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CITEC Forschungsbau offiziell übergeben

Veröffentlicht am 3. Mai 2013, 13:20 Uhr

Universität Bielefeld ist ab sofort für das Gebäude verantwortlich

Die Universität Bielefeld hat jetzt den Forschungsbau CITEC vom Bau- und Liegenschaftsbetrieb Nordrhein-Westfalen (BLB) übernommen. Damit ist der Weg frei für den Einzug der 250 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Forschungsschwerpunkts „Interaktive Intelligente Systeme“ – samt ihrer Labore mit Robotern, Avataren und weiteren technischen Assistenzsystemen. Benannt ist der Forschungsbau nach dem Exzellenzcluster CITEC (Cognitive Interaction Technology - Kognitive Interaktionstechnologie) der Universität Bielefeld. In der Bauphase trug  er den Projektnamen FBIIS (Forschungsbau Interaktive Intelligente Systeme).

Professor Dr. Helge Ritter, Sprecher des Exzellenzclusters, rechnet damit, dass das neue Gebäude der Forschung zusätzlichen Schub verleiht: „Der neue Forschungsbau bietet CITEC eine optimierte Labor-Infrastruktur mit modernsten Experimentiermöglichkeiten. Dadurch können wir mit unserer Grundlagen- und Anwendungsforschung in bisher unerschlossene Bereiche vordringen.“

Das Gebäude ist international einmalig: Es erhält ein fächerübergreifendes Zentrallabor, so dass Informatiker, Biologen, Linguisten, Mathematiker, Psychologen und Sportwissenschaftler gemeinsam an einem Ort experimentieren können. „Die auf Kommunikation und kurze Wege ausgelegte Architektur wird neue Ideen befördern und als attraktiver Think-Tank die Sichtbarkeit und Wettbewerbsfähigkeit von Bielefeld als Forschungsstandort weiter steigern“, ist Professor Ritter sicher.

Direkt am Tag der Übergabe hat die Installation des Rechenzentrums im neuen Gebäude begonnen. Nach und nach werden die Laborräume bestückt, darunter das Taktillabor, in dem mit Roboterhänden das Greifen und Manipulieren von Gegenständen erforscht wird, sowie das Flobi-Labor, in dem mit dem gleichnamigen Roboterkopf getestet wird, wie Menschen sich gegenüber sozial agierenden Robotern verhalten. Ungewöhnlich ist das Laborappartement: Testpersonen werden hier das Leben in der Wohnung der Zukunft erproben. Solche intelligenten Appartements schätzen durch Sensoren Handlungen und Gespräche ein, um Bewohner und Gäste situationsabhängig zu unterstützen. Ein Service-Roboter soll dafür eng mit der technischen Infrastruktur der Wohnung zusammenwirken.

Im Sommer beziehen die CITEC-Forscherinnen und -Forscher die hellen, lichtdurchfluteten Labore und Büros des Gebäudes mit 5.300 Quadratmetern Hauptnutzfläche. In allen vier Stockwerken laden offene Kommunikationsbereiche und Teeküchen zum entspannten Austausch ein.

Die Anschrift des neuen Forschungsbaus, der gegenüber der künftigen Fachhochschule steht, lautet „Inspiration 1“. Die CITEC-Zentrale ist leicht an ihrem Äußeren zu erkennen: Vor allem bei Sonnenschein funkelt die schwarze Fassade. Das Markante an dem Forschungsbau sind die drei Lichthöfe, die aus der Luft betrachtet aussehen, als wären sie aus dem Bau ausgestanzt. Ein Innenhof wird künftig für die Experimente genutzt: Dort gibt es einen Parcours, mit dem die Forscher Roboter unter Freiluftbedingungen testen werden. Direkt am Haupteingang befindet sich der Konferenzsaal, ausgestattet mit 200 Plätzen.

Finanziert wurde das Gebäude durch Mittel aus dem Programm „Forschungsbauten“ des Bundes und der Länder. Die Gesamtkosten liegen bei rund 32 Millionen Euro. Baubeginn war im Januar 2011.

Weitere Informationen im Internet:
www.uni-bielefeld.de/bau

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