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Ersatzneubau für Labore der Experimentalphysik geplant

Veröffentlicht am 18. Mai 2012, 11:36 Uhr
Extra dicke Decken und Fußböden, genügend Platz für Großgeräte und kein Tageslicht in den Laboren: Die empfindlichen Messgeräte der Bielefelder Experimentalphysik stellen hohe Anforderungen an ein Gebäude. Diesen Ansprüchen soll ab dem ersten Quartal 2014 ein Ersatzneubau an der Morgenbreede gerecht werden. Der Bau wird durch die anstehende Modernisierung des Universitätshauptgebäudes notwendig. Die Kosten von 12,2 Millionen Euro sollen durch das Land Nordrhein-Westfalen, den Bau- und Liegenschaftsbetriebs NRW (BLB NRW) und die Universität gemeinsam getragen werden. Gerade wurden die Mittel zur Fortführung der Planungen genehmigt. Mit einer endgültigen Finanzentscheidung der Landesregierung Nordrhein-Westfalen wird im Herbst 2012 gerechnet.

So könnte es 2014 aussehen: Die Visualisierung durch das Büro Carpus + Partner zeigt den aktuellen Planungsstand für den Ersatzneubau der Experimentalphysik.
So könnte es 2014 aussehen: Die Visualisierung durch das Büro Carpus + Partner zeigt den aktuellen Planungsstand für den Ersatzneubau der Experimentalphysik.

Ab dem ersten Quartal 2014 wird das Universitätshauptgebäude modernisiert. Wie Gutachten bestätigt haben, wird ein Teil der experimentellen Physik in dieser Zeit nicht im Hauptgebäude weiterarbeiten können, da die auftretenden Schwingungen und Schallemissionen die Messungen der Physiker maßgeblich beeinträchtigen würden. Die Universität Bielefeld als Betreiber und der BLB NRW als Bauherr und Eigentümer werden jedoch sicherstellen, dass die international anerkannten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler auch während der Bauphase optimale Bedingungen haben.

Als Baufläche ist der Platz neben dem Gebäude der Verhaltensforschung an der Morgenbreede vorgesehen. Hierfür werden Teile der Finnbahn vorab verlegt. Der Ersatzneubau hat eine genehmigte Hauptnutzfläche von 1.293 m². Davon werden auf 1.096 m² Labore eingerichtet. Zugehörige Büros werden im angrenzenden Gebäude der Verhaltensforschung untergebracht.

Eine Feinmechanik-Werkstatt im Miniaturformat: Mit Geräten wie dem Helius Nanolab FIB arbeiten die Wissenschaftler der Universität Bielefeld an Proben in Nanogröße. Schon kleinste Erschütterungen stören die Arbeit mit den hoch empfindlichen Geräten.
Eine Feinmechanik-Werkstatt im Miniaturformat: Mit Geräten wie dem Helius Nanolab FIB arbeiten die Wissenschaftler der Universität Bielefeld an Proben in Nanogröße. Schon kleinste Erschütterungen stören die Arbeit mit den hoch empfindlichen Geräten.
Für die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler bedeutet der Umzug eine deutliche Verbesserung ihrer Forschungsbedingungen. In dem nutzeroptimierten Neubau werden alle Anforderungen der modernen Physik umgesetzt: Zum Teil 40 Zentimeter starke Decken gewährleisten Schwingungsarmut, ausreichend große Verkehrsflächen und Türanlagen ermöglichen auch das Transportieren und Aufbauen sperriger Geräte und die Labore sind innenliegend angeordnet, sodass Messungen nicht durch unkontrollierten Einfall von Tageslicht beeinflusst werden. Der Umzug der Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler ist dauerhaft. Sie werden auch nach Abschluss der Arbeiten in dem Neubau bleiben.

Die Arbeit der Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Bielefelder Experimentalphysik ist international anerkannt. Unter anderem beteiligen sie sich an dem seit 2002 an der Universität Bielefeld bestehenden Sonderforschungsbereich 613. Er wird von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) gefördert und ist eine gemeinsame Einrichtung der Fakultäten für Physik, Chemie und Biologie. Die Wissenschaftler forschen interdisziplinär zum Thema „Physik von Einzelmolekülprozessen und molekularer Erkennung in organischen Systemen“.
Gesendet von RWiedenhaus in Ersatzneubau Experimentalphysik
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