Gesundheit Aktuell

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Public Health Forum: Kostenloser Zugang Probeheft

Veröffentlicht am 29. Juli 2010

Für Angehörige der Universität Bielefeld ist der Zugang zur Zeitschrift "Public Health Forum" über die Datenbank Science Direct kostenlos. Für andere Interessierte gibt es einen kostenlosen Zugang zu einem Probeheft.

 

Gesendet von R. Samson in Allgemein

Neuerscheinung: Frauenblicke auf das Gesundheitssystem

Veröffentlicht am 29. Juli 2010

Petra Kolip, Julia Lademann (Hrsg.): Frauenblicke auf das Gesundheitssystem – Frauengerechte Gesundheitsversorgung zwischen Marketing und Ignoranz, 2010 Juventa Verlag Weinheim und München, 258 S. (ISBN 978-3-7799-2236-0)

Die Erkenntnis, dass Weiblichkeit und damit verbundene Phasen wie Schwangerschaft, Geburt und Wechseljahre keine Krankheiten sind, hat sich mittlerweile in Wissenschaft und Praxis durchgesetzt. Darüber hinaus hat das Prinzip des Gender Mainstreamings in der Gesundheitsversorgung, -forschung und -politik zu einer differenzierten Betrachtung des Einflusses von Geschlecht auf Gesundheit und Krankheit geführt. Bei näherem Hinsehen zeigt sich aber, dass die Bedürfnisse von Frauen oftmals nur oberflächlich eine Rolle spielen und instrumentalisiert werden, z.B. als Marketinginstrument.

In diesem Band wird analysiert, ob und wie 40 Jahre nach Beginn der letzten Frauengesundheitsbewegung die Gesundheitsversorgung den Bedürfnissen von Frauen tatsächlich Rechnung trägt. Im Fokus stehen Schwangerschaft und Geburt als weibliche Lebensphase. Nach wie vor sind auch die Wechseljahre sowie die Phase des höheren Lebensalters von Frauen in den Blick zu nehmen. Als weitere relevante Frauengesundheitsthemen werden geschlechterspezifische Aspekte von Depressionserkrankungen betrachtet sowie eine kritische Analyse des boomenden Marktes im Bereich der Schönheitsoperationen vorgenommen. Nicht zuletzt stehen Frauen auch als Akteurinnen des Systems im Zentrum des Interesses. Dieses breite Spektrum an frauenrelevanten Themen schließt mit einer kritischen Analyse der Frage, inwieweit „Gender“ tatsächlich den Sprung in den „Mainstream“ des gesundheitlichen Versorgungssystems geschafft hat.

Gesendet von R. Samson in Neuerscheinungen

Reakkreditierung des BSc Health Communication

Veröffentlicht am 20. Juli 2010
Anfang Juli wurde das Reakkreditierungsverfahren für den Studiengang BSc Health Communication (BHC) eröffnet. Der Studiengang gehörte zu den ersten Bachelorstudiengängen der Universität Bielefeld und wurde 2005 ein erstes Mal akkreditiert. Jetzt geht er als erster Studiengang in die Reakkreditierung, der nach den Prinzipien des in den vergangenen Monaten an der Universität Bielefeld entwickelten neuen Studienstrukturmodells überarbeitet worden ist. Der BHC konnte aufgrund mehrjähriger Erfahrungen inhaltlich und strukturell weiterentwickelt werden. Er gliedert sich in eine fachliche Basis mit anknüpfenden Profilschwerpunkten und der Individuellen Ergänzung, einem Studienelement, das im Rahmen des neuen Studienstrukturmodells der Uni Bielefeld erweitert wurde, um den Studierenden eine noch stärkere individuelle Profilierungsmöglichkeit zu bieten. Für die Umgestaltung der Modulstruktur wurden Erfahrungen mit dem Verbleib der Absolventinnen und Absolventen (2/3 studieren weiter), der Wunsch der Studierenden nach mehr Wahlmöglichkeiten, das neue Studienstrukturmodell der Universität sowie die Erfahrungen der Lehrenden zugrunde gelegt. Im Ergebnis haben Studierende länger Zeit zu entscheiden, ob sie auf einen weiterführenden Master hin studieren oder sich auf die Berufsvorbereitung konzentrieren möchten. Der Wahlbereich ab dem 4. Semester wurde gestärkt, gleichzeitig die Zahl der Prüfungen sowie das Volumen von Präsenzveranstaltungen verringert. Die Vor-Ort-Begehung des Studienganges wird voraussichtlich im Herbst dieses Jahres stattfinden. Die Aufnahme des Studienbetriebs ist für das Wintersemester 2011/12 geplant, wenn alle anderen Bachelorstudiengänge der Universität entsprechend des neuen Modells an den Start gehen.
Gesendet von R. Samson in Allgemein

