeitsmaßnahme „Arbeit 4.0 - Arbeiten in der digitalen Welt“ bei der Kick off-Veranstaltung im Fraunhofer IEM. Foto: David Gense
Der Mensch im Zusammenspiel mit neuen Interaktionstechniken steht im Fokus der Arbeit von Professor Dr. Günter Maier von der Abteilung Psychologie und seinem Team. Sie werden zwei Unternehmen und deren Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter dabei begleiten, wenn neue Technik in die vorhandenen Arbeitsstrukturen eingeführt wird. Ziel sei dabei, die Technik sinnvoll einzusetzen. „Dabei gilt es, Potenziale, die sich durch die Arbeit 4.0 ergeben, zu identifizieren und auszuschöpfen – und die Arbeit auch entsprechend zu gestalten“, sagt Professor Dr. Günter Maier.

In einem Teilprojekt begleiten die Forschenden ein Unternehmen, in dem Arbeitsprozesse noch nicht digitalisiert sind und die Industrie 4.0 erst entwickelt wird. Dabei geht es um das so genannte Change Management, also das konkrete Umsetzen digitalisierter Abläufe in der Firma. Im zweiten Projekt wird ein Unternehmen begleitet, das Industrie 4.0 bereits eingeführt hat. Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler analysieren, wie Arbeitsabläufe gestaltet werden und wie sie sich auf die Beschäftigten auswirken. Ihre Vorbehalte und Ängste stehen im Fokus der Bielefelder Forschenden. „Alle Maßnahmen haben einen Einfluss auf die Zufriedenheit des Teams, aber auch auf Belastung und Stress. Wird ein Arbeitsplatz digitalisiert, fühlen sich die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter oft überwacht und unfair behandelt, wenn eine Maschine die Entscheidungen trifft“, erklärt Günter Maier. „Darum ist es wichtig, die Umstellung von Anfang an so zu gestalten, dass die Prozesse gelingen.“ Eine Chance von Arbeit 4.0 bieten Assistenzsysteme, die auf der Montageebene zum Beispiel Arbeitsschritte anzeigen und beim Beheben der von Fehlern unterstützen.

Zu den Projektpartnern der Praxisstudie gehören neben der Universität Bielefeld das Fraunhofer IEM in Paderborn, die IG Metall Bezirksleitung NRW, die Hochschule OWL, die Sustain Consult GmbH sowie die Universität Paderborn. Die Studie erfolgt im Rahmen des Spitzenclusters it’s OWL, der vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert wird.

Weitere Informationen im Internet:
www.uni-bielefeld.de/psychologie/ae/AE10/
www.its-owl.de/projekte/nachhaltigkeitsmassnahmen/details/arbeit-40/


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