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Walter Kempowski: Leben und Werk - Internationale wissenschaftliche Fachtagung (Nr. 56/2004)

Veröffentlicht am 7. April 2004, 00:00 Uhr

Walter Kempowski feiert am 29. April seinen 75. Geburtstag. Aus diesem Anlass - und zugleich dem Abschluss seines Hauptwerkes "Echolot" vorgreifend - veranstaltet die Fakultät für Linguistik und Literaturwissenschaft der Universität Bielefeld vom 12. bis zum 14. Mai eine wissenschaftliche Tagung zu Kempowskis Gesamtwerk.

Zum ersten Mal wird innerhalb der Literaturwissenschaft dieses Oeuvre untersucht, das nach Ansicht des Bielefelder Literaturwissenschaftlers Jörg Drews "noch nicht die ihm gehörende Aufmerksamkeit der Germanistik gefunden hat". Fünf Wochen vor dieser Tagung befassen sich amerikanische Germanisten mit dem Werk Kempowskis, und zwar an der University Michigan in Ypsilanti vom 7. bis 10. April.

Walter Kempowski wurde am 29. April 1929 in Rostock geboren. Nach einer Verurteilung durch ein sowjetisches Militärtribunal und einer achtjährigen Inhaftierung im Zuchthaus Bautzen folgte ein Studium an der Pädagogischen Hochschule Göttingen. Anschließend arbeitete er als Lehrer in Breddorf bei Zeven und in Nartum. Als Lehrbeauftragter für Fragen der Literatur-Produktion war Kempowski an der Universität Oldenburg seit 1980 tätig. Von der Universität Rostock wurde er 2003 zum Honorarprofessor für Neuere Literatur- und Kulturgeschichte ernannt. Walter Kempowski hat zahlreiche Preise erhalten, unter anderem den Karl-Scuka-Preis, den Heimito-von-Doderer-Preis, den Konrad-Adenauer-Preis, den Hörspielpreis der Kriegsblinden sowie den Nicolas-Born-Preis des Landes Niedersachsen. In seinem Haus "Kreienhoop" in Nartum, wo regelmäßig Literaturseminare stattfinden, unterhält der Autor seit 1980 das umfangreiche Archiv für unpublizierte Autobiographien.

Zu seinen wichtigen Veröffentlichungen zählen die Romane "Tadellöser & Wolff: Ein bürgerlicher Roman" (1971), "Uns gehts ja noch gold: Roman einer Familie" (1972), die Tagebücher "Sirius" (1990) und "Alkor" (2001) sowie das mehrbändige "Echolot"-Projekt über den 2. Weltkrieg, an dessen letztem Teil der Schriftsteller zur Zeit arbeitet.

Die für alle interessierten Zuhörer offene Veranstaltung über Leben und Werk des Schriftstellers Walter Kempowski findet im Raum A3-126 der Universität statt. Die Tagung wendet sich ausdrücklich nicht nur an die eingeladenen Fachvertreter, sondern auch an Journalisten und an die Leser.

Kontakt: Prof. Dr. Jörg Drews, Fakultät für Linguistik und Literaturwissenschaft der Universität Bielefeld, Telefon 0521/106 3683, Peter Brand, Telefon 0521/106 5243. Weitere Informationen im Internet unter www.walter-kempowski.de.

Programm der Tagung


 

Kurzmeldung

Walter Kempowski feiert am 29. April seinen 75. Geburtstag. Aus diesem Anlass - und zugleich dem Abschluss seines Hauptwerkes "Echolot" vorgreifend - veranstaltet die Fakultät für Linguistik und Literaturwissenschaft der Universität Bielefeld vom 12. bis zum 14. Mai eine wissenschaftliche Tagung zu Kempowskis Gesamtwerk.

Link: http://www.walter-kempowski.de

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