Zwei Gesundheitswissenschaftler in den Sachverständigenrat Gesundheitswesen berufen

Veröffentlicht am 14. Juli 2010

Gleich zwei Professoren der Fakultät für Gesundheitswissenschaften / Universität Bielefeld werden Mitglieder des neuen Sachverständigenrates zur Begutachtung der Entwicklung im Gesundheitswesen: Prof’in Dr. Doris Schaeffer und Prof. Dr. Wolfgang Greiner. Die Ernennung erfolgte am 13. Juli 2010 durch Gesundheitsminister Rösler.

Der Sachverständigenrat hat die Aufgabe, im Abstand von zwei Jahren für das Bundesministerium für Gesundheit Gutachten zu erstellen und in diesem Rahmen
  • die Entwicklung in der gesundheitlichen Versorgung mit ihren medizinischen und wirtschaftlichen Auswirkungen zu analysieren,
  • unter Berücksichtigung der finanziellen Rahmenbedingungen und vorhandenen Wirtschaftlichkeitsreserven Prioritäten für den Abbau von Versorgungsdefiziten und bestehenden Überversorgungen zu entwickeln,
  • Vorschläge für medizinische und ökonomische Orientierungsdaten vorzulegen, sowie
  • Möglichkeiten und Wege zur Weiterentwicklung des Gesundheitswesens aufzuzeigen.

Doris Schaeffer ist seit 1997 Professorin für Gesundheitswissenschaften an der Universität Bielefeld. Sie leitet dort die Arbeitsgruppe Versorgungsforschung / Pflegewissenschaft, das Institut für Pflegewissenschaft und ist Sprecherin des vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderten NRW- Pflegeforschungsverbunds. 1995 hatte sie eine Gastprofessur an der Universität Wien und war 2006 Gastprofessorin an der Universität Klagenfurt.

Bevor sie an die Universität Bielefeld kam, war sie lange Jahre am Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung (WZB) in der Arbeitsgruppe „Public Health“ und an der FU-Berlin, u.a. im Institut für Soziale Medizin tätig.

Ihre zentralen Arbeitsgebiete sind im Bereich der Gesundheitsforschung angesiedelt, mit einem Schwerpunkt auf der Bewältigung chronischer Krankheiten und Gesundheitsbeeinträchtigungen sowie der Gesundheitserhaltung im Alter. Innerhalb der Versorgungsforschung liegt der Fokus u.a. auf der patienten- und nutzerorientierten Versorgung sowie der Versorgung Pflegebedürftiger. Darüber hinaus zählt die Pflegeforschung zu den ausgewiesenen Arbeitsgebieten von Doris Schaeffer. Hier widmet sie sich vor allem der Erschließung und wissenschaftlichen Fundierung neuer Aufgabenfelder für die Pflege, wie beispielsweise Case Management, Patientenberatung und Selbstmanagementunterstützung. Zu diesen Themen hat sie bereits vielfach publiziert und ist als (Mit-)Herausgeberin verschiedener Hand- und Lehrbücher z.B. zum Thema „Pflegewissenschaft“, „Qualitative Gesundheits- und Pflegeforschung“, „Patientenberatung“ und „Case Management“ bekannt.

