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Das Zusammenspiel der Sinne

Veröffentlicht am 7. Juni 2016

Forschende des Exzellenzclusters CITEC beschreiben Mechanismus im menschlichen Gehirn/ Veröffentlichung in „Nature Communications“

Pfeift der Schiedsrichter oder war es ein Störgeräusch aus dem Publikum? Diese mitunter spielentscheidende Wahrnehmungsfrage kann ein Fußballer wesentlich präziser beantworten, wenn er den Schiedsrichter nicht nur hört, sondern auch sieht. Aber woher weiß sein Gehirn bei der Unzahl von visuellen Eindrücken und Geräuschen, die in einem vollen Stadion herrschen, welche Sinnesinformationen zusammengehören? Forscher des Exzellenzclusters CITEC der Universität Bielefeld haben einen generellen Mechanismus entwickelt, der erklärt, wie das Gehirn es schafft, die Reize aller Sinneskanäle zusammenzuführen. Ihre Studie präsentieren die Forscher am heutigen Montag (06.06.2016) im Fachjournal „Nature Communications“.

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Quelle: Pressestelle der Universität Bielefeld; uni.aktuell


Originalveröffentlichung:

Cesare Parise, Marc Ernst: Correlation detection as a general mechanism for multisensory inte-gration. Nature Communications, http://dx.doi.org/10.1038/NCOMMS11543, erscheint am 6. Juni 2016

Weitere Informationen im Internet:
•    Forschungsgruppe Kognitive Neurowissenschaften: http://www.uni-bielefeld.de/biologie/cns
•    „Was vom Himmel tönt, klingt hoch (Pressemitteilung vom 8.04.2014): http://ekvv.uni-bielefeld.de/blog/pressemitteilungen/entry/was_vom_himmel_tönt_klingt
•    „Wenn sich die eigene Hand wie Marmor anfühlt“ (Pressemitteilung vom 13.03.2014): http://ekvv.uni-bielefeld.de/blog/pressemitteilungen/entry/wenn_sich_die_eigene_hand

Irrtum aufgeklärt: Antriebsgelenk der Stabheuschrecke entdeckt

Veröffentlicht am 18. Februar 2016

Forschende der Universität Bielefeld analysieren Bewegung des sechsbeinigen Insekts

Die Stabheuschrecke ist in der Biologie ein beliebtes Untersuchungsmodell, um Laufbewegungen bei Insekten zu verstehen. Ihr Vorteil: Körper und Nervensystem sind vergleichsweise einfach aufgebaut. In Lehrbüchern wurde über Jahrzehnte behauptet, dass die Kraft zur Stützung des Körpers und die Kraft zur Fortbewegung unabhängig voneinander von verschiedenen Gelenken geregelt werden. „Das ist nicht richtig“, sagt jetzt der Biologe Chris Dallmann. „Tatsächlich ist ein und dasselbe Gelenk für beide Aufgaben zuständig. Das können wir mit unseren neuen Analysen belegen“, sagt der Doktorand des Exzellenzclusters Kognitive Interaktionstechnologie (CITEC) der Universität Bielefeld. Die Forschungsergebnisse stellt Dallmann zusammen mit den Professoren Dr. Volker Dürr und Dr. Josef Schmitz im Fachmagazin „Proceedings of the Royal Society“ vor. Die New York Times präsentiert das Forschungsergebnis seit gestern (15.2.2016) in einem Videobeitrag.

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Quelle: Pressestelle der Universität Bielefeld; uni.aktuell


Originalartikel:

Chris Dallmann, Volker Dürr, Josef Schmitz: Joint torques in a freely walking insect reveal distinct functions of leg joints in propulsion and posture control. Proceedings of the Royal Society B: Biological Sciences 283 (1823). 20 January 2016.DOI: 10.1098/rspb.2015.1708, erschienen am 20. Januar 2016.

Weitere Informationen im Internet:
•    Videobeitrag der New York Times: www.nytimes.com/2016/02/15/science/stick-insect-helps-scientists-study-how-animals-move.html
•    Video zu Hector bei research_tv („Eine Roboter-Stabheuschrecke lernt laufen“): youtu.be/1DB6bd61i0o
•    Roboter-Stabheuschrecke Hector macht ihre ersten Schritte (Pressemitteilung vom 15.12.2014): ekvv.uni-bielefeld.de/blog/uniaktuell/entry/roboter_stabheuschrecke_hector_macht_ihre
•    Ein Roboter mit Bewusstsein (Pressemitteilung vom 20.12.2013): ekvv.uni-bielefeld.de/blog/pressemitteilungen/entry/ein_roboter_mit_bewusstsein_nr
•    Ein Roboter soll sich selbst wahrnehmen (Pressemitteilung vom 25.03.2015): ekvv.uni-bielefeld.de/blog/pressemitteilungen/entry/ein_roboter_soll_sich_selbst
•    Forschungsgruppe „Biologische Kybernetik“: www.uni-bielefeld.de/biologie/Kybernetik

Zwei Pflanzenbiologen sind weltweit „häufig zitierte Wissenschaftler“

Veröffentlicht am 16. November 2015

Die Professoren Dr. Karl-Josef Dietz und Dr. Bernd Weisshaar von der Fakultät für Biologie der Universität Bielefeld zählen zu den weltweit am häufigsten zitierten Forschern im Bereich der Pflanzenbiologie.

