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Videokunst und Lyrik :: Zentralamerikanische Künstler über Architektur, Gesellschaft und Zugehörigkeit

Veröffentlicht am 24. November 2016, 14:52 Uhr
Zweisprachiger Abend mit Wort- und Videokünstlern in der Universität schlägt eine Brücke nach Mittelamerika

Zeitgenössische zentralamerikanische Kultur ist am Mittwoch, dem 7. Dezember um 18.00 Uhr in der Fachsprachenzentrum Lounge der Universität Bielefeld (Raum C01-244) zu erleben. Unter dem Motto „Centroamérica + Deutschland – Grenzen“ stellen zwei Lyriker und eine Videokünstlerin, die eng mit Deutschland verbunden sind, Ihre Arbeiten vor. Dieser Titel spricht für sich. Denn auch wenn das gerade sehr in Mode ist: Abschottung und Rückzug auf’s Nationale tut nie gut – schon gar nicht in der Kultur!

 

Der 1991 geborene Schriftsteller und visuelle Künstler Luis Uip Hurtarte stammt aus Guatemala. Er studierte Architektur in Graz und arbeitet jetzt an seiner Dissertation an der Bauhaus Universität Weimar. Seine aktuelle Arbeit La ciudad desierta“ („Die verlassene Stadt“) untersucht die Beziehungen zwischen Poesie und Architektur. Hurtarte, der bereits sieben Bücher veröffentlicht hat, gehört zu der anonymen Dichter-Gesellschaft (S.o.P.a). Sie versucht, die Person des Künstlers von seiner Arbeit zu trennen, um sich so ganz auf das künstlerische Wort zu konzentrieren. Zugleich will sie den Medienmonopolen alternative Medien entgegensetzen.

Der nicaraguanischer Schriftsteller Abelardo Baldizón wurde 1980 in Ost-Berlin geboren und studierte Politik und Sozialwissenschaften. Im Jahr 2000 veröffentlichte er sein erstes Buch mit dem Titel "Del Matadero" („Aus dem Schlachthaus“). Es enthält Gedichte  in Umgangssprache, ironisch, intelligent und mit sehr genauen Bildern – nicht zuletzt bezogen auf die aggressiv machende Langweile im urbanen Alltag. Einige dieser Gedichte wurden auch ins Englische und Deutsche übersetzt. Abelardo Baldizón lebt augenblicklich in Berlin und arbeitet an seiner Dissertation über die Parteiengeschichte Nicaraguas.

Die vielfach preisgekrönte Videokünstlerin Laura Fong Prosper stammt aus Panama und setzt sich in ihren Arbeiten mit Fragen der Identität wie kulturelle Zugehörigkeit, Heimat und Exil oder auch Familie auseinander. Dabei mischt sie häufig auf außerordentlich originelle Weise analoge und digitale Technologien miteinander. Sie studierte u.a. an der Bauhaus Universität Weimar und arbeitet auch als Filmredakteurin und Visual Jockey. Ihr Werk wurde in China, Panama, Deutschland und Brasilien ausgestellt. Derzeit lebt und arbeitet sie in Berlin.

Die Besucher erwartet ein sehr abwechslungsreicher zweisprachiger und damit auch für des Spanischen nicht Mächtige attraktiver Abend. Alle Interessierten – ausdrücklich auch von außerhalb der Universität – sind herzlich eingeladen. Der Eintritt ist frei.

Kontakt:

Alina Muñoz Knudsen
E-Mail: amunoz_knudsen@uni-bielefeld.de

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