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Dr. Heribert Prantl neuer Honorarprofessor der Fakultät für Rechtswissenschaft der Universität Bielefeld (Nr. 16/2010)

Veröffentlicht am 20. Januar 2010, 19:40 Uhr

Die Fakultät für Rechtswissenschaft der Universität Bielefeld hat Dr. Heribert Prantl, einer der bekanntesten deutschen Journalisten und Leiter des Ressorts Innenpolitik bei der Süddeutschen Zeitung, die Honorarprofessur verliehen.

Verleihung der Honorarprofessur an Dr. Heribert Prantl. Von links: Prof. Dr. Andreas Fisahn, Dekanin Prof. Dr. Regina Harzer, Prof. Dr. Heribert Prantl, Rektor Prof. Dr. Gerhard Sagerer.
Verleihung der Honorarprofessur an Dr. Heribert Prantl. Von links: Prof. Dr. Andreas Fisahn, Dekanin Prof. Dr. Regina Harzer, Prof. Dr. Heribert Prantl, Rektor Prof. Dr. Gerhard Sagerer.

Die Überreichung der Urkunde an Dr. Heribert Prantl erfolgte durch den Rektor der Universität Bielefeld, Prof. Dr.-Ing. Gerhard Sagerer.

Professor Dr. Andreas Fisahn (Universität Bielefeld, Lehrstuhl für Öffentliches Recht, Umwelt- und Technikrecht, Rechtstheorie) würdigte in seiner Laudatio den neuen Honorarprofessor mit einem Zitat von Wilhelm Busch: „’Sondern auch der Weisheit Lehren, muss man mit Vergnügen hören.’ Bei Heribert Prantl gelingt die Kombination von Weisheit und Vergnügen.“ Auch Dekanin Professorin Dr. Regina Harzer würdigte den neuen Honorarprofessor begeistert: "Wenn er spricht, ist man 'geprantlt'."

Das Thema der Antrittsvorlesung von Professor Dr. Heribert Prantl lautete: „Das tägliche Brot der Demokratie -  Überlegungen zur Presse, Pressefreiheit und zum Journalismus. Was Wissenschaft, Publizistik und Politik miteinander zu tun haben“. In seinem Vortrag trat Prantl für die Wiederannäherung von Wissenschaft und Publizistik ein: „Wissenschaft und Publizistik brauchen Wandel – Wandel durch Annäherung: Politik braucht Sachverstand, Wissenschaft braucht Verständlichkeit und die Öffentlichkeit braucht Aufklärung.“ Mit einem Verweis auf die rechtliche und politischen Grundordnung in Deutschland stellte Prantl eine Verbindung zwischen Theorie und Praxis her: „Wissenschaft und Presse dienen der Aufklärung. Darum sind beide Grundrechte und darum sind beide in Artikel 5 des Grundgesetzes geregelt.“

Heribert Prantl ist mit den Schnittstellen von Wissenschaft und Praxis vertraut, was in seinen journalistischen Analysen deutlich wird. Der rote Faden in seinem Schaffen ist dabei stets das konsequente und engagierte Eintreten für Freiheitsrechte des Bürgers und die Forderung nach rechtsstaatlicher Prinzipientreue des Staates.

Seine Werke zeichnen sich vor allem durch ihre Interdisziplinarität aus und werden durch Beiträge zum Diskurs rechtsstaatlicher Themenbereiche dokumentiert. So behandelt Heribert Prantl Themen wie Rechts- und Sozialstaat, Straf- und Verfassungsrecht sowie aktuelle rechtspolitische Probleme.

Heribert Prantl wurde 1953 geboren und studierte Philosophie, Geschichte und Rechtswissenschaft. Er promovierte mit seiner 1983 erschienenen Dissertation zum Thema „Die journalistische Information zwischen Ausschlussrecht und Gemeinfreiheit“. Von 1981 bis 1987 war Heribert Prantl Staatsanwalt und Richter, bevor er schließlich 1988 als Redakteur zur Süddeutschen Zeitung wechselte. 1992 wurde er leitender Redakteur, 1995 Leiter des Ressorts Innenpolitik der Süddeutschen Zeitung. Er ist Träger zahlreicher namhafter journalistischer Auszeichnungen und häufiger Gast in Fernseh- und Radiodiskussionen. Ferner ist er u.a. Dozent an den Journalistenschulen in Hamburg und München, Mitglied des Ethikrates der Hamburger Akademie für Publizistik und im Senat der Deutschen Nationalstiftung.

Seit 2002 ist Heribert Prantl Lehrbeauftragter an der Fakultät für Rechtswissenschaft der Universität Bielefeld, zuletzt als Leiter und Moderator der „Bielefelder Rechtsgespräche“.

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