Der US-Medienkonzern Thomson Reuters nennt sie in seiner im September veröffentlichten Liste „Highly Cited Researcher“. Die Zitationshäufigkeit gilt als Messgröße für die wissenschaftliche Qualität einer Arbeit. Karl-Josef Dietz arbeitet auf dem Gebiet der Biochemie und Physiologie der Pflanzen und gehört der Universität seit 1997 an. Bernd Weisshaar, der bereits im Jahr 2014 zu den am häufigsten zitierten Wissenschaftlern gehörte, arbeitet seit 2003 auf dem Gebiet der Genomforschung in Bielefeld. Insgesamt listet Thomson Reuters auf seiner Website 3.000 internationale Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus 21 Fachgebieten (vornehmlich Naturwissenschaften) auf, darunter 180 deutsche. Für die Auswahl zählt nicht nur, wie häufig sie zwischen 2003 und 2013 von Kollegen zitiert wurden, sondern auch die Qualität, also das Renommee der Fachzeitschrift, in der veröffentlicht wurde.

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Quelle: Pressestelle der Universität Bielefeld; uni.aktuell

Alexandra Kautzky-Willer als Gender-Gastprofessorin an der Fakultät

Veröffentlicht am 12. Oktober 2015

Expertin für Endokrinologie und Stoffwechsel bietet im WS 15/16 Blocklehrveranstaltung "Gender Medicine" an

Portrait Kautzky-Willer
Prof. Dr. Alexandra Kautzky-Willer

Die Gender-Gastprofessur wurde im Wintersemester 2010 / 2011 an der Universität Bielefeld eingeführt und bisher nacheinander von den Fakultäten für Rechtswissenschaft, Gesundheitswissenschaft sowie Linguistik und Literaturwissenschaft vergeben. Zum Start des aktuellen Studienjahres 2015 wird der Staffelstab erneut weitergereicht: Im Wintersemester 2015/2016 lehrt Frau Prof. Dr. Alexandra Kautzky-Willer als Gender-Gastprofessorin an der Fakultät für Biologie. Im Rahmen der Lehrveranstaltung wird es auch um ihre Spezialgebiete Endokrinologie und Stoffwechsel gehen, in denen geschlechtsspezifische Unterschiede besonders auffällig sind.

Der interdisziplinäre, wissenschaftliche Zugang der Gender Medicine erforscht biologische und psychosoziale Unterschiede zwischen Männern und Frauen, die sowohl das Gesundheitsbewusstsein als auch die Entstehung und Wahrnehmung von, wie auch den Umgang mit Krankheiten betreffen („bio-psycho-soziales Modell“). Die geschlechtsabhängigen Unterschiede sind teilweise augenfällig, teilweise subtil und in vielen Bereichen noch wenig bekannt. Klinisch relevante neue Kenntnisse sollen in die klinische Praxis Einzug finden und zu einer männer- bzw. frauengerechten optimierten Behandlung führen.

Nach Promotion (1988) und Abschluss der Facharztausbildung Innere Medizin (1996) habilitierte sich Alexandra Kautzky-Willer 1997 an der Medizinischen Fakultät der Universität Wien. Seit 2002 ist sie Leiterin der Diabetesambulanz, Lipidambulanz und Adipositasambulanz an der Universitätsklinik für Innere Medizin III. Seit 2010 ist Kautzky-Willer die erste Professorin für Gender Medicine in Österreich. Neben langjährigen Mitgliedschaften in nationalen und internationalen internistischen Fachgesellschaften ist Kautzky-Willer Vorstandsmitglied der österreichischen und der internationalen Gesellschaft für Geschlechtsspezifische Medizin, sowie der Österreichischen Gesellschaft für Geschlechterforschung. Als Expertin fungiert sie auch als wissenschaftliche Gutachterin u.a. für Ministerien und Wissenschaftsfonds von Österreich, Deutschland, Irland, Neuseeland, Australien, UK und den Niederlanden und als Reviewerin zahlreicher internationaler Fachjournale.