Doris Schaeffer war und ist Mitglied zahlreicher Gremien und Expertenkommissionen, so u.a. des Nationalen Aids-Beirats (seit 1998), der Sachverständigenkommission zur Erstellung des dritten Altenberichts der Bundesregierung (1998-2001), der NRW-Enquête-Kommission „Situation und Zukunft der Pflege“ (2002-2005) und der Expertenkommission „Ziele der Altenpolitik“ der Bertelsmann Stiftung (2000-2007).

Prof. Dr. Wolfgang Greiner, ist seit April 2005 Inhaber des Lehrstuhls für „Gesundheitsökonomie und Gesundheitsmanagement“ an der Fakultät für Gesundheitswissenschaften der Universität Bielefeld. Seine Promotion im Jahr 1998 behandelte Kosten-Nutzen-Analysen im Gesundheitswesen am Beispiel der Nieren- und Leberntransplantationen. In seiner Habilitation 2004 setzte er sich mit gesundheitsökonomischen Aspekten des Disease Managements auseinander. Er ist Managing Editor der Zeitschrift „European Journal of Health Economics“ und Mitglied in den wissenschaftlichen Beiräten der Techniker-Krankenkasse und der DAK. Darüber hinaus ist er als Experte für Gesundheitsökonomie im Aufsichtsrat des Klinikums Region Hannover GmbH und des Medizinischen Zentrums für Gesundheit Bad Lippspringe vertreten.

Die wissenschaftlichen Schwerpunkte von Prof. Dr. Greiner liegen im Bereich der

  • Evaluation von Gesundheitsleistungen,
  • der Lebensqualitätsforschung,
  • des Health Technology Assessments sowie
  • des Disease Managements.

An der Fakultät für Gesundheitswissenschaften ist Wolfgang Greiner Vorsitzender der Strukturkommission, Leiter des Masterstudiengangs Public Health und Vertrauensdozent der Konrad-Adenauer-Stiftung an der Universität Bielefeld. Im Rahmen seiner wissenschaftlichen Laufbahn ist er mit dem österreichischen Preis für Gesundheitsökonomie, dem Wissenschaftspreis der Universität Hannover und dem Medvantis-Forschungspreis ausgezeichnet worden.

Die Ernennung von Prof’in Doris Schaeffer wie auch Prof. Wolfgang Greiner in den Sachverständigenrat spiegelt nach Auffassung der Dekanin der Fakultät für Gesundheitswissenschaften, Prof’in Claudia Hornberg, den Erfolg des Fakultätskonzepts wider. Mit diesem setzt die Fakultät seit ihren Anfängen auf interdisziplinäre, problemorientierte Gesundheitsforschung. Besondere Aufmerksamkeit gilt dem demografischen und epidemiologischen Wandel in seinen Auswirkungen auf die Gesundheit der Bevölkerung und das Gesundheitssystem und die daraus erwachsenen Herausforderungen für Public Health. Die 1994 nach dem Muster der international seit langem etablierten Schools of Public Health gegründete interdisziplinäre Fakultät für Gesundheitswissenschaften ist bundesweit nach wie vor die einzige Fakultät dieser Art. Sie besteht aus 8 Arbeitseinheiten, die jeweils unterschiedliche Teildisziplinen vertreten und ein umfassendes Studienangebot ermöglichen. Neben dem bereits traditionellen Masterstudiengang „Public Health“, bietet die Fakultät auch einen Bachelorstudiengang „Gesundheitskommunikation“ und – bundesweit einmalig – einen Promotionsstudiengang an. Verschiedene weiterbildende Studienmöglichkeiten bestehen u.a. mit dem Fernstudium „Gesundheitsmanagement“ und dem „Master of Health Administration“.

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