Große Erfolge verzeichnete Kautzky-Willer bei ihren Forschungen zum Schwangerschaftsdiabetes. In einem Langzeitnachsorgeprojekt bei Frauen nach Schwangerschaftsdiabetes entdeckte sie, dass sich die Entstehung des Diabetes bei Frauen von dem bei Männern unterscheidet und Frauen häufiger eine gestörte Glukosetoleranz sowie frühzeitig Inflammationsmarker und Veränderungen in der Gerinnung aufweisen. Frauen mit Diabetes weisen mehr kardiovaskuläre Risikofaktoren auf und erreichen die vorgegebenen Zielwerte für Blutdruck und Lipide seltener als Männer mit Diabetes.

Aus den Erkenntnissen, dass Krankheiten und Störungen Frauen anders als Männer betreffen können, wurden Forderungen im Gesundheitswesen erhoben, den Fokus verstärkt auf eine geschlechtsspezifische Betrachtungsweise der Gesundheit von Frauen und Männern zu lenken. Im Rahmen der universitären Aus- und Weiterbildung ist es daher das Ziel der MedUni Wien, den StudentInnen Kompetenzen im Bereich Gender Medicine zu vermitteln. Hierbei handelt es sich um eine fachübergreifende Wissenschaft, die wichtige geschlechtsabhängige biologische und psychosoziale Unterschiede wie Gemeinsamkeiten im Gesundheitsverhalten und bei Krankheitsprozessen aufzeigt und komplexe Zusammenhänge zum Nutzen für Mann und Frau untersucht.

Forschungsschwerpunkte von Frau Prof. Dr. Alexandra Kautzky-Willer:

  • Schwangerschaftsdiabetes
  • Geschlechtsspezifische Aspekte bei Adipositas
  • Geschlechtsspezifische Aspekte bei metabolischem Syndrom
  • Geschlechtsspezifische Aspekte bei Diabetes mellitus Typ 2
  • Geschlechtsspezifische Aspekte bei Diabetes mellitus, Typ 1/Autoimmunerkrankungen, bei Insulinresistenz und Beta-Zell-Funktion: Veränderungen in der Pathogenese von und Interaktionen mit unterschiedlichen Krankheitsprozessen
  • Geschlechtsspezifische Aspekte bei Inflammation, Adipokinen, Endothelialer Dysfunktion

Frau Kautzky-Willer wird eine 2stündige Lehrveranstaltung über "Gender Medicine" abhalten. Die Veranstaltung im Vorlesungsverzeichnis:

205000 Gender Medicine (V+Ü) (WiSe 2015/2016), 02.-06.11.2015 und 25.-29.01.2016 (Blockveranstaltung in G2-104)
Informationen zu Gender Medicine / Lehrveranstaltung
Anmeldung im eKVV

Im Rahmen der Vorlesungsreihe wird es auch 2 Plenarvorträge geben:

Mo, 2.11. (12 Uhr, H3) bzw. Fr, 29.01. (14 Uhr, H5)

Alle Studierenden, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind herzlich eingeladen!
 

Bielefelder iGEM-Team holt erneut Gold in Boston

Veröffentlicht am 2. Oktober 2015
Auszeichnungen in vier Kategorien und Lob vom FBI

Am vergangenen Wochenende (24.9.-28.9.2015) stellten zehn Studierende der Universität Bielefeld ihr Projekt „Cell-free sticks – it works on paper“ beim Finale des Wettbewerbs der synthetischen Biologie iGEM (International Genetically Engineered Machine Competition) in Boston, USA, vor. Ziel des Projekts war es, einen Biosensor auf Papier zu entwickeln, mit dem jeder K.O.- Tropfen und verschiedene Schwermetalle schnell und leicht nachweisen kann. Für die Umsetzung ihres Projekts wurde das Team mit einer Goldmedaille sowie in vier weiteren Kategorien als bestes Projekt ausgezeichnet. Insgesamt nahmen 280 Teams teil. Weltmeister wurde die Technische Universität Delft aus den Niederlanden.

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Quelle: Pressestelle der Universität Bielefeld; uni.aktuell


Weitere Informationen im Internet:
www.igem-bielefeld.de
http://2015.igem.org/Team:Bielefeld-CeBiTec

Dr. Brigitte Dreiseikelmann in Bundeskommission für biologische Sicherheit berufen

Veröffentlicht am 14. August 2015

Das "Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft" hat Dr. Brigitte Dreiseikelmann, Fakultät für Biologie der Universität Bielefeld, für drei Jahre in die "Zentrale Kommission für die Biologische Sicherheit" (ZKBS) der Bundesrepublik Deutschland berufen. Diese Kommission setzt sich entsprechend dem Gentechnikgesetz aus Experten zusammen, die maßgebliche Wissenschaftsbereiche und wichtige gesellschaftliche Gruppen repräsentieren.

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Quelle: Pressestelle der Universität Bielefeld; uni.aktuell

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